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Marjorie Enya und Isadora Cerullo feiern ihre öffentliche Verlobung

Pure Romantik in Rio: Eine brasilianische Rugbyspielerin erhielt noch auf dem Rasen einen Heiratsantrag. Außerdem gab es die ersten Medaillen fürs Team LGBTI.

Zwar holten die Brasilianerinnen beim ersten Frauen-Rugbyturnier keine Medaille, sie sorgten am Montag aber für den romantischsten Augenblick bei den Olympischen Spielen: Als die letzte Partie zu Ende ging, erhielt die Spielerin Isadora Cerullo einen Heiratsantrag von ihrer langjährigen Freundin Marjorie Enya, die als freiwillige Helferin im Rugbystadion arbeitete.

Enya stürmte mit einem roten Ballon in Herzform auf den Rasen. Mit dem Stadionmikrofon in der Hand machte sie ihrer Freundin einen emotionalen Antrag. Cerullo sagte "Ja" und die beiden Frauen fielen sich weinend in die Arme. Anschließend versammelten sich mehrere andere Freiwillige mit Herzchen-Ballons und Fotografen um das Paar. Das Publikum spendete begeistert Applaus.

"Ich wusste sofort, dass ich etwas Besonderes machen wollte, als ich erfuhr, dass sie im Team war", erklärte Enya gegenüber der BBC. "Ich wusste, dass die Leute im Rugby toll sind und so etwas mögen würden." Die 28-Jährige sagte ferner, dass ihre 25-jährige Freundin die Liebe ihres Lebens sei. Das Paar lebt in Sao Paulo zusammen.

Cerullos Team konnte das Turnier nach einem Sieg gegen Japan auf dem neunten Platz beenden. Australien gewann Gold vor Neuseeland und Kanada, das mit Jen Kish auch eine offen lesbische Rugby-Spielerin im Aufgebot hat. Kishs Freundin Nadene Selewich schaute gemeinsam mit Freunden und Familie das Spiel zu Hause in Edmonton an.

Twitter / JWongGlobalNews | Die Freunde und Familie von Jen Kish jubeln, nachdem das kanadische Team die Bronzemedaille sicher hat

Es war das erste Rugby-Turnier der Frauen bei Olympia, die Männer hatten zuletzt 1924 um olympische Medaillen gekämpft.

Tom Daley holt Bronze


Tom Daley und Daniel Goodfellow präsentieren stolz ihre Medaille (Bild: Instagram / tomdaley1994)

Am Montag konnte auch der erste offen schwule Spieler eine olympische Medaille im Rio gewinnen: Im Synchronspringen vom Zehnmeterturm schaffte der Brite Tom Daley gemeinsam mit seinem Partner Daniel Goodfellow die Bronzemedaille hinter den Springern aus China und den USA. Daley und Goodfellow verwiesen das deutsche Duo Patrick Hausding und Sascha Klein knapp auf Rang vier.

Vor vier Jahren landete der damals noch ungeoutete Daley in dieser Disziplin noch auf dem vierten Platz. Im Einzelwettbewerb konnte er sich damals aber noch eine Bronzemedaille sichern. Auch in dieser Disziplin tritt Daley in Rio wieder an – das Finale wird am 19. August stattfinden.

Das Team LGBTI hat mit Daley und der kanadischen Rugby-Spielerin Jen Kish seine ersten beiden Bronzemedaillen errungen – und würde damit im Medaillenspiegel noch vor Deutschland liegen, das noch immer auf das erste Edelmetall wartet. In Rio treten über 50 homosexuelle Teilnehmer an, so viele wie noch nie zuvor.

Daley hatte sich Ende 2013 als bisexuell geoutet (queer.de berichtete). Vier Monate später outete er sich erneut, dieses Mal als schwul (queer.de berichtete). Der 22-Jährige ist seit vergangenem Jahr mit dem amerikanischen Drehbuchautor Dustin Lance Black ("Milk") verlobt (queer.de berichtete), der Oscar-Preisträger saß am Montag neben Daleys Familie im Stadion. (dk)



#1 Gay PrideAnonym
#2 Julian SAnonym
  • 09.08.2016, 16:54h
  • Herzlichen Glückwunsch den beiden. Eine schöne Aktion...

    Gut, dass die beiden sich nicht verstecken.
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#3 RobinAnonym
  • 09.08.2016, 16:56h
  • Es wäre schön, wenn mehr GLBTI-Sportler zu sich stehen würden, statt eine unwürdige Schmierenkomödie zu spielen und sich selbst zu verleugnen.

    Denn wenn sie offen zu sich stehen, sind sie echte Vorbilder - aber nicht, wenn sie sich selbst zu einer Witzfigur machen und ihren Fans und Kollegen ein Märchen vorspielen...
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#5 Dennis
#6 TagesschauAnonym
#7 Gay PrideAnonym
  • 10.08.2016, 22:47h
  • Antwort auf #5 von Dennis
  • Warum soll der Partner eines schwulen Mannes "nicht mehr erwähnt" werden? Genau darum geht es ja: dass er ebenso selbstverständlich und "alltäglich" erwähnt und sichtbar gemacht wird, wie die heteronormativen bürgerlichen Massenmedien das bei Hetero-Paaren andauernd tun.
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