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Das markante lila Banner der Fußballfans gegen Homophobie war bereits in über 150 Stadien zu sehen

Der Berliner Verein ist der zweite Preisträger bei der diesjährigen Verleihung des Julius Hirsch Preises.

Der Deutsche Fußballbund (DFB) hat am Freitag die Julius-Hirsch-Preisträger 2016 bekanntgegeben. Eine Jury, unter anderem mit DFB-Präsident Reinhard Grindel und Liga-Präsident Reinhard Rauball, vergab den zweiten Preis an den Berliner Verein Fußballfans gegen Homophobie.

Damit solle dessen "nachhaltiges und sichtbares Engagement gegen Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit" gewürdigt werden, heißt es in einer Pressemitteilung des DFB. "In mehr als 150 Stadien national und international war das markante Vereinsbanner mit dem Kussmotiv zweier Fußballspieler in den vergangenen fünf Jahren aufgespannt. Flankiert wird das Engagement durch Bildungs- und Sensibilisierungarbeit."

Der erste Julius-Hirsch-Preisträger 2016 ist der Fanladen St. Pauli, der in der vergangenen Saison den Trikotslogan "Kein Fußball den Faschisten" initiiert hatte. Mit dem Preis ausgezeichnet werden seit 2005 Personen, Initiativen und Vereine, die sich im Stadion für Demokratie, Menschenrechte sowie den Schutz von Minderheiten einsetzen.

"Der Fußball ist Spiegelbild der Gesellschaft, leider auch zum Teil ihrer negativen Erscheinungen wie Rechtsextremismus, Diskriminierungen und Rassismus", sagte Reinhard Grindel im Anschluss an die zweistündige Jurysitzung in der Frankfurter DFB-Zentrale. "Mit dem Julius Hirsch Preis würdigen wir die vorbildliche Arbeit von vielen Menschen im und um den Fußball, die klar Position gegen jede Form von Diskriminierung, auch gegen Homophobie oder Antisemitismus, beziehen."

Der Preis, dessen Jury auch ein Enkel von Julius Hirsch angehört, wird jährlich im Namen des siebenmaligen Nationalspielers verliehen, der 1933 aus der Zeitung erfahren musste, dass die süddeutschen Spitzenvereine den Ausschluss aller jüdischen Mitglieder beschlossen hatten. 1943 wurde Julius Hirsch in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert und kehrte nicht zurück. (cw)