Service   Gewinne   Jobs   Newsletter   Bild des Tages   Presseschau   Partner   Gay Hotels
Queer.de - das schwul-lesbische Magazin
 Community | CSD-Termine
Suche:  (News-Übersicht)
 
Login (Nick / Passw.):  (Registrieren)
  Autologin  
 Home || Politik | Szene | Boulevard | Blog | Meinung | Glaube | Lifestyle | Reise | Kultur | Buch | CD | DVD | Liebe | TV-Tipps || Galerie
  • 07.08.2016, 13:43h           4      Teilen:   |

Zwei Schwule beleidigt

Berlin: Polizist außer Dienst verfolgt homophobe Angreifer

Artikelbild
Anders als in anderen Städten informiert die Berliner Polizei explizit über Straftaten mit möglicherweise homophobem Hintergrund (Bild: Sebastian Rittau / flickr / cc by 2.0)

Ein Polizist, der sich auf dem Weg zur Arbeit befand, wurde am frühen Sonntagmorgen am Berliner Alexanderplatz Zeuge eines Übergriffs auf zwei schwule Männer.

Nach den bisherigen Erkenntnissen befanden sich die 20 und 36 Jahre alten Opfer gegen 5.10 Uhr auf dem zentralen Platz in Berlin-Mitte, als der Jüngere von einem unbekannten Mann, der ebenfalls in Begleitung war, aufgrund seiner sexuellen Orientierung beleidigt wurde. Während der Beleidigte weiter lief, stellte sein Begleiter den Wortführer zur Rede. Dieser versuchte daraufhin, den 36-Jährigen mit der Faust zu schlagen, was jedoch misslang.

Der außer Dienst befindliche Polizeibeamte bemerkte den Vorfall, gab sich zu erkennen, worauf die Angreifer flüchteten. Es gelang dem Polizeioberkommissar, den unbekannten Täter festzuhalten, worauf sein Kompagnon den Beamten bespuckte und an dessen Jacke zog, so dass der Festgehaltene wieder frei kam. Beide stiegen dann in ein Taxi, welches der Beamte aufhalten konnte. Die beiden sprangen aus dem Wagen und setzten ihre Flucht in unterschiedliche Richtungen zu Fuß fort.

In der Kleinen Alexanderstraße konnte einer der mutmaßlichen Täter durch mittlerweile alarmierte Polizisten des Abschnitts, die ihren Kollegen und den Flüchtenden bemerkten, festgenommen werden. Der alkoholisierte 24-Jährige, der freiwillig einem Atemalkoholtest zustimmte, machte den Beamten gegenüber keine Angaben zu seinem Begleiter, der die Beleidigung und versuchte Körperverletzung begangen haben soll. Gegen den 24-Jährigen wurden Anzeigen wegen Beleidigung und Gefangenenbefreiung eingeleitet. Gegen den bisher unbekannten Täter wird wegen homophober Beleidigung und versuchter Körperverletzung ermittelt.

Erst am vergangenen Wochenende waren am Berliner Alexanderplatz drei schwule Männer mit Fäusten attackiert worden (queer.de berichtete). (cw)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 4 Kommentare | FB-Debatte
Teilen: 558             2     
Service: | pdf | mailen
Tags: polizeibericht, berlin, homophobe gewalt, alexanderplatz, beleidigung
Schwerpunkt:
Unterstützen:
  |   Überweisung / Abo / weitere Infos

Reaktionen zu "Berlin: Polizist außer Dienst verfolgt homophobe Angreifer"


 4 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
07.08.2016
13:55:46


(+8, 8 Votes)

Von FightHateCrimes


Danke an den Polizisten, der selbst nach der fiesen Spuckattacke eines der beiden Täter nicht aufgab und das Taxi, welches die beiden aufnahm, an der Weiterfahrt hinderte! Hoffentlich wird so schnell wie möglich der Komplize des 24jährigen gefaßt!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#2
07.08.2016
23:27:25


(+5, 5 Votes)

Von falken42
Profil nur für angemeldete User sichtbar


es freut mich auch mal solch positive meldungen zu unserer polizei zu hören.

aber könnt ihr nicht endlich mal den begriff homophob modernisieren? bei rassisten sagen wir doch auch nicht pigmentphob!

es handelt sich ja i.d.R. nicht um phobien!


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#3
08.08.2016
01:12:48
Via Handy


(+10, 10 Votes)

Von janx
Antwort zu Kommentar #2 von falken42


Volle Zustimmung. Dieses wort nervt mich auch schon lange weil es Wirklich grob sachlich falsch ist. Phobien sind Ängste. Ich hab Höhenangst. Deswegen *meide* ich hohe Türme anstatt sie extra aufzusuchen um sie anzuspucken. Das sind Homohasser. Nennen wir es doch einfach mal beim Namen anstatt es ständig zu beschönigen.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 
#4
10.08.2016
15:33:42


(+3, 3 Votes)

Von Homonklin44
Aus Tauroa Point (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 08.07.2014


Hochachtung vor dem Kommissar, so schaut Zivilcourage aus, ( oder in den Fall außer Dienst bei der Arbeit sein ) und wenn's Respekt vor dem Menschen ist, anstatt Eigenschaften zu sehen.

Homophobie,ja, ein nicht ausreichender Begriff und herunter relativierend, wo es zu Gewalt übergeht. Meist dürfte da homo- oder eine Art Xenophobie mit zum Auslöser gehören, der diesen Hass trägt und zum Tatimpuls aufschaukeln lässt.

Ein Problem sehe ich aber auch in dem häufigen Bild, das LGBT von sich abgeben, ob unfreiwillig oder umstandsgemäß.
Sie wirken oder zeigen sich als Wehrlose, mit denen man fast alles treiben kann, vom Anpöbeln angefangen, die Gewaltspirale aufwärts. Es kommt keine Gegenwehr, oder kaum.
Vielleicht ist dieses Bild auch noch künstlich verbreitet = LGBT sind Opfer, mit LGBT kann man's machen,aka sind lächerlich oder schwach.

Vielleicht ist ein anderes Auftreten nötig, um für solche Täter im wachsenden "Larvenstadium" oder ihrer Übungsphase nicht zum Blitzableiter zu werden.

Leider kann man sich auch nicht drauf stützen, dass immer gerade ein Polizist auf Freizeit in der Nähe ist, der helfen kommt.
Allerdings muss auch mit den Tätern etwas passieren. Wenn denen klar ist, auf solche Angriffe folgt nicht viel, oder eine freundliche Ohrfeige vom Gericht ist alles, dürfte eine Hemmschwelle nieder bleiben.


Antworten | Kommentar schreiben | Direktlink zu diesem Kommentar
 


 Ort: Alexanderplatz


 BOULEVARD - DEUTSCHLAND

Top-Links (Werbung)

 BOULEVARD



Anderswo
Bild des Tages
Aktuell auf queer.de
Niederlande: Kommission empfiehlt bis zu vier Eltern pro Kind Israel: Gleichstellung ausländischer Homo-Partner geplant Tag der Menschenrechte: EKD wirbt für LGBTI-Gleichbehandlung Die Poesie der ersten schwulen Liebe
 © Queer Communications GmbH 2016   Unternehmen | Team | Mediadaten | Logos | Impressum / AGB | Spenden | Kontakt