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Ralph Sterck (li.) übergab gemeinsam mit seinem Freund Kenan Bulut (re.) den Scheck an Thomas Haas vom anyway (Bild: Falk Steinborn)

Statt Geschenke wünschte sich Ralph Sterck zu seinem runden Geburtstag Spenden an das Jugendzentrum anyway.

Ralph Sterck, der Chef der FDP-Fraktion im Kölner Stadtrat, hat einen Spendenscheck in Höhe von 3.451,77 Euro an das Jugenzentrum anyway in der Kamekestraße übergeben, um dessen Flüchtlingsarbeit zu unterstützen.

Der schwule Politiker hatte das Geld vergangenes Jahr bei seiner 50. Geburtstagsfeier gesammelt. Seine Gäste hatte er damals gebeten, auf Geschenke zu verzichten und statt dessen Geld für das Projekt zu spenden, das sich insbesondere der Betreuung von lesbischen und schwulen Jugendlichen verschrieben hat. Im Jugendzentrum treffen sich regelmäßig 60 Flüchtlinge, um zusammen zu kochen, zu essen und Erfahrungen auszutauschen.

"Ich freue mich sehr, dass so viele Gäste meiner Bitte nachgekommen sind und statt etwaig zugedachter Geschenke das Jugendzentrum anyway bei seiner Flüchtlingshilfe unterstützt haben", sagte Sterck bei der Scheckübergabe. "Gerade Lesben und Schwule, die aus ihren Heimatländern fliehen, dürfen in den Flüchtlingsunterkünften nicht von neuer Diskriminierung bedroht sein und brauchen einen angstfreien Ort."

Thomas Haas vom anyway erklärte, das Jugendzentrum müsse seine Flüchtlingsarbeit in den kommenden Jahren weiter ausbauen, "denn die Probleme in der Integration kommen ja erst noch". Insbesondere werde im anyway eine neue Küche benötigt, um mit der wachsenden Zahl an Flüchtlingen gemeinsam und unter professionellen Bedingungen kochen zu können. (pm/cw)



#1 PeerAnonym
  • 18.08.2016, 15:27h
  • Schön, dass es auch in der FDP noch Menschen mit Rückgrat gibt. Die Partei als ganzes macht das aber nicht besser.
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#2 MarcAnonym
  • 18.08.2016, 16:48h

  • Wir haben Ende August. Strecke hat das Geld "letztes Jahr" gesammelt. Warum gibt er es erst jetzt so hübsch pressewirksam mit eigens gebasteltem Riesenscheck weiter?
    Richtig: wegen der Wahlen im Frühjahr.
    Das Anyway und die Flüchtlinge sind bestenfalls Mittel zum Zweck, sonst hätte er ihnen das Geld längst zukommen lassen.
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#3 HintergedankenAnonym
#4 TheDad
#5 johannes90Anonym
#6 PR-KampagneAnonym
  • 19.08.2016, 14:16h
  • Hat der sich eigentlich nur von anderen Geld spenden lassen, um sich als ach so spendabel feiern zu lassen oder auch selbst was draufgelegt?

    Im übrigen:
    wenn es einem um die Sache geht, kann man die Leute auch auffordern, direkt an die Organisation zu spenden. Aber hier ging es wohl eher um die PR...
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#7 GurkenhobelAnonym
  • 20.08.2016, 15:55h
  • Warum muss hier eigentlich schon wieder alles schlecht geredet werden?

    Anstatt sich Geld schenken zu lassen, hat er dafür gesorgt, dass es einem guten Zweck zu Gute kommt. Eine ehrenwerte Sache. Dass er seinen Nutzen ziehen will, ok, was erwartet ihr? Er ist Politiker. Als ob die mal irgendwas machen, ohne es für sich politisch zu nutzen.

    Und in welcher Partei er nun ist, ist wahrlich nebensächlich. Es macht die Partei deswegen nicht besser oder schlechter und die Aktion darüberhinaus ebenfalls nicht.

    Wenn jeder Politiker so agieren würde, wäre der Flüchtlings- und LGBT-Arbeit schon viel geholfen. Von mir aus kann dann jeder auch mit so einem Wahlkampffoto belohnt werden.
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#8 Jörg NeubauerAnonym
  • 21.08.2016, 14:04h
  • Antwort auf #7 von Gurkenhobel
  • Wäre ja super (und mutig) gewesen, wenn sich Politiker von CDU, SPD oder FDP sich schon in den 1970ern so engagiert für LGBT und Flüchtlinge engagiert hätten. Haben sie aber nicht. Heute ist das nur noch eine wohlfeile Inszenierung, eine Show mit vergrößertem Scheck.

    Wenn nur ein Promille der ganzen Möwenpick-Steuern und die Steuerersparnisse, die die FDP für ihre wohlhabende Klientel und ihren Lobbys erkämpft hat, den LGBT-Flüchtlingen gestiftet worden wäre - dann wären diese Wohltäterposen nämlich völlig überflüssig.
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