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Ist dieser Rucksack schon zu groß und damit verdächtig? (Bild: flickr / Kurt Bauschardt / by 2.0)

Panikmache oder berechtigte Bitte? Für ein "besseres Sicherheitsgefühl aller Gäste" sollen Besucher des CSD Essen möglichst gepäckfrei kommen.

In Abstimmung mit der Stadt haben die Veranstalter des Ruhr-CSD in Essen die Sicherheitsmaßnahmen bei der Demoparade und auf dem Straßenfest am kommenden Wochenende verstärkt.

"Der Ruhr-CSD Essen bittet die Besucher, die Mitnahme von großen Rucksäcken und Taschen für ein besseres Sicherheitsgefühl aller Gäste zu vermeiden", gab der Verein am Dienstag nach einem Treffen mit den Spitzen von Ordnungsamt, Polizei und Verwaltung im Rathaus bekannt.

Die Stadt selbst sprach von einer "abstrakten Gefahrenlage" nach den jüngsten Anschlägen. Dieser wolle man Rechnung tragen, indem die Polizei vor Ort stärker präsent sein will. Außerdem sollen mehrere Absperrungen an den Zufahrtstraßen des Kennedyplatzes errichtet werden.

Schwuler CDU-OB lädt zum CSD-Empfang

Sowohl der Polizeipräsident als auch Oberbürgermeister und Schirmherr Thomas Kufen (CDU) kündigten an, den Ruhr-CSD besuchen zu wollen. Am Donnerstagabend lädt Kufen zudem erstmals zu einem CSD-Empfang der Stadt in die 22. Etage des Rathauses ein. Der offen schwule CDU-Politiker war im vergangenen September in einer Stichwahl zum Essener Oberbürgermeister gewählt worden (queer.de berichtete).

Der Ruhr-CSD, der in diesem Jahr unter dem Motto "Essen bleibt bunt" steht, beginnt offiziell am Freitag. Höhepunkt ist die sogenannte Glück-Auf-Parade am Samstag um 13 Uhr vom Hauptbahnhof zum Kennedyplatz, wo auch das CSD-Straßenfest stattfindet. (cw)

Umfrage zum Artikel

» Sollten große Rucksäcke und Taschen beim CSD erlaubt sein?
    Ergebnis der Umfrage vom 03.08.2016 bis 15.08.2016


#1 KMBonnProfil
  • 03.08.2016, 08:55hBonn
  • Eine Woche zuvor habe ich mit unserem "Dienstwagen" an der Parade des CSD Stuttgart teilgenommen, ebenso später mit einem Infostand zum Thema Gay Fantasy Literatur beim Straßenfest.
    Es war viel Polizei vor Ort, sowohl in Uniform wie auch in Zivil.
    Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie man eine solche Großveranstaltung, die sich über eine große Fläche erstreckt, komplett sichern will. Wenn Terroristen etwas anstellen wollen, finden sie einen Weg. Aber von jedwedem religiös imprägnierten Dreckspack lasse ich mir mein Leben nicht beeinträchtigen.

    bundesamt-magische-wesen.de/csd-stuttgart-mit-dem-bundesamt-
    fuer-magische-wesen/
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#2 TheDad
  • 03.08.2016, 10:18h
  • Pure Panikmache..

    Man kann das Leben nicht vollständig "Rucksackfrei" gestalten..

    "Verbieten" wir demnächst dann auch Kinderwagen und Koffer für Reisende, oder den "Hackenporsche" für Oma's Einkauf ?

    Absurd..
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#3 SebiAnonym
  • 03.08.2016, 10:43h
  • Mal eine dumme Frage (weil ich es wirklich nicht weiß):
    wenn jemand da was böses wollte, bräuchte der dann einen Rucksack? Sprengsätze kann man doch auch am Körper tragen, oder?

    Und für Schusswaffen, Messer, etc. braucht man ja eh keinen Rucksack.

    Schlimm, dass es überhaupt so weit ist, dass wir über solche Dinge nachdenken müssen. Alles nur, wegen so ein paar Bekloppter, die nicht mit Freiheit klarkommen und sich selbst hassen. Vollständige Sicherheit wird es eh nie geben, aber wir sollten es so sicher wie möglich gestalten.

    Aber um dem ein oder anderen seine Angst zu nehmen: es sterben mehr Menschen an Mückenstichen als an einem Terroranschlag. Und es sterben auch mehr Menschen im Straßenverkehr als durch Terror. Natürlich ist Terror besonders schlimm, weil es so sinnlos ist und diejenigen sonst noch leben würden. Aber man darf sich auch nicht verrückt machen lassen und seine Freiheit sollte man sich erst recht nicht nehmen lassen. Da tut etwas Relativierung immer gut...

    Hass wird NIEMALS siegen...
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#4 JammsAnonym
#5 LaurentProfil
#6 PeinlichAnonym
#7 TheDad
  • 03.08.2016, 12:25h
  • Antwort auf #6 von Peinlich
  • Wenn man Tatsachen nicht wahrhaben will..

    Beim letztem Erdbeben in der Türkei sind mehr Menschen ums Leben gekommen, als jemals durch Terrorismus..

    Jedes Jahr sterben in Deutschland bis zu 10.000 Menschen an Grippe..
    Mehr als 1.000 Menschen bei Verkehrsunfällen..
    Davon mehr als 400 Fahrradfahrer..
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#8 Homonklin44Profil
  • 03.08.2016, 12:45hTauroa Point
  • Das würde nur halbwegs sicher gehen, wenn man alle durch eine Abtast-Schleuse mit Röntgen-Monitor schicken würde, oder jeder muss sich nackt machen und bekommt einen Regenbogen-Jumpsuit für die Teilnahme.

    Ja und dann weiß man immer noch nicht, wer von sonstwo durchsickert und in der Kameratasche seinen Sprengsatz versteckt, oder den sogar gefressen hat bzw. im Hintereingang drin aufbewahrt. Und wenn die in Polizei-Uniformen auftauchen, dauert es auch erst mal, bis Kollegen da überhaupt drauf kommen.

    Man könnte größere Rucksäcke aus Netzgewebe oder transparent herstellen. Aber wer irgendwas anstellen will, wird zig Wege finden.
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#9 LaurentProfil
  • 03.08.2016, 13:02h56, Heidelberg
  • Antwort auf #7 von TheDad
  • Eine Relativierung, die Nicht-Verantwortliche alles andere als beruhigen kann, und eine Beschwichtigung der Vorfälle muss insbesondere für die Betroffenen wie blanker Hohn klingen.
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#10 TigerEssenAnonym
  • 03.08.2016, 15:13h
  • Im Hinblick auf den Essener Bombenanschlag (die Bombe war übrigens in einem Rucksack deponiert), wohl mehr als einleuchtend.
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