Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?26791

Schwule und Lesben "sind intolerant"

Mexiko: Katholische Kirche warnt vor Homo-"Attacke"


Norberto Kardinal Rivera Carrera nutzt seine Position in der Kirche, um sich politisch gegen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben zu engagieren (Bild: Flickr / Enrique López-Tamayo Biosca / by 2.0)

Mit aggressiver Rhetorik versucht ein mächtiger katholischer Kardinal, die vollständige Gleichstellung von Schwulen und Lesben bei der Zivilehe zu verhindern.

Norberto Kardinal Rivera Carrera, der katholische Erzbischof von Mexiko-Stadt, hat davor gewarnt, dass die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben zu Repressionen führen werde. Im katholischen Magazin "Desde la fe", das von Rivera herausgegeben wird, veröffentlichte er im Namen seiner Erzdiözese in einer fünfteiligen Reihe Gründe, warum Schwule und Lesben mit einem Ehe-Verbot belegt werden sollten. So sei die gleichgeschlechtliche Ehe gegen den Willen Gottes, sie führe dazu, dass Menschen ihren Glauben verlieren, und verursache geistigen und körperlichen Schaden ("Der männliche Anus ist nicht dazu gemacht, etwas zu empfangen, sondern nur dafür, etwas auszuscheiden").

Im am Wochenende veröffentlichten letzten Teil der Reihe warnte er gar von einem Ende der Meinungsfreiheit durch die "Attacke" der gleichgeschlechtlichen Ehe. Bereits heute würden Homo-Gegner in bestimmten Teilen der Welt unterdrückt. In diesen nicht näher benannten Ländern seien diese Menschen Spott, Verfolgung, Beleidigungen und Bedrohungen ausgesetzt und würden als "homophob" diffamiert. Dafür seien Schwule und Lesben persönlich verantwortlich: "Homosexuelle fordern Toleranz, aber die meisten von ihnen sind intolerant".

Warnung: Homo-Rechte reißen die Gesellschaft auseinander

Die Kirche habe wegen der drohenden Konsequenzen ein Recht, sich in die Politik einzumischen, so Rivera weiter. "Das betrifft die Gesellschaft als Ganzes." Heiratende Homosexuelle könnten seiner Meinung nach die Gesellschaft auseinanderreißen.

Der Hintergrund der Debatte: Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto hatte im Mai angekündigt, mit einer Verfassungsänderung landesweit die Ehe für Schwule und Lesben zu öffnen (queer.de berichtete). Derzeit gleicht das Land einem Flickenteppich: Acht Staaten haben die Ehe von sich aus oder durch ein Gerichtsurteil geöffnet; einige andere erkennen Lebenspartnerschaften mit gleichen oder teilweise gleichen Rechten an, während zwei Staaten die Partnerschaften rechtlich noch gar nicht anerkennen. Dabei hatte der Oberste Gerichtshof des Landes vergangenes Jahr bereits entschieden, dass das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz in der Verfassung verstößt (queer.de berichtete).

LGBT-Aktivisten und mehrere Politiker kritisierten Riveras Äußerungen scharf: "Der Kardinal verletzt den säkularen Staat. Außerdem macht er Werbung für Diskriminierung und sogar Gewalt", sagte etwa Temistocles Villanueva, der Chef der LGBT-Gruppe in der linken Morena-Partei, gegenüber dem TV-Sender teleSUR. Viele Schwule, Lesben und Transgender seien bereits jetzt Mobbing und sogar Todesdrohungen ausgesetzt, was durch den katholischen Würdenträger noch verstärkt werde.

Rivera hat sich wie mehrere andere Bischöfe in Mexiko bereits in den letzten Jahren dagegen eingesetzt, dass gleichgeschlechtliche Paare staatlich anerkannt werden. Als die Ehe für Schwule und Lesben in Mexiko-Stadt 2010 geöffnet wurde, verurteilte er diesen Schritt als "unmoralisch" und "abwegig" (queer.de berichtete). Später bezeichnete er die Gleichbehandlung im Ehe-Recht sogar als "böse" (queer.de berichtete).

Trotz der kompromisslosen Haltung der katholischen Kirche, der die große Mehrheit der Mexikaner angehört, sprechen sich Umfragen zufolge rund zwei Drittel der Mexikaner für die Ehe für alle aus (queer.de berichtete). (dk)



#1 TheDad
  • 09.08.2016, 17:20h
  • Man besehe sich das Artikel-Bild, dann weiß man, was der Mann für Drogen raucht..
  • Antworten » | Direktlink »
#2 PrioritätenAnonym
  • 09.08.2016, 17:37h
  • "Der männliche Anus ist nicht dazu gemacht, etwas zu empfangen, sondern nur dafür, etwas auszuscheiden."

    Wenn ihr mich fragt: Für den Mund des Kardinals gilt das Gegenteil. Das wäre mit Sicherheit eine Win-Win-Situation.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 panzernashorn
  • 09.08.2016, 17:52h
  • Es ist unglaublich dreist und unverschämt, wie vehement rücksichtslos die Klerikalfaschisten sich ständig in die weltlichen (!) Regelungen einmischen.

    Ihre total gestörte Weltsicht können sie ja meinetwegen gerne für sich selbst und in ihrem Umfeld ausleben, sollen aber Unbeteiligte, Ungestörte und Unschuldige vor ihrem Wahn verschonen.

    Die einzig sinnvolle Lösung: weg mit diesem menschenverachtenden Verein in die Versenkung, wo er eigentlich seit Tausenden von Jahren schon hingehört...............
  • Antworten » | Direktlink »
#4 panzernashorn
#5 FredinbkkProfil
  • 09.08.2016, 17:54hBangkok
  • Der männliche Anus ist dazu gemacht, etwas auszuscheiden.")

    ...und warum klappt das bei ihm selber nicht...

    er kackt seine Scheisse nicht .....sie quilt im aus dem Mund...

    wieviele Kinder haben seine Pfaffen in Mexico missbraucht ???

    Widerliche Bande!!!!

    Es macht mir Brechreiz...
  • Antworten » | Direktlink »
#6 falken42
  • 09.08.2016, 18:14h
  • diese art "argumente" höre ich schon seit ich denken kann, und sie werden nicht besser.

    auch wenn ich mir langsam wie eine tibetanische gebetsmühle vorkomme, die kirchen sind teil des herrschaftssystems gerade auch in Amerika. jeder schritt hin zu mehr gleichheit und freiheit ist damit ein angriff auf das dortige postkoloniale eigentlich faschistisch zu nennende erzkonservative establishment. weder die kirchen noch dieses establishment insgesamt wollen macht verlieren oder veränderungen überhaupt.

    da gehts nicht um argumente (so lächerlich sie auch klingen mögen) - der typ könnte auch "bla bla" murmeln.

    für alle die mit stolzgeschwellter brust sich freuen das es bei uns besser sei:
    die gleichen kirchenleute gibts auch bei uns, nur das die großwetterlage sich im moment für uns besser darstellt. ansonsten empfehle ich mal die hetzreden aus polen (PiS), litauen oder beim deutschen katholikentag zu lesen. viele der letzten jahr neu besetzten EU-Spitzenpositionen wurde mit solchen leuten besetzt - wir werden sehen was die nächsten jahre in der hinsicht bringen.
    das recht der kirchen als arbeitgeber zu diskriminieren wurde neulich erst wieder bestätigt.... also mexiko ist leider nicht so weit weg.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 MarekAnonym
  • 09.08.2016, 18:51h
  • Die Kinderschänder-Sekte kann das Hetzen nicht sein lassen.

    Wie immer verbreiten die Lügen (wie z.B. Homosexualität sei gesundheitsschädlich) und verwenden aggressive Rhetorik um ihre Anhänger aufzustacheln.

    Das alles nur, um von ihren Verbrechen abzulenken und um ihre Schäfchen auf Linie zu bringen, damit die eigene Macht und die Einnahmen nicht gefährdet werden.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Homonklin44Profil
  • 09.08.2016, 19:09hTauroa Point
  • Antwort auf #1 von TheDad
  • In Boswelia ( Weihrauch) sollen geringe Mengen THC enthalten sein.
    Die kiffen also bei jeder illustren Messe.
    Vielleicht ja noch andere Stoffe, die neben "heiligen" Erfahrungen noch allerlei Hirn-Schmock hervorrufen. Das zerrt entsprechend an deren Psyche.

    Und dann fordert der Knilch allen Ernstes die Toleranz der Intoleranz der Kirche, weil man ansonsten intolerant sei.

    Die Drogen, die da zum Einsatz kommen, verzerren das Gehirn in Weisen, die dreidimensional nicht mehr darstellbar sind.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 KirchenaustrittAnonym
  • 09.08.2016, 19:41h
  • Gegen Hassprediger hilft nur Kirchenaustritt.

    www.kirchenaustritt.de

    Und nur Parteien wählen, die eine echte Trennung von Staat und Kirche unterstützen. Inkl. eines Stopps der Eintreibung von Kirchensteuern und ein Stopp der Zahlung der sog. "Staatsleistungen", also der Milliardenbeträge aus Steuergeldern sogar von Steuerzahlern, die eine ganz andere oder gar keine Religion haben.

    Nur stoppt man diesen scheinheiligen, menschenverachtenden Konzern, dem es nur um Macht und Geld geht.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 StewieAnonym
  • 09.08.2016, 19:54h
  • Die Katholiban wird niemals die demokratische Trennung von Staat und Kirche akzeptieren.

    Die beweisen wieder mal, dass sie eine Gefahr für Demokratie und Rechtsstaat sind.

    Wer diskriminiert und sogar zu Gewalt aufruft, gehört bestraft und nicht auch noch hofiert!

    Diese Märchen-Onkel gehören ins Heim. Wir haben die Fakten auf unserer Seite und weil sie keine Fakten vorweisen können, hetzen sie aufs Übelste.
  • Antworten » | Direktlink »