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Hamburg will LGBT-Flüchtlinge besser vor Übergriffen schützen (Bild: flickr / Gerhard Kemme / by 2.0)

Die Hamburger Integrationssenatorin Melanie Leonhard (SPD) hat am Mittwoch angekündigt, dass die Stadt Wohnraum für besonders bedürftige LGBT-Flüchtlinge nach dem Frauenhaus-Modell schaffen wird.

"Wir mieten zurzeit eine Reihe von Apartments an, die ausschließlich für besonders schutzbedürftige LSBTI-Geflüchtete reserviert sind. Ich lege Wert darauf, dass die Adressen anonym bleiben, denn so schützen wir auch Frauen in Frauenhäusern", erklärte Leonhard, die in diesem Jahr Schirmfrau des CSDs in Hamburg ist. "Klar ist: Wir müssen alle Menschen vor Gewalt schützen – ob sie in unsere Stadt geflüchtet sind, Opfer häuslicher Gewalt werden oder auf dem Schulhof gehänselt werden. Von geouteten Flüchtlingen hören wir jedoch immer wieder, dass Ihnen Verwandte und Bekannte nachstellen und sie unter Druck setzen, ihrer sexuellen Orientierung abzuschwören."

Hamburg-Pride-Chef Stefan Mielchen begrüßte den Schritt: "Geflüchtete, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität verfolgt werden, müssen in unserer Stadt einen sicheren Hafen finden. Die Hamburger Lösung respektiert die besonderen Schutzbedürfnisse der Betroffenen und schafft ein diskriminierungsfreies und sicheres Umfeld."

Bereits jetzt gibt es ausgewiesene Plätze für LGBT-Flüchtlinge in der Erstaufnahmeeinrichtung Hellmesbergerweg, die auch mit separaten, abschließbaren Sanitärcontainern verknüpft sind. Die Betreiber der Unterkünfte wurden ergänzend dazu verpflichtet, bis spätestens Ende August ein Schutzkonzept für jede einzelne Einrichtung zu entwickeln. Die Konzepte sollen neben LGBT auch Flüchtlinge mit Behinderung sowie Kinder und Frauen vor Gewalt schützen.

Hamburg hat mit Savia seit Juni auch eine eigene Anlaufstelle, an die sich Flüchtlinge wenden können, wenn sie in der Unterkunft von Gewalt bedroht sind oder Gewalt erfahren. Hier arbeiten zehn Personen, teilweise auch in Form eines mobilen Beratungsteams. Die laufenden Ausgaben betragen pro Jahr rund 370.000 Euro. (pm/dk)



#1 falken42
  • 04.08.2016, 21:40h
  • das scheint ja mal zur abwechselung ne richtig positive nachricht zu sein, hoffentlich passiert das auch in anderen städten und hoffentlich werden nichtheteros nicht mehr in länder abgeschoben, die nicht sicher sind.
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#2 OrthogonalfrontAnonym
  • 04.08.2016, 22:15h

  • Man könnte auch einfach die homophoben Arschlöcher wieder zurückschicken. Problem gelöst und billiger ist es auch.
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