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  • 18.08.2016, 04:40h           10      Teilen:   |

Polizeibericht

Berlin: Mann in Frauenkleidern gegen die Brust getreten

Artikelbild
Tatort Alexanderplatz: Anders als in anderen Städten informiert die Berliner Polizei explizit über Straftaten mit homo- oder transphobem Hintergrund (Bild: flickr / Mike / cc by 2.0)

Auf dem Berliner Alexanderplatz kam es in der Nacht zum Mittwoch erneut zu einem Fall von LGBT-feindlicher Gewalt.

Die Berliner Polizei wurde in der Nacht zu Mittwoch zu einer Körperverletzung im Bezirk Mitte alarmiert. Ein 19-Jähriger zeigte dort laut Polizeibericht an, dass kurz vor Mitternacht ein Unbekannter auf dem Alexanderplatz von hinten an ihn herangetreten sei und ihn zunächst angesprochen habe.

Als der Fremde bemerkt habe, dass der 19-Jährige ein Mann ist, soll er ihm mit der Hand ins Gesicht geschlagen und mit dem Fuß gegen die Brust getreten haben. Zeitgleich soll er ihn beleidigt haben. "Der 19-Jährige sieht aus wie eine Frau und trug Frauenkleidung", heißt es im Polizeibericht.

Die alarmierten Beamten konnten noch vor Ort einen 19-jährigen Verdächtigen vorläufig festnehmen. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts der Körperverletzung und der Beleidigung ermittelt. Das Opfer lehnte eine ärztliche Behandlung ab.

Bereits im vergangenen Monat waren am Berliner Alexanderplatz drei schwule Männer mit Fäusten attackiert worden (queer.de berichtete). Erst vor wenigen Tagen kam es dort erneut zu einem homophoben Übergriff (queer.de berichtete). (cw)

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Tags: polizeibericht, berlin, körperverletzung, homophobe gewalt, alexanderplatz, beleidigung
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Reaktionen zu "Berlin: Mann in Frauenkleidern gegen die Brust getreten"


 10 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
18.08.2016
11:00:03


(+6, 8 Votes)

Von Yannick


Kann eigentlich noch irgendwer ignorieren, dass homophobe Gewalt massiv zunimmt in Deutschland?

Und wir reden hier von Berlin, der ehemaligen Homo-Hochburg.

Dass die Politik nicht schnellstens gegensteuert, sondern tatenlos zusieht, ist ein Skandal.


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#2
18.08.2016
12:08:41


(+6, 6 Votes)

Von falken42
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von Yannick


solange viele von uns sich selbst die welt schönreden, können wir kaum realismus von heteros erwarten.


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#3
18.08.2016
20:53:47


(-6, 10 Votes)

Von GeorgG
Aus Berlin
Mitglied seit 13.05.2016


Um Mitternacht allein auf dem Alexanderplatz
herum zu laufen, ist schon für einen "normal" gekleideten Mann nicht ungefährlich. Ein Mann in Frauenkleidung zieht dort geradezu Kriminelle an.
Deswegen gibt es solche Meldungen fast wöchentlich.


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#4
18.08.2016
21:04:41


(+5, 7 Votes)

Von UrsaMajor
Antwort zu Kommentar #3 von GeorgG


Typisch empathielose Täter-Opfer-Umkehr.


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#5
18.08.2016
21:59:55


(+1, 9 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von GeorgG


""Um Mitternacht allein auf dem Alexanderplatz
herum zu laufen, ist schon für einen "normal" gekleideten Mann nicht ungefährlich.""..

Ich bin dort auch schon einige Dutzend Male um die gleiche Zeit gewesen..
Auch an anderen "gefährlichen Plätzen"..

Deine Täter-Opfer-Umkehr bleibt UNSINN !
Denn vielleicht hatte ich auch einfach nur Glück..

""Ein Mann in Frauenkleidung zieht dort geradezu Kriminelle an.""..

Ach ? Echt ?
Liegt das dann an der "Frauenkleidung", oder daran, das sich "kriminelle" von dieser Kleidung "besonders angezogen" fühlen ?

Deine Empathielosigkeit wird nur noch durch wirklich dummen Kommentare hier getoppt..
Unfaßbar !


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#6
18.08.2016
22:04:07


(+7, 9 Votes)

Von trans_alliance
Mitglied seit 22.10.2016


... ob Fetisch oder mehr - die Berliner Polizei wird aufgefordert, den Vorfall als "transphob" im System zu dokumentieren.

Wir fordern in ganz Deutschland von der Bundespolizei, sowie den Polizei'en der Länder, dass homophobe, transphobe Vorfälle detailliert ohne spezielle Aufforderungen, im EDV System dokumentiert werden, damit die wahren statistischen Fakten auch von Deutschland auswertbar sind.


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#7
18.08.2016
22:05:07


(-4, 6 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #2 von falken42


""solange viele von uns sich selbst die welt schönreden, können wir kaum realismus von heteros erwarten.""..

Ich halte solche Typen ja nicht wirklich für "Heteros"..
Ich halte solche Typen für gewalttätige Arschlöcher..

Wenn das nun kein "junger Mann in Frauenkleidung" gewesen wäre..
Was wäre dann passiert ?
Eine "Anmache" zur besten Zeit ?
Ein Angebot für "20,-- Euro" mal mitzugehen ?
Eine Einladung auf einen Drink ?


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#8
18.08.2016
22:05:58


(0, 6 Votes)

Von GreorrrG
Antwort zu Kommentar #3 von GeorgG


"Ein Mann in Frauenkleidung zieht dort geradezu Kriminelle an"
So wie im Vatikan?


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#9
18.08.2016
23:11:53


(+4, 10 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von GeorgG


'Genau, und wenn die Schlampen unbedingt Miniröcke anziehen wollen, dürfen sie sich nicht wundern, wenn sie vergewaltigt werden. Die fordern das doch geradezu heraus. Da kann ein echter Kerl doch gar nich anders.'

Willkomen in der menschenverachtenden 1950er Spießerwelt eines GeorgG.


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#10
19.08.2016
11:13:10


(+5, 5 Votes)

Von falken42
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Antwort zu Kommentar #7 von TheDad


ich meinte nicht die täter sondern unsere sich als mehrheit fühlenden mitmenschen die derlei verbrechen weder vom gesetz noch von der veröffentlichen meinung her angemessen betrachten.
meldungen wie diese schaffen es kaum mal über queer.de hinaus ...


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