Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 02.08.2016, 17:36h           6      Teilen:   |

Vielfalt

Apple: Regenbogenfahne wird Emoji

Artikelbild
Neben der Regenbogenfahne soll es auch Alleinzeriehende als Emojis geben – zudem wird abgerüstet: Statt einer echt aussehenden Waffe ist fortan eine grell grüne Wasserpistole enthalten (Bild: Apple)

Alleinerziehende, Bauarbeiterinnen und die Regenbogenfahne – mit neuen Emojis will Apple die Vielfalt besser repräsentieren.

Das nächste Update für das Betriebssystem von iPhone und iPad wird mehr als 100 neue Emojis umfassen, darunter auch eine Regenbogenfahne. Das gab der amerikanische Konzern Apple am Montag bekannt. Bislang ist nur ein "echter" Regenbogen Teil der Bildschriftzeichen, aber keine Fahne.

"Diese aufregende Update liefert mehr Geschlechts-Optionen von existierenden Figuren, inklusive Athletinnen und weibliche Fachleute, es gibt schöne Umgestaltungen von populären Emojis, eine neue Regenbogenfahne und mehr Familienoptionen", so Apple in einer Pressemitteilung. "Apple arbeitet eng mit dem Unicode-Konsortium zusammen, um sicherzustellen, dass populäre Emojis die Vielfalt von Menschen überall repräsentieren." Das wie Apple in Kalifornien beheimatete Konsortium hat die Aufgabe, den internationalen Standard der Schriftzeichen in der digitalen Welt weiterzuentwickeln und herauszugeben.

Fortsetzung nach Anzeige


Ab Herbst erhältlich

Die neuen Emojis sind Teil des Betriebssystems iOS 10, das im Herbst erscheinen soll. Sie können dann beispielsweise in SMS-Nachrichten oder anderen Instant-Messaging-Diensten genutzt werden.

Neu ist auch ein Wasserpistolen-Emoji – es soll ein Symbol ersetzen, das wie eine echte Waffe aussieht. Apple hatte sich gemeinsam mit Microsoft gegen die bereits geplante Einführung eines neuen Gewehr-Emojis ausgesprochen. Über die Ablehnung des Emojis berichteten US-Medien nur wenige Tage nach dem Massaker von Orlando.

Apple hatte bereits 2012 Emojis für Schwule und Lesben integriert, darunter etwa gleichgeschlechtliche Paare, die Händchen hielten (queer.de berichtete). Das führte zu teils heftigen Reaktionen in Staaten, in denen Homosexuelle diskriminiert werden. So forderte die indonesische Regierung, diese Emojis im Land zu blockieren (queer.de berichtete). In Russland klagte ein Vater auf Schadensersatz, weil die Emojis gegen das Verbot von Homo-"Propaganda" verstoßen würden – allerdings erfolglos (queer.de berichtete).

Apple wird seit 2011 von Tim Cook geführt. Drei Jahre nach seinem Amtsantritt outete sich der Vorstandsvorsitzende und wurde damit zum mächtigsten offen schwulen Firmenboss der Welt (queer.de berichtete). Im vergangenen Jahr sprach er in einer Latenightshow im US-Fernsehen über sein Coming-out und sein Engagement für Menschenrechte und meinte, mit dem Schritt in die Öffentlichkeit vielleicht homosexuellen Teenagern geholfen zu haben (queer.de berichtete). (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 6 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 205             1     
Service: | pdf | mailen
Tags: apple, emojis, regenbogenfahne
Schwerpunkte:
 Apple
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Apple: Regenbogenfahne wird Emoji"


 6 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
02.08.2016
18:29:24


(+4, 6 Votes)

Von Carsten AC


Das ist ja ein schönes Zeichen, aber noch viel wichtiger wäre, dass Apple endlich die prüde Zensur (unter dem Deckmantel der Familienfreundlichkeit) beendet.

Ich erinner nur mal beispielhaft an das eBook, das zensiert wurde, weil auf dem Cover der Busen einer Frau von der Seite halb zu sehen war. Aber religiöse Anti-Gay-Therapie-Apps werden im App-Store zugelassen.

Letztlich ist das auch nur einer dieser typisch prüden US-Konzerne, für die jeder Hauch von nackter Haut bereits anstößig ist, während wirklich problematische Inhalte, die tatsächlich und nachweisbar viel Unheil bringen, kein Problem darstellen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
02.08.2016
18:42:55


(+5, 7 Votes)

Von Robin


Das würde ich nur dann glaubwürdig finden, wenn Apple nicht an anderer Stelle sehr homophob agieren würde.

Ein Beispiel:
vor kurzem hat Apple aus einem seiner Werbespots für die Ausstrahlung in zahlreichen Ländern (darunter auch Deutschland) ein lesbisches Paar rausgeschnitten.

Siehe hier:

Link zu www.buzzfeed.com

Link zu www.dailymail.co.uk

Oder auch deutsch:

Link zu www.giga.de

Link:
derstandard.at/2000038026831/Apple-streicht-lesbis
ches-Paar-aus-internationaler-Fernsehwerbung


Und nach wie vor verweigert Apple jede Stellungnahme dazu!

Apple tut NICHTS aus Nettigkeit oder sozialem bzw. ökologischem Engagement. Da geschieht alles nur mit Hintergedanken für die eigene Bilanz. Bei den Emojis wird die Bilanz wohl unterm Strich für Apple vorteilhaft sein, bei Homopaaren in Werbung offenbar nicht.

Also machen die ganz glasklar das, was gerade am besten für die Profite ist. Das ist sogar deren Recht als Unternehmen und Google, Facebook, Microsoft & Co machen das auch nicht anders, aber dann soll Apple sich nicht immer als ach so verantwortlich hinstellen. Denn letztlich machen die auch nur das, was ihnen immer gerade am meisten nutzt. Und wenn das Gegenteil gerade günstiger ist, machen sie auch ohne mit der Wimper zu zucken das Gegenteil.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
03.08.2016
01:53:25


(+6, 6 Votes)

Von Marc
Antwort zu Kommentar #2 von Robin


Gerade bei solchen internationalen Groß-Konzernen ist es doch immer dasselbe:
wenn man bestimmte Maßnahmen ergreift, dann stecken da immer monetäre Interessen dahinter.

Wenn man sich besonders homofreundlich gibt, hofft man halt auf zusätzliche Absätze in dem Marktsegment. Und dort, wo Homofreundlichkeit vielleicht weniger ankommt (im allg. Werbefernsehen) verzichtet man dann darauf.

Wenn ein kleiner regionaler Betrieb ganz bewusst einen Schwulen einstellt oder sich als homofreundlich positioniert, kann man das denen als echtes Engagement abkaufen. Aber bei multinationalen Konzernen ist das leider alles nur Kalkül.

Natürlich: auch wenn nur Kalkül dahintersteckt, ist jeder Fortschritt dennoch ein Fortschritt. Aber man muss sich halt im Klaren sein, dass ein Konzern genauso anders entscheidet, wenn das als günstiger erscheint. Und wenn irgendwelche Marktanalysen Apple sagen, dass man in manchen Ländern auf das Lesbenpaar im Werbespot verzichten sollte, dann verzichten die eben darauf. Da ist dann das Bekenntnis zu Diversity genauso schnell wieder vergessen. Das muss einem als Kunden einfach klar sein, wie solche Konzerne ticken.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
03.08.2016
10:54:33


(+4, 6 Votes)

Von Gegen Zensur


Wenn irgendwo in tausenden Emojis auch eine Regenbogenflagge ist (die ja eh Teil des Unicode-Standards ist), ist das keine große Leistung. Das haben alle anderen auch früher oder später.

Und wenn Apple aus seiner eigenen Werbung ein Lesbenpaar entfernt, ist das schon schlimmer, aber immer noch ein interner Vorgang.

Wo es aber wirklich mehr als bedenklich wird, ist bei der Zensur der Werke anderer, die rechtlich völlig unbedenklich sind, aber offenbar nicht in Apples weichgespültes geschlossenes System passen. Da werden nicht nur Bücher wegen angeblich zu freizügiger Cover oder zu rüder Sprache zensiert, sondern dasselbe geschieht auch bei Musik, wo Texte mit Beeps überlegt werden (das machen die Amis ja eh gerne) oder die Musik kommt gar nicht erst in den iTunes-Store bzw. nach Apple Music.

Und aufgrund der Marktmacht von Apple und seinen Angeboten, ist das wirklich bedenklich.

Und man muss sich nochmal vor Augen führen, dass es ja nicht um Pornographie oder andere verbotene, indizierte, jugendgefährdende, o.ä. Inhalte geht, sondern um Bücher, die in Europa in jeder Buchhandlung stehen und CDs, die frei im Verkauf sind. Oft auch in den USA - aber Apple ist besonders frömmelnd...

Und selbst wenn etwas in den USA nicht erhältlich ist, aber hier ganz frei erhältlich ist, ist es bedenklich, wenn die die amerikanisch-prüfen Vorstellungen auch in anderen Staaten erzwingen wollen.

Diese extrem prüde Zensur ist ein No-Go.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
03.08.2016
16:13:48


(+4, 6 Votes)

Von Carsten AC
Antwort zu Kommentar #4 von Gegen Zensur


Ja, das ist letztendlich sogar das Schlimmste an der ganzen Sache.

Wenn Apple seine eigene Werbung zensiert und dort die altbekannte Strategie des Unsichtbarmachens durchzieht, kann jeder selbst entscheiden, ob er das unterstützen will oder nicht.

Aber wenn Apple Bücher, Musik, Filme, etc. von anderen zensiert, ist das brandgefährlich. Denn aufgrund der großen Bedeutung von iTunes, iBooks & Co und da es sich niemand leisten kann, auf diesen Plattformen nicht vertreten zu sein, etabliert sich eine Selbstzensur, wo Autoren, Musiker, Produzenten, etc. in vorauseilendem Gehorsam überlegen, was Apple zulässt und was nicht. Und das wird dann bereits von vornherein bei Texten, Covern, etc. berücksichtigt, um diesen wichtigen Markt nicht auszuschließen.

Ich bin durchaus der Meinung, dass es gewisse Grenzen geben muss, aber die sollten in jedem Land demokratisch bestimmt werden und nicht von einem einzelnen Konzern, der seine typische amerikanisch-prüden Ansichten der ganzen Welt diktiert und der bestimmt, was auf der ganzen Welt gelesen, gehört und gesehen werden darf und was nicht.

Da geht es ja nicht nur um Nacktheit, Wortwahl, Formulierungen, etc. sondern auch ganz allgemein um Inhalte, die Apple unliebsam sind. Z.B. Bücher über manche dubiosen Geschäftspraktiken von Apple.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
03.08.2016
20:25:39
Via Handy


(-2, 2 Votes)

Von Gendergedöns


Wo bleiben die 54 Geschlechter von Facebook? An die denkt mal wieder keiner. Menno...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 


 LIFE & STYLE - WEBTRENDS

Top-Links (Werbung)

 LIFE & STYLE



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
"Looking: The Movie" im Oktober im deutschen TV Coming-out einer werdenden Mutter Zwei schwule Männer in Berlin-Mitte niedergeschlagen Bettina Böttinger traut sich nach Greifswald
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt