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  • 18.08.2016, 13:40h           52      Teilen:   |

Tony Perkins

Strafe Gottes? Flut zerstört Haus von Homo-Hasser

Artikelbild
Tony Perkins bei einem Auftritt beim republikanischen Nominierungsparteitag im Juli, bei dem er für die Wahl von Donald Trump warb

Der amerikanische Aktivist Tony Perkins betont gerne, dass Gott wegen Homosexualität verärgert ist und sich deshalb mit Naturkatastrophen rächt. Doch jetzt wurde er selbst Opfer einer Flut.

Ein Hassprediger ist vorübergehend obdachlos: Eine Flut von "fast biblischen Ausmaßen" habe sein Haus im US-Bundesstaat Louisiana zerstört, so der Chef des homophoben "Family Research Council" diese Woche in einer von seiner Organisation produzierten Radiosendung. Deshalb müsse er nun mit seiner Familie die nächsten sechs Monate in einem Campingwagen leben.

Diese Nachricht führte in vielen sozialen Netzwerken in den USA zu Kommentaren voller Häme und Schadenfreude, weil Perkins selbst immer wieder erklärt hatte, dass der christliche Gott aus Empörung über Homosexualität Naturkatastrophen auf die Erde schicke. So vertrat Perkins vergangenes Jahr in seiner Radiosendung die These, dass Hurrikan Joaquin, der im Südosten der USA für erhebliche Schäden sorgte, ein Zeichen von Gottes Rache für die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben sei.

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Perkins: Eine "ermutigende spirituelle Übung"

Freilich betonte Perkins, dass Gott in seinem Fall etwas anderes im Schilde führe. Er bezeichnete die Zerstörung seines Eigenheims als "unbegreifliche und ermutigende spirituelle Übung, um jemanden auf die nächste Ebene in seiner Beziehung mit einem allmächtigen und barmherzigen Gott zu bringen, der gute Arbeit macht".

Bei den Überschwemmungen im südlichen Louisiana, den schlimmsten in der Geschichte des Bundesstaates, sind mindestens 40.000 Häuser beschädigt oder zerstört worden, mindestens 13 Menschen verloren ihr Leben.

Tony Perkins und sein "Family Research Council" gehören zu den homophobsten Lobbygruppen der USA. Die millionenschwere Organisation wird vom "Southern Poverty Law Center" als Hassgruppe eingestuft. Perkins ist immer wieder durch extrem homophobe Äußerungen aufgefallen. So bezeichnete er Kindesmissbrauch als "homosexuelles Problem", warf LGBT-Aktivisten vor, mit dem Teufel zu paktieren, und begrüßte sogar den Plan von Uganda, Homosexuelle zu exekutieren, als "lobenswert".

Mit dieser Agenda hat Perkins innerhalb der republikanischen Partei einen bedeutenden Einfluss: So gehörte dem 112-köpfigen republikanischen Ausschuss an, der über das republikanische Parteiprogramm beraten hat. In dieser Position setzte er sich vor allem für die Einschränkung von LGBT-Rechten ein (queer.de berichtete).

Homo-Hasser mit christlichem Hintergrund führen immer wieder Naturkatastrophen als Zeichen für die Strafe Gottes an. Besonders populär war Hurrikan Katrina, der 2005 große Teile von New Orleans zerstört hatte, das vielen Erzkonservativen als Sündenpfuhl gilt.

Auch im deutschen Sprachraum gibt es diese Einschätzung: So erklärte der von Papst Benedikt XVI. zum Linzer Weihbischof ernannte Priester Gerhard Maria Wagner im Jahr 2009, dass auch er an die göttliche Bestrafung von New Orleans glaube. Er sagte damals in einem Zeitungsinterview: "Eltern strafen ja auch ihre Kinder – und das hoffentlich aus Liebe. Warum soll Gott nicht auch ein Signal setzen? In der Heiligen Schrift haben wir ganz klar das Prinzip des strafenden Gottes" (queer.de berichtete). Nach Protesten über derartige Äußerungen verzichtete Wagner schließlich auf den Bischofsposten (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: family research council, tony perkins
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Reaktionen zu "Strafe Gottes? Flut zerstört Haus von Homo-Hasser"


 52 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
18.08.2016
13:53:27


(+12, 14 Votes)
 
#2
18.08.2016
14:29:48


(+15, 15 Votes)

Von fink


"In der Heiligen Schrift haben wir ganz klar das Prinzip des strafenden Gottes"

Damit hat der Mann recht, aber es ist ein wenig verharmlosend. Würde sich ein Mensch so aufführen wie der Gott des Alten Testaments, dann säße er im Knast oder in der geschlossenen Psychiatrie. Und würde die Bibel nach den Maßstäben weltlicher Literatur behandelt, (die sie ja genaugenommen auch ist), dann stünde sie auf dem Index für jugendgefährdende Medien.

Leider werden die menschenfeindlichen Texte und Traditionen des Christentums immer noch als "unser kulturelles Erbe" behandelt und unter den Schutz religiöser Sonderbehandlungen gestellt. So gelingt uns natürlich auch keine wirklich glaubwürdige Distanzierung von diesem Erbe.

Leute wie Perkins und Co. sind nur die Spitze eines Eisbergs von Problemen, die viel tiefer reichen.


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#3
18.08.2016
14:34:21
Via Handy


(-17, 19 Votes)

Von Negativismus


Gott prüft den Mann, und wenn er standhaft bleibt im Glauben, hat er mit allem Recht. Auf dass er bald wieder ein Haus hat, der gute Mann


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#4
18.08.2016
15:02:49


(+5, 7 Votes)

Von Peer


Das ist dann wohl Gottes Strafe für homophobe Hetze und das Schüren von Hass...


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#5
18.08.2016
15:05:24


(-10, 14 Votes)

Von Tommy0607
Aus Etzbach (Rheinland-Pfalz)
Mitglied seit 28.10.2015


Wenn Gott es so macht , dann würde er Menschen strafen wegen Unmenschlichkeit , Intoleranz, Rassismus , Homophobie sowie Zerstörrung des Planeten . Da Gott aber ein gütiger Gott ist , und seine alle seine "Kinder " liebt , straft er sie nicht . Das hat er einmal bei der Sintflut gemacht und da hat ER gesagt , dass er sowas nie wieder macht . Für Umweltkatastrophen ist die Spezies Mensch selbst verantwortlich . Das der "Hassprediger " da lebte , hatte er leider Pech gehabt .


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#6
18.08.2016
15:11:59


(+18, 18 Votes)

Von Granu Fink


"Er bezeichnete die Zerstörung seines Eigenheims als "unbegreifliche und ermutigende spirituelle Übung, um jemanden auf die nächste Ebene in seiner Beziehung mit einem allmächtigen und barmherzigen Gott zu bringen, der gute Arbeit macht"."

Flut? Eher gewaltige Blasenschwäche...

Ich wünsche diesem frommen Mann in seinem Leben noch ganz viele solcher ermutigender spiritueller Übungen. Ein gütiger Blitzeinschlag aus dem Arsch Gottes könnte ihn auf eine noch tiefere sprirituelle Beziehungsebene bringen.

Wollen wir hoffen, dass sein barmherziger Gott hier weiterhin gute Arbeit macht. Angesichts der heiteren Emsigkeit des funny old man in the clouds bin ich da ganz optimistisch...


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#7
18.08.2016
15:24:31


(+9, 9 Votes)

Von Stretchingmaster
Aus Essen / Holsterhausen (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 06.01.2012


Ist schon komisch, wenn wir Homosexuellen von Gott nicht so gewollt sind, warum straft er dann immer die Heterosexuellen? Wenn er uns nicht mag dann müsste er doch bei einem CSD oder auf einer Schwulen Kreuzfahrt zuschlagen mit seinen Katastrophen. Aber das macht er ja nicht.

Also wenn es wirklich so sein sollte das Gott die straft die nicht in seinem Sinne handeln, dann würde ich mir mal stark überlegen wen er immer straft und ob das evtl. was mit Homophobie, Hass, Krieg und anderen Abscheulichkeiten zu tun hat.

Schönen Tag noch


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#8
18.08.2016
15:34:25


(+5, 5 Votes)
 
#9
18.08.2016
15:41:37


(+6, 6 Votes)

Von ursus
Antwort zu Kommentar #3 von Negativismus


ich möchte hier mal eine leider in vergessenheit geratene internet-tradition wiederbeleben:

><((((*>


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#10
18.08.2016
15:44:10


(+7, 9 Votes)

Von Fredinbkk
Aus Bangkok (Thailand)
Mitglied seit 08.01.2015
Antwort zu Kommentar #5 von Tommy0607


ach wie niedlich...

...alle seine "Kinder " liebt , straft er sie nicht . Das hat er einmal bei der Sintflut gemacht und da hat ER gesagt , dass er sowas nie wieder macht .

......zu wem hat er das gesagt ,zu Dir ?
hast Du das als Audio oder gar ein Video davon ...

lass es mir zukommen ...und ich werde vielleicht,
wieder glaeubig


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