Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 03.08.2016, 11:18h           41      Teilen:   |

Verschwörungstheorien

Gender-"Ideologie": Franziskus beklagt "Kolonialisierung"

Artikelbild
Papst Franziskus hat bereits in der Vergangenheit gegen LGBT-Rechte Stimmung gemacht (Bild: Presidência da Republica/Roberto Stuckert Filho)

Beim Besuch in Polen kritisierte der Papst, dass die Gender-Theorie den Menschen als Ebenbild Gottes gefährde – das Oberhaupt der katholischen Kirche sieht eine Verschwörung am Werk.

Am Rande des katholischen Weltjugendtages vergangene Woche in Krakau hat Papst Franziskus gegenüber polnischen Bischöfen beklagt, dass an Schulen über Transsexuelle gesprochen wird. Das geht aus einem Protokoll hervor, das der Vatikan am Dienstag veröffentlicht hat.

Dabei behauptete das Oberhaupt der katholischen Kirche in einem Gespräch am 27. Juni, dass es Bestrebungen gebe, das Konzept des Menschen als Ebenbild Gottes zu "vernichten". Als Beispiel nannte er die Gender-"Ideologie" und indirekt die Anerkennung von Transsexualität in der Gesellschaft: "Heutzutage wird in den Schulen Kindern beigebracht – Kindern! – dass jeder sich sein Geschlecht frei aussuchen kann." Schuld an dieser Entwicklung seien Bücher, die von "Personen und Institutionen, die Geld spenden", herausgegeben würden.

Dabei seien offenbar finstere Mächte am Werk, glaubt der Pontifex: "Sehr einflussreiche Länder" würden auf diese Art eine "ideologische Kolonialisierung" betreiben. "Und das ist furchtbar", so der Papst wörtlich. Nähere Einzelheiten nannte der 79-Jährige nicht.

Aus dem Protokoll geht hervor, dass Franziskus auch mit seinem Amtsvorgänger Benedikt XVI. über Gender gesprochen hat. Demnach habe der frühere Papst seinem Nachfolger gesagt: "Das ist eine Epoche der Sünde gegen Gott, den Schöpfer".

Fortsetzung nach Anzeige


Papst ist Wiederholungstäter

Die Äußerung in Krakau war nicht das erste Mal, dass der argentinische Papst gegen die vermeintliche Vernichtung der Geschlechter Stimmung macht. So verglich er in einem Interview-Buch im vergangenen Jahr die vermeintliche Gender-"Ideologie" in ihrer Gefährlichkeit mit Nuklearwaffen (queer.de berichtete).

Auch der Vorwurf der "Kolonialisierung" in Bezug auf LGBT-Rechte hat bereits Geschichte: Er wird insbesondere in Afrika von Geistlichen oder Politikern genutzt, um gegen die Legalisierung von Homosexualität Stimmung zu machen. So sagte der aus Guinea stammende Kurienkardinal Robert Sarah im Rahmen der Familiensynode im Vatikan im letzten Jahr, die afrikanischen Teilnehmer würden "den ideologischen Kolonialismus des Westens bekämpfen, mit dem die katholische Doktrin vernichtet werden soll" (queer.de berichtete).

Papst Benedikt hatte im letzten Jahr bei einer Rede vor der UN selbst davor gewarnt, "eine ideologische Kolonialisierung zu fördern, indem man abnorme Lebensmodelle und -stile durchsetzt, die der Identität der Völker fremd und letztlich unverantwortlich sind" (queer.de berichtete). Der Kampf für Umweltschutz und gegen Ausgrenzung verlange "die Anerkennung eines Sittengesetzes, das in die menschliche Natur selbst eingeschrieben ist". (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 41 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 295             5     
Service: | pdf | mailen
Tags: katholische kirche, papst franziskus, gender-theorie
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

loading...

Reaktionen zu "Gender-"Ideologie": Franziskus beklagt "Kolonialisierung""


 41 User-Kommentare
« zurück  12345  vor »

Die ersten:   
#1
03.08.2016
11:26:09


(+12, 12 Votes)

Von goddamn liberal


Ist in Rom ein alter Hut. Alles, was die geistig überfordert, ist erst mal des Teufels:

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Antimodernismus


Man könnte bei Gender dann von Anti-Postmodernismus sprechen.

In hundert Jahren sieht das dann vielleicht wieder anders aus.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
03.08.2016
11:26:13


(+18, 18 Votes)

Von Stewie


Und wieder mal zeigt der Papst sein wahres Gesicht...

Dort wo man mit Homohass zu viele Menschen vergrault, frisst der Kreide und gibt sich liberal. Aber wo Homohass immer noch gut ankommt (z.B. in Polen) kann der Papst so richtig ungehemmt die Sau rauslassen und aufs Übelste hetzen...

Und dann gibt es immer noch Leute, die darauf reinfallen und meinen, unter diesem Hassprediger würde sich etwas ändern...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
03.08.2016
11:28:32


(+3, 13 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


""Dabei behauptete das Oberhaupt der katholischen Kirche in einem Gespräch am 27. Juni, dass es Bestrebungen gebe, das Konzept des Menschen als Ebenbild Gottes zu "vernichten". Als Beispiel nannte er die Gender-"Ideologie" und indirekt die Anerkennung von Transsexualität in der Gesellschaft: "Heutzutage wird in den Schulen Kindern beigebracht Kindern! dass jeder sich sein Geschlecht frei aussuchen kann." Schuld an dieser Entwicklung seien Bücher, die von "Personen und Institutionen, die Geld spenden" herausgegeben würden.""..

Hat dann analog dazu einer seiner Vorgänger die Welt zerstört, weil er sich aussuchte, daß die Erde eine Scheibe sei, von deren Rand man herunterfallen könnte, obwohl seit mehr als 2.000 Jahren zuvor längst klar war, daß das nicht sein kann ?

""Kindern""..
Tja..
Was diese RKK den "Kindern" so beibringt, und vor allem was sie Kindern antut, ist deutlich gefährlicher, als das Wissen über die Vielfalt der Menschen..

""Dabei seien offenbar finstere Mächte am Werk,""..

Uuuuh..
Das neue Synonym für den "Teufel" ?

Es schaudert einen wenn man diesen Demagogen sieht..
Es überkommt einen noch anderes, wenn man ihn sprechen hört..
Unfaßbar !


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
03.08.2016
11:29:19


(+12, 16 Votes)

Von Yannick


"das Oberhaupt der katholischen Kirche sieht eine Verschwörung am Werk"

Jaja, die Verschwörungstheoretiker sehen immer die Schuld bei allen anderen. Nur sie sind angeblich die einzigen, die alles klar sehen.

Übrigens:
Gender ist nicht mehr als das englische Wort für Geschlecht. Und Gender-Theorie ist die Erforschung der Geschlechter. Wen oder was soll das bitteschön gefährden? Achja: für die Katholische Kirche ist ja jede Wissenschaft und jede Aufklärung bereits eine Gefahr an sich...


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#5
03.08.2016
11:32:15


(+6, 14 Votes)

Von Heiner


Sollte das Oberhaupt der Kinderschänder-Sekte nicht erst mal seinen eigenen Drecksladen in den Griff bekommen, ehe er sich moralische Urteile über andere anmaßt?

Nach wie vor gibt die Katholiban beim Thema jahrzehntelanger, systematischer Kindesmissbrauch immer nur gerade so viel zu, wie sich eh nicht mehr vertuschen lässt. Und nach wie vor werden Täter nicht rausgeschmissen, sondern allenfalls versetzt (wenn überhaupt). Und dann maßen die sich an, über andere zu urteilen. Was bilden die sich ein, wer sie sind?


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#6
03.08.2016
11:37:07


(+10, 12 Votes)

Von Carsten AC


Die katholische Kirche will wieder mal ihre Schäfchen auf Linie bringen, indem sie ihnen einen gemeinsamen Feind präsentiert, der an allem Übel der Welt schuld ist. Das ganze garniert mit nebulösen Andeutungen über eine angebliche Weltverschwörung (natürlich wieder mal ohne den geringsten Beweis und so schwammig formuliert, dass man die Idiotie dahinter nicht erkennt).

Jede Religion basiert im Kern auf Hass, Unterdrückung, Bevormundung und dem Schüren von Angst. Das hier ist wieder mal ein Paradebeispiel dafür.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#7
03.08.2016
11:42:14


(+9, 13 Votes)

Von Julian S


Der will wohl wieder mal von den Verbrechen seines unchristlichen Vereins ablenken, indem er gegen andere hetzt.

Es ist ein Skandal, dass ein verfassungsfeindlicher, Rechtsstaat und Demokratie ablehnender Hassprediger überhaupt noch nach Deutschland und in andere zivilisierte, demokratische Länder einreisen darf.

Gegen Hassprediger hilft nur eines:
Kirchenaustritt

Link zu www.kirchenaustritt.de


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#8
03.08.2016
11:53:30


(+10, 16 Votes)

Von Pfui


In Zeiten, wo Hass und Gewalt sowieso immer mehr zunehmen, noch solche Sprüche loszulassen und dermaßen Öl ins Feuer zu gießen, zeugt von einem abgrundtief verdorbenen Charakter.

Pfui.

Freiheit statt religiöser Verblendung.
Liebe statt Hass.
Wissen statt Märchen.
Vielfalt statt Gleichschaltung.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#9
03.08.2016
12:03:44


(-6, 14 Votes)

Von GeorgG
Aus Berlin
Mitglied seit 13.05.2016


"dass Franziskus auch mit seinem Amtsvorgänger Benedikt XVI. über Gender gesprochen hat. "

Mir war klar, dass das Duo Ratzinger/Gänswein nicht aufhören würde, gegen Schwule und Transsexuelle zu hetzen.
Ratzinger kann kaum noch laufen, aber der (Selbst-)Hass steckt so tief in ihm, dass er auch in Zukunft alles tun wird, den eher naiven und wohlmeinende Franziskus zu beeinflussen.
Wahrscheinlich wird Ratzinger noch auf seinem Sterbebett gegen Schwule hetzen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#10
03.08.2016
12:09:56


(+13, 13 Votes)

Von Armleuchter


War etwas anderes von diesen Knallköppen zu erwarten. Die säen Haß, predigen aber Liebe und Nächstenliebe.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
« zurück  12345  vor »


 GLAUBE

Top-Links (Werbung)

 GLAUBE



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Volker Beck: Nicht vor Homophobie von Muslimen zurückweichen Gericht: Schwule Flüchtlinge aus Marokko haben Anrecht auf Asyl "Star Trek"-Crew vereint gegen Trump Lady Gaga tritt beim Super Bowl auf
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt