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  • 12.08.2016, 07:02h           95      Teilen:   |

Mossul

IS wirft wieder "Schwulen" in den Tod

Artikelbild
Ein Ausschnitt aus dem neuen IS-Video. Bilder, die die Hinrichtungen selbst zeigen und zur Propaganda und Kämpfer-Anwerbung dienen, zeigt queer.de bewusst nicht.

Die Terrororganisation will im Irak einen Mann wegen Homosexualität hingerichtet haben. Zugleich verschärft sie ihre Propaganda gegen "Sodomiten".

Von Norbert Blech

In der irakischen Millionenstadt Mossul will der "Islamische Staat" wieder einen Mann wegen angeblicher homosexueller Handlungen sowie einem "Verderben der Gedanken" getötet haben.

Ein in den Netzwerken der Terrororganisation veröffentlichtes Video zeigt, wie ein Kämpfer vor einem vor allem aus Kindern und Jugendlichen bestehenden (Zwangs?-)Publikum das Urteil verliest und die Zuhörer davor warnt, selbst homosexuelle Akte zu begehen, die im vom IS ausgerufenen "Kalifat" verboten seien. Dann wird ein Mann mit verbundenen Augen von einem mehrstockigen Gebäude geworfen.

Es ist unklar, wann die Aufnahmen entstanden sind. Zuletzt hatte es Berichte gegeben, dass IS-Kämpfer nach und nach aus der letzten kontrollierten Großstadt im Irak flüchteten – eine Großoffensive der irakischen Armee und ihrer Verbündeten könnte in den nächsten Wochen starten.

Der "Islamische Staat" hatte in den letzten Jahren in den besetzten Gebieten Syriens und des Iraks dutzende Männer aufgrund unterstellter homosexueller Handlungen öffentlich hingerichtet, die meisten durch einen Wurf vom Dach oder durch Steinigung. Insgesamt soll der IS in Syrien und im Irak tausende Menschen ermordet haben. In seinem "Strafrecht" sieht er die Todesstrafe neben Homosexualität unter anderem auch für Ehebruch, den Abfall vom islamischen Glauben und das Spionieren für den Gegner vor (queer.de berichtete).

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IS-Hetzschrift könnte Gewalt gegen Homosexuelle antreiben

Die aktuelle Ausgabe des IS-Magazins sorgte für Spott, da sie – u.a. neben Bildern wegen angeblicher Homosexualität Gesteinigter – einen Terroristen zeigt, der liebevoll ein Kätzchen im Arm hält. An der Gefährlichkeit des Propaganda-Hefts besteht kein Zweifel
Die aktuelle Ausgabe des IS-Magazins sorgte für Spott, da sie – u.a. neben Bildern wegen angeblicher Homosexualität Gesteinigter – einen Terroristen zeigt, der liebevoll ein Kätzchen im Arm hält. An der Gefährlichkeit des Propaganda-Hefts besteht kein Zweifel

In den letzten Monaten waren die Meldungen über die Hinrichtungen mutmaßlicher Homosexueller durch den "Islamischen Staat" allerdings seltener geworden. Die vor wenigen Tagen erschienene neue Ausgabe des englischsprachigen Hochglanzmagazins der Terrororganisation, "Dabiq", geht dafür auf mehreren Seiten ausgiebig auf den Kampf gegen Homosexuelle ein (andere Passagen betreffen die Anschläge in Deutschland oder den verstärkten Kampf gegen die katholische Kirche).

Der IS zitiert zur Rechtfertigung seiner Taten eine Allah zugeschriebene Stelle im Koran zur Steinigung Homosexueller, die auf die alttestamentarische Geschichte über Lot und Sodom und Gomorrha Bezug nimmt, sowie die Levitikus-Todesstrafen-Passage direkt aus dem Alten Testament. Zugleich wird der Papst kritisiert, der sich gar bei Homosexuellen entschuldige, statt die Kirchendoktrin zu vertreten, dass sie unmoralisch handelten.

Der Anschlag auf das "Pulse" habe auf "Sodomiten" gezielt, zugleich aber auch allgemein gegen westliche Ungläubige und "Kreuzzügler", die Muslime und den Islam bekriegten, sowie gegen Staaten, die sich von der Religion lösten und im Rahmen eines säkulären, "pervertierten" Liberalismus etwa "'Homosexuellenrechte' tolerieren und gar unterstützen". Wer diese "dreckigen Sünden und Verbrechen", darunter auch Drogen oder Glücksspiel, kritisiere, werde gar lächerlich gemacht, beklagt der IS.

Diese Zitate stammen aus einem Artikel mit der Überschrift "Warum wir euch hassen", der sich wie der Rest des Magazins vor allem an einzelne Muslime weltweit richtet, die vielleicht keinen direkten Anschluss an den IS haben, sich aber über das Internet radikalisieren lassen könnten. So wie es im Fall des "Pulse"-Attentäters gewesen sein könnte, der in dem Magazin als "Bruder" und "Gotteskämpfer" gefeiert wird.

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Tags: islamischer staat, irak, mossul, hinrichtung
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Reaktionen zu "IS wirft wieder "Schwulen" in den Tod"


 95 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
12.08.2016
07:59:12
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(-3, 15 Votes)

Von OutAndProud


An diesen Wichsern kann mal sehen, wohin schwuler Selbsthass so führen kann.

Nicht verarbeitete Beschneidungstraumata und nicht genug Rückgrat, zu sich selbst zu stehen sondern einer menschenfeindlichen Religionsideologie nachlaufen.

Was wird das für eine Enttäuschung im Paradies - 70 Jungfrauen und immer noch schwul.


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#2
12.08.2016
08:21:54


(-2, 8 Votes)

Von GeorgG
Aus Berlin
Mitglied seit 13.05.2016


Würde die katholische Kirche die Todesstrafe so vollziehen, wie es das Alte Testament vorschreibt, gäbe es Bilder wie die vom IS, der den Koran so auslegt, dass man die Todesstrafe gegenüber Schwulen anwenden kann.
Wir in Europa sind Gott-sei-Dank zivilisatorisch ein gutes Stück weiter als der Steinzeit-Islam des IS.


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#3
12.08.2016
08:27:28
Via Handy


(+2, 10 Votes)

Von Orthogonalfront


Ich würde gerne die ganzen IS Typen vom Dach schmeißen.


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#4
12.08.2016
08:43:24
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(+5, 11 Votes)

Von Pfote
Antwort zu Kommentar #2 von GeorgG


Stimmt, noch haben wir die Pius Brüder einigermaßen unter Kontrolle. Hoffe ich zumindest.

Wir können froh sein, dass die katholische Kirche Menschen, die eine ELP eingehen, nur den Arbeitsplatz kündigt. *Ironie off*


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#5
12.08.2016
08:57:40


(+7, 9 Votes)

Von Frankfurterin
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Antwort zu Kommentar #1 von OutAndProud


... immerhin gehen im islamischen Paradies "ewig junge Knaben umher mit Trinkschalen und Krügen und einem Becher aus einem Quell" ...

(Nachzulesen in Sure 56, Vers 17 und 18:
Link:
islam.de/13827.php?sura=56)


Auch DIE WELT berichtete im Juni, die islamische Homophobie sei keineswegs "schon immer dagewesen" - vielmehr habe es im frühen Islam eine reiche Kultur gleichgeschlechtlicher Liebe (unter Männern) gegeben:

Link zu www.welt.de


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#6
12.08.2016
09:05:08
Via Handy


(+5, 7 Votes)

Von markusbln11


Warum werden die grossen religions-gemeinschaften immer nur von menschen beherrscht, die angst, verachtung und niedertracht predigen anstatt nächstenliebe unf bamherzigkeit?

Einen universellen machtanspruch über jeden und alles ohne jedweden respekt vor dem einzelnen darf es nicht länger geben.


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#7
12.08.2016
09:18:32
Via Handy


(+1, 7 Votes)

Von Orthogonalfront
Antwort zu Kommentar #5 von Frankfurterin


Genauso wie früher die Kirche Hexen verbrannte und zu Kreuzzügen aufrief. Doch wichtig ist, was HEUTE der Fall ist!


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#8
12.08.2016
09:34:06


(0, 4 Votes)

Von Petrillo
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Es wird wohl Zeit, dass ER/SIE/ES mal die Reset-Taste für die Menschheit drückt...


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#9
12.08.2016
09:36:14


(-1, 9 Votes)

Von falken42
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ach ja der IS, ein guter feind am morgen vertreibt kummer und sorgen.
liebe orthoganalfront, dir ist schon bekannt dass der IS von den monarchien am golfstaat und mittel- und unmittelbar von USA und letztlich auch uns geboren, gefüttert und am leben gehalten wird? - also wenn du jemand "von dach schmeißen" willst, brauchst du nicht bis nach syrien oder irak fahren....

wirft auch ein nettes licht auf unsere werte, für die wir von afghanistan über lybien bis nach lateinamerika denn schon mal mit der waffe in der hand krieg führen. wie wärs wenn sigmar gabriel mal damit droht nach saudi-arabien und/oder IS keine waffenlieferungen mehr zu genehmigen, weil da schwule reihenweise gefoltert und getötet werden - mit schwertern und so... - ach ich vergass gabriel ist SPD, also menschenrechte nur auf sonntagsreden zusammen mit seiner staatratsvorsitzenden.


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#10
12.08.2016
09:43:25


(+3, 13 Votes)

Von Frankfurterin
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Antwort zu Kommentar #7 von Orthogonalfront


"Ich würde gerne die ganzen IS Typen vom Dach schmeißen."

HEUTE willst du dich, wie du in Kommentar #3 darlegst, mit "den IS Typen" moralisch auf eine Stufe stellen.

Sehr fortschrittlich.


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