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Mainstream-Programm für Homos soll auch für Werber attraktiv werden. Orbitz, Subaru und Paramount Pictures haben bereits gebucht.

Von Franz Ramerstorfer (pte)

In den USA bekommen Schwule und Lesben zusehends ihr eigenes Fernsehprogramm. Neben einigen Pionieren in diesem Sektor startet Viacom als zweitgrößter Besitzer von Kabel-Sendern in den Vereinigten Staaten seinen eigenen Gay-Channel namens "Logo". Ursprünglich sollte der Sender laut New York Times bereits Mitte Februar On-air gehen. Jetzt wird der 30. Juni dieses Jahres anvisiert.

Inhaltlich drehen sich TV-Kanäle wie "Logo", die als Zielgruppe homosexuelle Frauen und Männer haben, nicht (nur) um Pornographie. Mit diesem Vorurteil muss sich auch Regent Entertainment herumschlagen als Entwickler des TV-Senders "Here", der Mainstream-TV-Programme für schwul-lesbische Amerikaner gestaltet.

Paul Colichman von Regent kämpft gegen die stereotypen Vorstellungen, wonach sich Homosexuelle primär in Bars herumtreiben würden, immer auf der Suche nach anonymem Sex. Arbeiten würden sie vornehmlich als Haar-Stylisten oder Dekorateure. Der Gay-Community würde eben diese allgemeine Unterhaltung fehlen, wie es im heterosexuellen Mainstream auch alltäglich ist. Dieses Programm-Bedürfnis für Schwule, Lesben und Transsexuelle will Viacom mit dem neuen Sender bedienen. Ein weiterer Punkt für das Engagement von Viacom ist die Erkenntnis, dass mit solchen Programmen auch Geld verdient werden kann. Jedoch nicht ohne gewisse Probleme. Laut Colichman ist die Verbreitung von TV-Programmen für Homosexuelle außerhalb der Metropolen durchaus nicht so leicht und immer sehr kontrovers.

"Logo" von Viacom soll sich durch Werbeeinschaltungen finanzieren. Einige Werbepartner haben sich auch schon gefunden: Orbitz, Subaru und Paramount Pictures zählen zu den ersten Werbern auf dem TV-Sender. Seit Februar sind zu diesen jedoch keine neuen hinzugekommen. Ein Experte sieht hier das Problem bei den Marketingverantwortlichen, weil diese zu wenig über die TV-Sender und deren Programm wissen.

In den USA haben der Erfolg von Sendungen wie "Queer Eye for the Straight Guy" und "Will and Grace", beide wurden für das Mainstream-Publikum produziert, gezeigt, dass die Amerikaner in zunehmendem Maße die homosexuelle Kultur akzeptieren, obwohl die Zustimmung zur Ehe unter Schwulen und Lesben in diesem Ausmaß nicht vorhanden ist.

14. April 2005



#1 KlausAnonym
  • 14.04.2005, 15:56h
  • Ist ja schön für die Amis. Wir Deutsche werden sicher nichts davon haben, hier macht Viacom doch alles zu. Wer behauptet, Deutschland wäre zu groß für vier Musikkanäle (obwohl es im kleineren England 30 gibt, allein acht von Viacom), der behauptet sicher auch, Deutschland sei zu klein für einen Homokanal.
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