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  • 16.08.2016, 12:35h           22      Teilen:   |

"Einfach nicht mehrheitsfähig"

Deutscher Sportfunktionär: Synchronschwimmen für viele zu "gay"

Artikelbild
Ein Synchronschwimmer bei den World Outgames 2009 in Kopenhagen (Bild: flickr / Janus Bahs Jacquet / cc by 2.0)

DSV-Generalsekretär Jürgen Fornoff glaubt nicht, dass Synchronschwimmen mit Männern olympisch wird, weil viele den Sport für zu schwul hielten.

Männer werden wohl in absehbarer Zeit nicht am olympischen Synchronschwimmen teilnehmen. Das meinte der langjährige Generalsekretär des Deutschen Schwimm-Verbandes, Jürgen Fornoff, laut "Sportinformationsdienst" gegenüber der Tageszeitung "taz".

Fornoff hält die Öffnung für Männer für "einfach nicht mehrheitsfähig". In vielen Verbänden führe der "Anruch des Gay" zu einer Verweigerungshaltung. Er selbst sprach sich aber für eine Öffnung aus und erklärte, das Internationale Olympische Komitee könne sich nicht ewig verweigern: "Irgendwas wird kommen."

Synchronschwimmen ist bei der Olympiade neben der Rhythmischen Gymnastik die einzige Sportart, bei der Männer wegen ihres Geschlechts ausgeschlossen werden. Dabei entstand das Synchronschwimmen Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland eigentlich zunächst als reine Männersportart. Der erste Wettkampf fand 1891 in Berlin statt, damals unter dem Namen "Wasserballett".

Der Sport entwickelte sich aber später schnell zur Frauendomäne. 1984 wurde Sycnhronschwimmen olympisch, aber Männer durften nicht antreten. Bei der Schwimm-Weltmeisterschaft 2015 im russischen Kasan wurde immerhin erstmals ein Mixed-Wettbewerb zugelassen – es durften also ein Mann und eine Frau gemeinsam antreten.

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Russland: Synchronschwimmen ist weiblich

Das gemischte Duett führte aber zu den üblichen Abwehrreaktionen: So erklärte der russische Sportminister Witali Mutko damals, dass es sich bei Synchronschwimmen um einen "rein weiblichen Sport" handle und Russland auch den Mixed-Wettbewerbe ablehne. Der Putin-Getreue, der trotz des russischen Dopingskandals weiterhin im Amt ist, hatte in der Vergangenheit immer wieder vor Homo-"Propaganda" gewarnt (queer.de berichtete).

Männer-Synchronschwimmen gibt es als Wettbewerb lediglich bei Spezialevents oder LGBT-Veranstaltungen wie den Gay Games, den Eurogames und den World Out Games. Bereits bei der letzten Olympiade in London hatte der Dachverband "Federation of Gay Games" an das Internationale Olympische Komitee appelliert, endlich auch Männer bei dieser Sportart zuzulassen. Eine Antwort haben die Aktivisten nicht erhalten. (dk)

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Tags: sport, olympische spiele, synchronschwimmen
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Reaktionen zu "Deutscher Sportfunktionär: Synchronschwimmen für viele zu "gay""


 22 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
16.08.2016
12:48:58


(+12, 14 Votes)

Von qqqqqq


Wenn es Frauen dürfen, dann sollten es auch Männer dürfen. Und umgekehrt.

Es gibt keine Sportart, die nur für ein Geschlecht bestimmt ist. Es gibt nur stereotype Vorurteile in Köpfen von Funktionären.

Ich finde es ja sowieso blöd, dass viele Sportarten von Olympia ausgeschlossen werden. Zum Beispiel auch Schach oder Billard.


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#2
16.08.2016
12:51:36


(+15, 17 Votes)

Von UrsaMajor


"Anruch des Gay":

bedeutet nichts anderes, als dass männliche Homosexualität als "anrüchig", also stinkend, empfunden wird.

Meines Erachtens stinken jedoch vielmehr die Faulgase der Homophobie.
Braun und verwesend.


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#3
16.08.2016
13:02:33


(-15, 17 Votes)

Von Patroklos
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Herr Fornoff sollte mal schön die Füße stillhalten, denn die deutschen Schwimmer haben nämlich bei den Olympischen Sommerspielen eher nach dem Motto "Dabeisein ist alles" teilgenommen und wie in London vor vier Jahren nicht einmal eine einzige Medaille gewonnen! Der DSV sollte erst einmal mit eisernem Besen kehren und die Verantwortlichen für das Debakel im hohen Bogen rausschmeißen!


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#4
16.08.2016
13:39:56


(-3, 11 Votes)

Von der funktionär


Zu "gay"? Wohl kaum. Aber die große Mehrzahl der Zuschauer will sich an spärlich bekleideten Weibern aufgeilen.


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#5
16.08.2016
14:37:12
Via Handy


(+7, 9 Votes)

Von falken42
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Fast alle sportarten haben ne erotische Komponente. Ob ringen, turmspringen bis fussball.

Und vieles dacon kommt ausgesprochen schwul daher. Nur leute mit scheuklappen verweigern sich selbst und anderen diese erkenntnis. Die welt und insbesonders der sport sind viel schwuler allgemein nichtheteroer als der gemeine hetero sich eingestehen möchte.


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#6
16.08.2016
15:16:07


(+7, 9 Votes)

Von MichaelTh
Profil nur für angemeldete User sichtbar


""Anruch des Gay""

Selten ne blödere Formulierung gehört! Klingt wie ein falscher Satz aus ner spammail...

"Wollen vermeidet Anruch des Gay in bett von Frau mus Nehmen pille blau Fur stark und lang!"


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#7
16.08.2016
15:29:50


(+11, 11 Votes)

Von sponti


interessant, dass z.B. gewichtheben für Frauen nicht für zu lesbisch gehalten werden.

aber wehe kerle kommen zu schwul daher - wieder mal zum kotzen


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#8
16.08.2016
16:31:47


(+10, 10 Votes)

Von Komischer Vogel


Mal wieder das Team/Manschaftssport problem.

In Einzelsportarten (zum beispiel Eiskunstlaufen, Kunstspringen) stören sich kaum Leute daran welche Privatvorlieben Atleten haben könnten.

Aber die Vorstellung das 2 oder mehr Männer gemeinsam etwas ästetisches aufführen könnten ist mal wieder zu viel.

Ist doch genau die selbe bigotte denkweise die wiederum zum Beispiel Beachvolleball Spielerrinnen aufzwing wie viel Haut sie mit offizellen Wetbewerbstrikos zu zeigen haben.


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#9
16.08.2016
17:30:14
Via Handy


(+10, 10 Votes)

Von markusbln11


Es ist unmöglich, dass so etwas aus dem munde eines deutschen sportfunktionärs zu hören ist.

Wir finanzieren diese jungs über unsere steuern, rundfunkbeiträge, gebühren ...

Und dann müssen wir uns dafür noch beleidigen lassen. Als nicht vorzeigbar deklarieren, nicht olympisch deklassieren. Das bedarf einer entschuldigung und sportlichen klarstellung. Auch übet herrn vesper.


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#10
16.08.2016
17:42:25


(+9, 9 Votes)

Von qqqqq


Es gibt ja auch Eiskunstlauf der Männer, was auch olympisch ist, wo es auch darauf ankommt sich besonders kunstvoll und ausdrucksstark in bzw. auf einem Element (Eis) zu bewegen.

Also kann ich nicht verstehen warum Synchronschwimmen der Männer, wo es auch darauf ankommt sich besonders kunstvoll und ausdrucksstark in bzw. auf einem Element (Wasser) zu bewegen, nicht auch olympisch sein sollte.

Vielfalt, Diversität, Aufgeschlossenheit, Offenheit usw. sind offenbar Fremdwörter für die Verantwortlichen der Weltsportverbände.

Olympia sollte doch ein friedliches Sportfest sein, bei dem die Vielfalt des Sports gefeiert, die Verschiedenheit der Menschen und Sportler genauso unterstrichen wird wie das Gemeinsame, das Menschsein, das Zusammenhalten, der olympische Spirit, der Wunsch nach Frieden, etc.

Es sollte viel mehr Sportarten geben, auch mehr Denksportarten wie Schach, mehr Präzisionssportarten wie Billard, mehr körperliche Sportarten, mehr von allem. Je vielfältiger, desto besser. Gerade bei Sportarten, bei denen die Wettkämpfe sehr leicht zu organisieren sind, weil man kein Schwimmbecken, kein Stadion oder keinen großen Parcours benötigt, verstehe ich nicht wieso diese nicht in die olympischen Spiele integriert sind. Z. B. brauch man für die Präzisionssportart Dart nicht viel mehr als eine Dartscheibe und Pfeile. Für Schach braucht man nur Schachbrett und Figuren. Für Billard nur einen Billardtisch, Kugeln und Queues etc. Das sollte wahrlich nicht so schwer sein das zu organisieren. Warum das nicht olympisch ist, ist mir schleierhaft. Ist doch egal ob manche Sportarten eher Nischensportarten sind. Synchronschwimmen und Dressurreiten sind ja eigentlich auch eher Nischensportarten und nicht so die Publikumsmagneten... und trotzdem olympisch...


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