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Berlin Am Sonntag, dem 17. April 2005, finden die Veranstaltungen zum 60. Jahrestag der Befreiung der Häftlinge in den Konzentrationslagern Ravensbrück und Sachsenhausen statt. Darauf wies der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) hin. Erstmals findet ein Gedenken auf dem Standort des Männerlagers in Ravensbrück statt. Gegen 12.20 Uhr sprechen nahe dem Tor in der östlichen Außenmauer (2. Lagerstr.) Eberhard Zastrau, der für LSVD dem Beirat der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten angehört, und Walter Morgenbesser, der als Kind im Männerlager inhaftiert war und heute in Holon, Israel, lebt. Die dezentrale Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die Rosa-Winkel-Häftlinge in Sachsenhausen findet statt gegen 14.00 Uhr an der Gedenktafel im Zellenbauhof. Unter anderem spricht Andreas Pretzel über die Prozesse des Jahres 1939, in denen die NS-Justiz mit den Zuständen im Konzentrationslager Sachsenhausen konfrontiert wurde. Vor ordentlichen Gerichten in Berlin wurden Häftlinge des KZ Sachsenhausen wegen tatsächlicher oder vermeintlicher Lagerhomosexualität angeklagt. Weitere Infos, auch zur Anreise, bietet der LSVD auf einer speziellen Webseite. Auch in zahlreichen anderen Konzentrationslagern wird in den nächsten Wochen den Opfern des Nationalsozialismus gedacht. (pm)



#1 SvenAnonym
  • 13.04.2005, 17:13h
  • Am 01. Mai findet in der Gedenkstätte des ehmaligen Konzentrationslagers Dachau die Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der Befreiung statt.
    Beginn ist um 09:00 Uhr mit einem ev., kath. und russ.-orthod. Gottesdienst
    Um 10:45 hält Dr. hc. Max Mannheimer, Überlebender des Holocaust und Leiter der Lagergemeinschaft Dachau, die Eröffnungsrede am ehemaligen Krematorium. Anschließend findet am Internationalen Mahnmal die Kranzniederlegung statt. Erwartet werden auch dieses Jahr wieder hochrangige Politiker aus Bund und Land.
    Zum Gedenken an die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus wird traditionell auch dieses Jahr wieder das Schwule Kommunikations- und Kulturzentrum München e.V. einen Kranz niederlegen.
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#2 JuliaAnonym
  • 14.04.2005, 23:47h
  • Ich bin in 1988 als Kind von elf Jahren alt in Buchenwald gewesen. Meine Eltern waren eingeladen von Leuten aus Erfurt, die hatten sie in Ungarn getroffen.

    Es hat so ein Eindruck auf mich gemacht, ich werde das nie vergessen. Es war als ob ich in eine anderen Welt kam. Man geht durch dasselbe Tor wo die tausende von Menschen auch durchgegangen sein, die ermordet sind. Man liest dann da oben "Jedem das Seine". Wie zynisch.

    Ich konnte mich auch nicht vorstellen das es Leute gab die auf dem Gelände rauchten oder Eis aßen. Ich fand das so respektlos.

    Unsere Ostdeutsche "Freunde" beklagten sich nur darüber dass das Lager in der Nachkriegszeit von den Russen benutzt wurde als Häftlingslager für Deutsche und dass sie Deutsche ermordet hatten, nichts über die Toten im zweiten Weltkrieg.

    Gruß, Julia.
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