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Rodrigo Duterte gilt als eine Art philippinische Version von Donald Trump

Der Wutanfall von Rodrigo Duterte führt zu diplomatischen Verstimmungen zwischen den Philippinen und den Vereinigten Staaten.

Der neue philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat mit einer homophoben Attacke auf US-Botschafter Philip Goldberg für Entrüstung gesorgt. Duterte hatte bei einer Veranstaltung in Cebu City am Freitag Goldberg persönlich angegriffen, weil sich der Diplomat in innerphilippinische Angelegenheiten eingemischt habe. Der 71-Jährige sagte: "Wie Sie wissen, kämpfe ich gegen den Botschafter [von US-Außenminister John Kerry]. Seinen schwulen Botschafter, diesen Hurensohn. Ich bin von ihm angepisst." Er nutzte dabei den Begriff "Bakla" auf Tagalog, der meistgesprochenen Sprache der Philippinen. Das Wort wird mit schwul oder abwertend "weibischer Mann" übersetzt.

Grund für die Wut des Präsidenten ist offenbar die Kritik Goldbergs an einem Vergewaltigungs-"Witz" Dutertes während des Wahlkampfes. Der damalige Kandidat hatte im April erklärt, er hätte gerne eine 1989 in seiner Heimatstadt getötete "wunderschöne" Missionarin aus Australien vergewaltigt. Die Frau war bei einem Gefängnisaufstand sexuell missbraucht und ermordet worden.

Neben Goldberg kritisierte auch die australische Botschafterin diese Äußerung scharf. Für Duterte war die Kritik des US-Vertreters aber unentschuldbar: "Er hat sich mit seinen Statements in die Wahlen eingemischt. Das hätte er nicht tun sollen", so der Präsident.

USA bestellte philippinischen Botschafter ein

Das US-Außenministerium bestellte als Reaktion auf die Äußerungen Dutertes am Montag den philippinischen Botschafter ein. Ein Regierungssprecher in Manila bestätigte die Einbestellung, betonte aber, dass die bilateralen Beziehungen gut seien.

Die rund 100 Millionen Einwohner zählenden Philippinen waren bis 1946 eine amerikanische Kolonie. Heute ist das asiatische Land für das US-Militär ein wichtiger strategischer Partner.

Duterte wurde erst im Mai zum Staatschef gewählt. Der Populist sorgte mit martialischen Sprüchen immer wieder für Irritationen. Als Bürgermeister der Inselstadt Davao werden ihm außerdem Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. So soll er mit Todesschwadronen Jagd auf Kriminelle gemacht haben. Als Präsident hat er ebenfalls der Kriminalität den Kampf angesagt und Polizisten und Bürger aufgefordert, Verbrecher ohne Verfahren zu töten. Duterte machte im Wahlkampf auch LGBT-Aktivisten Hoffnung, nachdem er gesagt hatte, dass er keine Probleme mit der Ehe für alle habe. Er stellte aber auch klar, dass er diesem Thema keine Priorität einräumen werde. (dk)



#1 LGBTRightsAnonym
  • 10.08.2016, 17:58h
  • Bevor die Philippinen 1902 eine US-amerikanische Kolonie wurden, gehörten sie vorher sehr lange zu Spanien (1565 - 1896):

    de.wikipedia.org/wiki/Philippinen

    Nun aber zum Artikel: was sich der Präsident des Inselstaates geleistet hat, ist unentschuldbar und darum kann ich die Reaktion der USA, nämlich den philippinischen Botschafter einzubestellen, ganz gut nachvollziehen!
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#2 Roman BolligerAnonym
  • 11.08.2016, 00:07h
  • Da haben sich die Filipinos und Filipinas aber, politisch korrekt ausgedrückt, ein Riesen-Arschloch zum Präsidenten gewählt. Sind die wirklich so unterbelichtet?
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#3 USAAnonym
  • 11.08.2016, 10:23h
  • So etwas haben die USA eventuell auch bald als Präsidenten. Nämlich Donald Trump.
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