Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?26723

Die Tat ereignete sich am Bahnhof Alexanderplatz (Bild: flickr / Mike / by 2.0)

In Berlin-Mitte wurden am Freitagabend drei Männer offenbar aufgrund ihrer sexuellen Orientierung von vier bisher Unbekannten angegriffen.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand waren ein 18-, ein 19- und ein 30-Jähriger gegen 22.20 Uhr in der Vorhalle des S- und U-Bahnhofs Alexanderplatz unterwegs, als sie zunächst in eine verbale Auseinandersetzung mit den vier Tatverdächtigen gerieten und anschließend von diesen mehrmals mit den Fäusten ins Gesicht geschlagen worden sein sollen.

Bevor die vier Angreifer flüchteten, sollen sie ihre drei Opfer noch mit Pfefferspray besprüht haben. Die Angegriffenen erlitten laut Polizeibericht Verletzungen, die von der Besatzung eines alarmierten Rettungswagens vor Ort behandelt wurden. Sie gaben an, nur aufgrund ihrer Homosexualität angegriffen worden zu sein. Wie in Fällen mit einem vermuteten homofeindlichen Motiv in Berlin üblich, hat der Polizeiliche Staatsschutz die weiteren Ermittlungen übernommen. Ebenfalls wie üblich machte die Polizei zunächst keine näheren Angaben zu den Tätern oder den Opfern der Tat – Ausnahmen werden in der Regel nur bei einer späteren Fahndung oder bei Einzelheiten gemacht, die klar zur Tat gehören.

Berlin gehört zu den wenigen Städten, deren Polizei mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Taten gezielt in ihren Berichten erwähnt und die Taten bis hin zu Beleidigungen häufig publik macht. Die Staatsanwaltschaft besitzt eigene Ansprechpartner für LGBTI.

Erst Anfang der Woche waren in Berlin zwei homophobe Gewalttaten am CSD-Wochenende bekannt geworden (queer.de berichtete). In der Kriminalstatistik für das letzte Jahr hatte die Berliner Polizei insgesamt 105 angezeigte Fälle im Unterbereich "sexuelle Orientierung" ausgewiesen – 25 mehr als im Jahr zuvor. Die Aufklärungsquote sei auf 42 Prozent gesunken (queer.de berichtete). (cw)



#1 NiedergemeiertAnonym
  • 30.07.2016, 15:02h
  • Homophob motivierte Gewalt ist auch ein Sexualstrafdelikt, das sollte allen potentiellen Tätern bewusst sein: Ihr seid gewalttätige Sexualstraftäter, denn eure Verbrechen sind sexualisierte Gewaltausbrüche. Das ist in der Tat pervers, zudem soziopathisch erkrankt, antisozial und hochkriminell.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 GeorgGProfil
  • 30.07.2016, 16:07hBerlin
  • "Eine Täterbeschreibung wurde von der Polizei bislang nicht veröffentlicht. "

    Warum nicht?

    In vier Wochen wird sich keiner mehr an die Täter erinnern.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 MarekAnonym
  • 30.07.2016, 18:09h
  • Es wird immer schlimmer in Deutschland.

    Dieser Rollback geht vor allem auf Kosten von Politik und Religionen.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 RalfAnonym
  • 31.07.2016, 10:19h
  • Antwort auf #2 von GeorgG
  • Die Antwort liegt auf der Hand. Die Aufklärungsquote ist sehr niedrig. Das wollen die Ermittlungsbehörden offensichtlich nicht verbessern. Also wird von Anfang an gar nicht erst nach Tätern gefahndet. Damit wird Opfern zugleich signalisiert: Es wird euch nichts bringen, zur Polizei zu gehen. Wir haben eine stillschweigende Kumpanei zwischen Gewaltverbrechern und Polizei, sobald Opfer schwul sind. Ich halte das für nichts Neues.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 falken42
  • 31.07.2016, 14:43h
  • Antwort auf #4 von Ralf
  • sehe ich auch so. und wie gut, dass jetzt immer mehr bürger sich bewaffnen und waffenscheine (?!) beantragen um sich vor muslimischen terroristen zu schützen.... ekelhaft. die machen so lange bis wir amerikanische verhältnisse hier haben, wo kleine kinder ohne angst vor bestrafung erschossen werden, weil sie nicht weiss sind. bei uns ist dann wahrscheinlich nicht die hautfarbe sondern die burka oder der kajalstift schuld. ob die gerichte bei uns dann die täter auch freisprechen, weil diese sich angeblich vor den opfern fürchteten und bedrängt fühlten? die reaktion der polizei in diesem fall (falls sich das so bestätigt) lässt annehmen - ja.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Homonklin44Profil
  • 01.08.2016, 08:47hTauroa Point
  • Das Problem ist hier, dass alles Mögliche gewesen sein soll, aber kaum was davon authentifiziert wurde. Keine Täterbeschreibung ? Wenigstens die Silhouetten müssen doch erkennbar gewesen sein, wie groß, welche Statur, evtl. Äußerungen, Akzent, falls vorhanden, wonach die rochen ... alkoholisiert, was auch immer. In so einer Halle ist es gewöhnlich nicht stockfinster und wenn die verbale Auseinandersetzung dem Angriff vorher ging, gibt es da doch Anhaltspunkte.

    So bleibt es schwierig, eine Aussage darüber zu treffen, ob das nun homophob motiviert war, explizit homophob, oder sonstwas.

    Selbstverteidigungskurse bringen wohl auch nur bedingt was, weil man in solche Situationen nie vorbereitet hinein gerät. Aber mit Selbstverteidigungs-Kenntnissen hat man wenigstens eine Chance, man muss ja nicht gleich die Magnum 45 Special rausholen.

    "Amerikanische" Verhältnisse muss man hier nicht befürchten. Selbst wenn man hier Schusswaffen problemlos kaufen könnte, würden die Deutschen sich eher selbst damit verletzen, anstatt sich wehren zu können, wenn's hart auf hart kommt. Das ist dann tatsächlich so, als wenn man kleine Kinder mit scharfem Werkzeug spielen lässt!
  • Antworten » | Direktlink »