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Papst Franziskus hat bereits in der Vergangenheit gegen LGBT-Rechte Stimmung gemacht (Bild: Presidência da Republica/Roberto Stuckert Filho)

Beim Besuch in Polen kritisierte der Papst, dass die Gender-Theorie den Menschen als Ebenbild Gottes gefährde – das Oberhaupt der katholischen Kirche sieht eine Verschwörung am Werk.

Am Rande des katholischen Weltjugendtages vergangene Woche in Krakau hat Papst Franziskus gegenüber polnischen Bischöfen beklagt, dass an Schulen über Transsexuelle gesprochen wird. Das geht aus einem Protokoll hervor, das der Vatikan am Dienstag veröffentlicht hat.

Dabei behauptete das Oberhaupt der katholischen Kirche in einem Gespräch am 27. Juli, dass es Bestrebungen gebe, das Konzept des Menschen als Ebenbild Gottes zu "vernichten". Als Beispiel nannte er die Gender-"Ideologie" und indirekt die Anerkennung von Transsexualität in der Gesellschaft: "Heutzutage wird in den Schulen Kindern beigebracht – Kindern! – dass jeder sich sein Geschlecht frei aussuchen kann." Schuld an dieser Entwicklung seien Bücher, die von "Personen und Institutionen, die Geld spenden", herausgegeben würden.

Dabei seien offenbar finstere Mächte am Werk, glaubt der Pontifex: "Sehr einflussreiche Länder" würden auf diese Art eine "ideologische Kolonialisierung" betreiben. "Und das ist furchtbar", so der Papst wörtlich. Nähere Einzelheiten nannte der 79-Jährige nicht.

Aus dem Protokoll geht hervor, dass Franziskus auch mit seinem Amtsvorgänger Benedikt XVI. über Gender gesprochen hat. Demnach habe der frühere Papst seinem Nachfolger gesagt: "Das ist eine Epoche der Sünde gegen Gott, den Schöpfer".

Papst ist Wiederholungstäter

Die Äußerung in Krakau war nicht das erste Mal, dass der argentinische Papst gegen die vermeintliche Vernichtung der Geschlechter Stimmung macht. So verglich er in einem Interview-Buch im vergangenen Jahr die vermeintliche Gender-"Ideologie" in ihrer Gefährlichkeit mit Nuklearwaffen (queer.de berichtete).

Auch der Vorwurf der "Kolonialisierung" in Bezug auf LGBT-Rechte hat bereits Geschichte: Er wird insbesondere in Afrika von Geistlichen oder Politikern genutzt, um gegen die Legalisierung von Homosexualität Stimmung zu machen. So sagte der aus Guinea stammende Kurienkardinal Robert Sarah im Rahmen der Familiensynode im Vatikan im letzten Jahr, die afrikanischen Teilnehmer würden "den ideologischen Kolonialismus des Westens bekämpfen, mit dem die katholische Doktrin vernichtet werden soll" (queer.de berichtete).

Papst Franziskus hatte im letzten Jahr bei einer Rede vor der UN selbst davor gewarnt, "eine ideologische Kolonialisierung zu fördern, indem man abnorme Lebensmodelle und -stile durchsetzt, die der Identität der Völker fremd und letztlich unverantwortlich sind" (queer.de berichtete). Der Kampf für Umweltschutz und gegen Ausgrenzung verlange "die Anerkennung eines Sittengesetzes, das in die menschliche Natur selbst eingeschrieben ist". (dk)



#1 goddamn liberalAnonym
#2 StewieAnonym
  • 03.08.2016, 11:26h
  • Und wieder mal zeigt der Papst sein wahres Gesicht...

    Dort wo man mit Homohass zu viele Menschen vergrault, frisst der Kreide und gibt sich liberal. Aber wo Homohass immer noch gut ankommt (z.B. in Polen) kann der Papst so richtig ungehemmt die Sau rauslassen und aufs Übelste hetzen...

    Und dann gibt es immer noch Leute, die darauf reinfallen und meinen, unter diesem Hassprediger würde sich etwas ändern...
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#3 TheDadProfil
  • 03.08.2016, 11:28hHannover
  • ""Dabei behauptete das Oberhaupt der katholischen Kirche in einem Gespräch am 27. Juni, dass es Bestrebungen gebe, das Konzept des Menschen als Ebenbild Gottes zu "vernichten". Als Beispiel nannte er die Gender-"Ideologie" und indirekt die Anerkennung von Transsexualität in der Gesellschaft: "Heutzutage wird in den Schulen Kindern beigebracht Kindern! dass jeder sich sein Geschlecht frei aussuchen kann." Schuld an dieser Entwicklung seien Bücher, die von "Personen und Institutionen, die Geld spenden" herausgegeben würden.""..

    Hat dann analog dazu einer seiner Vorgänger die Welt zerstört, weil er sich aussuchte, daß die Erde eine Scheibe sei, von deren Rand man herunterfallen könnte, obwohl seit mehr als 2.000 Jahren zuvor längst klar war, daß das nicht sein kann ?

    ""Kindern""..
    Tja..
    Was diese RKK den "Kindern" so beibringt, und vor allem was sie Kindern antut, ist deutlich gefährlicher, als das Wissen über die Vielfalt der Menschen..

    ""Dabei seien offenbar finstere Mächte am Werk,""..

    Uuuuh..
    Das neue Synonym für den "Teufel" ?

    Es schaudert einen wenn man diesen Demagogen sieht..
    Es überkommt einen noch anderes, wenn man ihn sprechen hört..
    Unfaßbar !
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#4 YannickAnonym
  • 03.08.2016, 11:29h
  • "das Oberhaupt der katholischen Kirche sieht eine Verschwörung am Werk"

    Jaja, die Verschwörungstheoretiker sehen immer die Schuld bei allen anderen. Nur sie sind angeblich die einzigen, die alles klar sehen.

    Übrigens:
    Gender ist nicht mehr als das englische Wort für Geschlecht. Und Gender-Theorie ist die Erforschung der Geschlechter. Wen oder was soll das bitteschön gefährden? Achja: für die Katholische Kirche ist ja jede Wissenschaft und jede Aufklärung bereits eine Gefahr an sich...
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#5 HeinerAnonym
  • 03.08.2016, 11:32h
  • Sollte das Oberhaupt der Kinderschänder-Sekte nicht erst mal seinen eigenen Drecksladen in den Griff bekommen, ehe er sich moralische Urteile über andere anmaßt?

    Nach wie vor gibt die Katholiban beim Thema jahrzehntelanger, systematischer Kindesmissbrauch immer nur gerade so viel zu, wie sich eh nicht mehr vertuschen lässt. Und nach wie vor werden Täter nicht rausgeschmissen, sondern allenfalls versetzt (wenn überhaupt). Und dann maßen die sich an, über andere zu urteilen. Was bilden die sich ein, wer sie sind?
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#6 Carsten ACAnonym
  • 03.08.2016, 11:37h
  • Die katholische Kirche will wieder mal ihre Schäfchen auf Linie bringen, indem sie ihnen einen gemeinsamen Feind präsentiert, der an allem Übel der Welt schuld ist. Das ganze garniert mit nebulösen Andeutungen über eine angebliche Weltverschwörung (natürlich wieder mal ohne den geringsten Beweis und so schwammig formuliert, dass man die Idiotie dahinter nicht erkennt).

    Jede Religion basiert im Kern auf Hass, Unterdrückung, Bevormundung und dem Schüren von Angst. Das hier ist wieder mal ein Paradebeispiel dafür.
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#7 Julian SAnonym
  • 03.08.2016, 11:42h
  • Der will wohl wieder mal von den Verbrechen seines unchristlichen Vereins ablenken, indem er gegen andere hetzt.

    Es ist ein Skandal, dass ein verfassungsfeindlicher, Rechtsstaat und Demokratie ablehnender Hassprediger überhaupt noch nach Deutschland und in andere zivilisierte, demokratische Länder einreisen darf.

    Gegen Hassprediger hilft nur eines:
    Kirchenaustritt

    www.kirchenaustritt.de/
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#8 PfuiAnonym
  • 03.08.2016, 11:53h
  • In Zeiten, wo Hass und Gewalt sowieso immer mehr zunehmen, noch solche Sprüche loszulassen und dermaßen Öl ins Feuer zu gießen, zeugt von einem abgrundtief verdorbenen Charakter.

    Pfui.

    Freiheit statt religiöser Verblendung.
    Liebe statt Hass.
    Wissen statt Märchen.
    Vielfalt statt Gleichschaltung.
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#9 GeorgGProfil
  • 03.08.2016, 12:03hBerlin
  • "dass Franziskus auch mit seinem Amtsvorgänger Benedikt XVI. über Gender gesprochen hat. "

    Mir war klar, dass das Duo Ratzinger/Gänswein nicht aufhören würde, gegen Schwule und Transsexuelle zu hetzen.
    Ratzinger kann kaum noch laufen, aber der (Selbst-)Hass steckt so tief in ihm, dass er auch in Zukunft alles tun wird, den eher naiven und wohlmeinende Franziskus zu beeinflussen.
    Wahrscheinlich wird Ratzinger noch auf seinem Sterbebett gegen Schwule hetzen.
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#10 ArmleuchterAnonym
  • 03.08.2016, 12:09h
  • War etwas anderes von diesen Knallköppen zu erwarten. Die säen Haß, predigen aber Liebe und Nächstenliebe.
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