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  • 22.08.2016, 12:54h           52      Teilen:   |

25 Mal Edelmetall

Medaillenregen für Team LGBTI

Artikelbild
Tom Daley konnte im Synchronwasserspringen eine Bronzemedaille erringen, blieb als Einzelkämpfer aber überraschend ohne Erfolg (Bild: Instagram / tomdaley1994)

Zehn Mal Gold, elf Mal Silber und vier Mal Bronze – das ist das Ergebnis des Teams LGBTI in Rio. Die Frauen waren weit erfolgreicher: Sie holten 90 Prozent des Edelmetalls und alle Olympiasiege.

Von Dennis Klein

Die am Sonntag zu Ende gegangenen Olympischen Spiele in Rio de Janeiro zeigten die größte LGBTI-Sichtbarkeit seit dem Start des Sportevents vor 120 Jahren: Mit 55 Athleten, die sich als schwul, lesbisch oder bi geoutet hatten, gab es einen neuen Rekord. Dazu sorgten romantische Geschichten über LGBTI-Sportler weltweit für Schlagzeilen: Beispiele sind die öffentliche Verlobung der brasilianischen Rugbyspielerin Isadora Cerullo noch auf dem Feld, der Heiratsantrag von Leichtathlet Tom Bosworth am Strand von Rio oder die gemeinsame Goldmedaille der verheirateten Hockeyspielerinnen Helen und Kate Richardson-Walsh, ein völliges Novum in der olympischen Geschichte.

Insgesamt konnten die 55 Athletinnen und Athleten 25 Medaillen nach Hause bringen – fast die Hälfte der geouteten Sportler gewann also Edelmetall. Sie erzielten insgesamt zehn Goldmedaillen, davon vier für die lesbischen Basketballerinnen Seimore Augustus, Elena Delle Donne, Brittney Griner und Angel McCoughtry, die für die amerikanische Auswahl ohne Niederlage den Olympiasieg einfuhren.

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LGBTI-Sportler nur aus wenigen Ländern

Der große Erfolg weist aber auch auf ein Problem hin: Wahrscheinlich outeten sich nur die erfolgreichen Sportler, während es weiter unten viel schwerer ist. Außerdem stammten die LGBTI-Teilnehmer aus nur 15 Ländern bei 206 Teilnehmerstaaten. Die meisten kamen aus Europa und Nordamerika. Besonders dünn vertreten war Asien (ein Teilnehmer aus Indien); die Medaillienfabriken aus China (Platz zwei in der Medaillenwertung), Russland (Platz vier) und Japan (Platz sechs) hatten überhaupt kein Mitglied des Teams LGBTI dabei.

Auch haben sich viel mehr Frauen als Männer geoutet. Sportlerinnen stellten vier Fünftel aller Mitglieder des Teams LGBTI, außerdem gewannen sie fast neun Zehntel aller Medaillen. Die einzigen Männer im Team LGBTI, die Medaillen nach Hause bringen konnten, waren Briten: Die Reiter Carl Hester und Spencer Willon schafften in der Team-Dressur die Silbermedaille, Tom Daley konnte im Zehn-Meter-Synchronturmspringen Bronze holen. Alle drei Athleten waren bereits 2012 in London erfolgreich: Hester und Wilton schafften damals sogar die Goldmedaille im Team, Daley konnte sich in seinem Heimatland Bronze im Einzelwettewerb sichern.

Der erst 22 Jahre alte Daley war der wohl prominenteste Sportler im Team LGBTI. Der Brite, der bereits als 15-Jähriger die Weltmeisterschaft gewann, hatte unter anderem durch seine Beziehung mit Oscar-Preisträger Dustin Lance Black für Schlagzeilen gesorgt. Die beiden haben sich vergangenes Jahr verlobt (queer.de berichtete). Nach seinem dritten Platz im Synchronwettbewerb am Beginn der Olympiade war Daley am Samstag im Einzelwettbewerb die größte Hoffnung auf eine Goldmedaille für einen schwulen Sportler. In der Vorrunde am Vorabend, bei der er den ersten Platz belegte, hatte er seine persönliche Bestmarke verbessern können und war als klarer Favorit ins Halbfinale gegangen, erlebte dort aber einen Absturz: Nach ein paar Platschersprüngen belegte er den letzten Platz unter 18 Teilnehmern und schied überraschend aus. Er werde alles geben, um in Tokio 2020 erneut um eine Medaille zu kämpfen, sagte er danach in Interviews.

Caster Semenya holte Gold

In die Zeitungen schaffte es auch die lesbische Teilnehmerin Caster Semenya, allerdings nicht wegen ihrer sexuellen Orientierung, sondern wegen ihrer angeblichen Intersexualität, die weder von ihr noch vom Sportverband offiziell bestätigt wurde. Die Südafrikanerin konnte den 800-Meter-Lauf mit deutlichem Vorsprung für sich entscheiden und Gold holen.

Bei ihr soll bereits vor Jahren ein erhöhter Testosteronspiegel festgestellt worden sein, was ihr beim Wettkampf Vorteile verschaffen soll und was zu gehässigen Bemerkungen ihrer Konkurrentinnen geführt hat. Die 25-Jährige kommentiert allerdings die Spekulationen nicht.


Caster Semenya konnte die Konkurrenz im 800-Meter-Lauf deutlich hinter sich lassen. Bild: Instagram / pcrazy_xhirame


Semenya sagte bei einer Pressekonferenz nach ihrem Sieg, sie habe die Vorwürfe während der Olympiade einfach ausgeblendet: "Am Ende des Tages geht es nicht um andere Leute, sondern um dich selbst – deinen Kampf gegen den Rest der Welt." Sie ist die Vorwürfe gewöhnt: Die Weltmeisterin von 2009 wurde bereits vor Jahren als Mann beschimpft (queer.de berichtete).

Die beiden deutschen Teilnehmerinnen des Teams LGBTI konnten zwar keine Medaillen erobern, erreichten aber immerhin die Finalrunden in ihren jeweiligen Sportarten: Nadine Müller erreichte im Diskuswerfen Rang sechs, Martina Strutz schaffte es Stabhochsprung auf Platz neun.


Hier alle Medaillengewinner aus dem Team LGBTI:

Gold:

Nicola Adams (Großbritannien), Boxen. Sieg im Finale gegen Sarah Ourahamoune aus Frankreich.

Caster Semenya (Südafrika), 800-Meter-Lauf. Über eine Sekunde Vorsprung vor Francine Niyonsaba.

Rafaela Silva (Brasilien), Judo bis 57 kg. Finalsieg gegen Dorjsurengiin Sumiya.

Kate und Helen Richardson-Walsh und Susannah Townsend (Großbritannien), Hockey. Finalsieg gegen die Niederlande.

Seimore Augustus, Elena Delle Donne, Brittney Griner und Angel McCoughtry (USA), Basketball. Ungefährdeter Finalsieg gegen Spanien.


Silber:

Alexandra Lacrabère (Frankreich), Handball. Finalniederlage gegen Russland.

Lisa Dahlkvist, Nilla Fisher, Hedvig Lindahl und Carolina Seger (Schweden), Fußball. Finalniederlage gegen Deutschland.

Carlien Dirkse van den Heuvel und Maartje Paumen (Niederlande), Hockey. Finalniederlage gegen Großbritannien.

Sunette Viljoen (Südafrika), Speerwurf. Mit 64,92 Metern knapp vor Barbora Špotáková und Maria Andrejczyk.

Rachele Bruni (Italien), Schwimmmarathon. Musste sich im 10-Kilometer-Freischwimmen nur Sharon van Rouwendaal geschlagen geben.

Carl Hester und Spencer Wilton (Großbritannien), Dressur-Team. Die Briten landeten hinter den USA.

Bronze:

Stephanie Labbe und Marie-Eve Nault (Kanada), Fußball. 2:1-Sieg gegen den Gastgeber Brasilien im Spiel um Platz 3.

Tom Daley (Großbritannien), 10-Meter-Synchronspringen. Landete mit seinem Partner Daniel Goodfellow knapp vor dem deutschen Duo Patrick Hausding und Sascha Klein.

Jen Kish (Kanada), Rugby. Klarer Sieg gegen Großbritannien im Spiel um Platz 3.

Galerie
Team LGBTI bei den Olympischen Sommerspielen 2016

55 Bilder
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Tags: sport, olympische spiele, rio de janeiro, rio
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Reaktionen zu "Medaillenregen für Team LGBTI"


 52 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
22.08.2016
13:12:05


(+5, 7 Votes)

Von UrsaMajor


Einerseits wundervolle Nachrichten

Andererseits:
Bei 11.458 Teilnehmer_innen und einer vorsichtig geschätzten Quote von 5% hätten es wohl eher 573 LGBTI-Sportler_innen, also mehr als 10x soviel wie die Zahl der Geouteten, sein müssen.

Waren es ja vielleicht auch.

Ob eine Zeit kommen wird, in der sich alle ohne Furcht und mit Stolz outen können?


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#2
22.08.2016
13:47:49


(-5, 9 Votes)

Von Athlete


Gold, Silber und Bronze beim 800-Meter-Lauf-Finale der "Frauen" bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro gingen, wie das folgende Video zeigt, komplett an "Athletinnen", die entweder intersexuell oder hyperandrogen sind, d. h. an "Athletinnen" mit männlichem Testosteronspiegel. Die Athletinnen mit Testosteronspiegel im weiblichen Normalbereich hatten für alle Zuschauer offensichtlich erkennbar keine faire Chance gegen die Intersexuellen und Hyperandrogenen.

Youtube-Video:


Caster Semenya ist biologisch weder Frau noch Mann. Sie ist intersexuell, was eigentlich kein Geheimnis ist. Sie hat eine männliche Stimme, ein markant männliches Gesicht, eine markant männliche Köperform, innen liegende Hoden, keine Gebärmutter und keine Eierstöcke, aber eine Vagina. Durch die innen liegenden Hoden hat sie einen männlichen Testosteronspiegel und damit einen höheren Anteil an für den 800-Meter-Lauf wertvoller Muskelmasse, mehr Sauerstoffaufnahme und weitere extreme körperliche Vorteile gegenüber Teilnehmerinnen mit einem Testosteronspiegel, der im weiblichen Normalbereich liegt. Zwar kann Caster Semenya nichts für ihre Intersexualität ansich, aber sie hat wegen ihres männlichen Testosteronspiegels nunmal einen extrem großen Vorteil gegenüber allen Teilnehmerinnen mit Testosteronspiegel im weiblichen Normalbereich, den man durchaus als unfair bezeichnen kann.

Bis vor einiger Zeit musste Caster Semenya Medikamente einnehmen, die ihren Testosteronspiegel nach unten in den Normalbereich des Weiblichen drückte. Daraufhin brachen ihre Leistungen ein. Nach einer Entscheidung des Sportgesrichtshofs CAS durften alle intersexuellen und hyperandrogenen "Athletinnen" im 800-Meter-Lauf ohne testosterondrückende Medikamente, d. h. mit männlichem Testosteronspiegel an den olympischen 800-Meter-Lauf-Wettkämpfen der Frauen teilnehmen. Ihre Leistungen explodierten wieder. Das Resultat am Ende: Platz 1, 2 und 3 für die intersexuellen bzw. hyperandrogenen Athletinnen mit männlichem Testosteronspiegel.

Es gibt einen Grund, warum Männer und Frauen getrennte sportliche Wettkämpfe abhalten. Und dieser Grund heißt Testosteron, verbunden mit den Vorteilen des männlichen Körpers in Sportwettkämpfen. Männer können schneller laufen, weiter werfen, weiter stoßen, weiter springen, höher springen, haben mehr Ausdauer, mehr Muskelmasse, mehr Sauerstoffaufnahme, haben dank Testosteron in praktisch allen Aspekten extreme Vorteile gegenüber Frauen.

Meine persönliche Meinung ist, und der 800-Meter-Lauf in Rio hat das eindrucksvoll gezeigt, dass es UNFAIR ist, wenn intersexuelle Athleten mit einem männlichen Testosteronspiegel an Frauenwettkämpfen teilnehmen dürfen, weil dadurch keine annähernd gleichen Voraussetzungen für einen fairen Wettkampf gegeben sind. Frauen mit normal-weiblichem Testosteronspiegel haben gegen Athleten mit männlichem Testosteronspiegel keine Chance.

Hier ist übrigens ein Interview mit Caster Semenya:

Youtube-Video:


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#3
22.08.2016
14:12:07


(0, 2 Votes)

Von Ausdauer
Antwort zu Kommentar #2 von Athlete


Bei der Ultraausdauer nähern sich die Zeiten der Frauen und Männer wieder deutlich mehr an. Beim Weltrekord des Deca Ultratriathlons (10-fach Triathlon) ist die Zeit der Frau besser als die des Mannes:

Astrid Benöhr (1999): 187:18:37 (7,80 d)
Fabrice Lucas (1997): 192:08:26 (8,01 d)


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#4
22.08.2016
14:47:07


(+3, 3 Votes)

Von Loren
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 02.11.2013
Antwort zu Kommentar #2 von Athlete


"Being intersex, having a higher-than-normal testosterone level, doesn't give anyone a golden ticket to Olympic gold. Just like Usain Bolt's long legs and Michael Phelps' long arms, any athlete can have a strong advantage over her competitors, but it takes years of hard work and determination to get to the pantheon of their sport.

Regardless of what you believe about Semenya's chromosomes, testosterone or gender, she is where she is because of hard work and determination.

So next time you get all upset about an intersex athlete doing well, or a transgender athlete who might have some semblance, of advantage over some of her competitors, remember Dutee Chand and stop talking out of your depth."

Link zu www.outsports.com

Dutee Chand?

Link zu www.nytimes.com


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#5
22.08.2016
15:14:37


(+1, 3 Votes)

Von Weltrekord
Antwort zu Kommentar #3 von Ausdauer


Ein paar aktuelle Weltrekorde, die die unterschiedliche Leistungsfähigkeit von Männern und Frauen im Sport belegen:

100-Meter-Lauf (Männer): 9,58 s
100-Meter-Lauf (Frauen): 10,49 s

Unterschied: 9 %

200-Meter-Lauf (Männer): 19,19 s
200-Meter-Lauf (Frauen): 21,34 s

Unterschied: 11 %

400-Meter-Lauf (Männer): 43,03 s
400-Meter-Lauf (Frauen): 47,60 s

Unterschied: 11 %

800-Meter-Lauf (Männer): 1:40,91
800-Meter-Lauf (Frauen): 1:53,28

Unterschied: 12 %

10.000-Meter-Lauf (Männer): 26:17,54
10.000-Meter-Lauf (Frauen): 29:17,45

Unterschied: 11 %

Speerwurf (Männer): 98,48 m
Speerwurf (Frauen): 72,28 m

Unterschied: 36 % (eigentlich noch ein wenig größer, denn der Männerspeer ist ein wenig schwerer als der Frauenspeer)

Hammerwurf (Männer): 86,74 m
Hammerwurf (Frauen): 82,29 m

Unterschied: 5 % (eigentlich um ein Vielfaches größer, denn der Männerhammer ist fast doppelt so schwer wie der Frauenhammer)

Kugelstoßen (Männer): 23,12 m
Kugelstoßen (Frauen): 22,63 m

Unterschied: 2 % (eigentlich um ein Vielfaches größer, denn die Männerkugel ist fast doppelt so schwer wie der Frauenkugel)

Weitsprung (Männer): 8,95 m
Weitsprung (Frauen): 7,52 m

Unterschied: 19 %

Hochsprung (Männer): 2,45 m
Hochsprung (Frauen): 2,09 m

Unterschied: 17 %

Es zeigt sich also, dass bei Laufdisziplinen, sowohl im Sprint als auch Ausdauer, der Leistungsunterschied zwischen Männern und Frauen ziemlich konstant zwischen 9 bis 12 % liegt. Bei Sprungdisziplinen liegt der Unterschied ziemlich konstant zwischen 16 und 20%. Bei Wurfdisziplinen ist der Unterschied sogar noch viel größer.

Was unterscheidet Männer und Frauen? Muskelmasse, Lungenkapazität, Herzkapazität, Sauerstoffaufnahme. Wodurch werden diese Unterschiede in erster Linie hervorgerufen? Testosteron.

Man kann also nicht behaupten, dass Menschen mit einem männlichen Testosteronspiegel (Testosteronwert im medizinisch männlichen Normalbereich) auch nur annähernd ähnliche Voraussetzungen haben wie Menschen mit einem weiblichen Testosteronspiegel (Testosteronwert im medizinisch weiblichen Normalbereich).


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#6
22.08.2016
15:19:18


(+3, 3 Votes)

Von Gutmensch
Aus St. Gallen (Schweiz)
Mitglied seit 25.05.2016
Antwort zu Kommentar #2 von Athlete


Es stimmt, dass intersexuelle Frauen in gewissen Sportarten einen Vorteil haben, ich halte das aber nicht für unfair. Bei einem Wettkampf schaut man auf die Chromosomen, und somit sind das nunmal Frauen, auch wenn sie gewisse "maskuline" Eigenschaften haben.

Letzlich ist jeder Olympiasieg eine Mischung aus harter Arbeit und Genetik. In jeder Sportart sind gewisse Körpereigenschaften vorteilhaft. Turner sind klein und grazil, Gewichtsheber weniger. Phelps profitiert von seinen grossen Händen beim Schwimmen. Solange nicht geschummelt wird, gehören solche genetischen Unterschiede nunmal dazu, das gilt auch für Intersexuelle.

Aber ich frage mich, ob es in dem Zusammenhang sinnvoll ist, von "Team LGBTI" zu sprechen. Soweit ich weiss waren ja noch andere Medaillengewinnerinnen intersexuell, im Artikel wird aber nur Semenya erwähnt, weil sie lesbisch ist. Sind die also auch mitgerechnet oder nicht? Es wäre wohl einfacher, von "Team LGBT" zu sprechen und Intersexuelle nicht mitzuzählen. Es ist ja auch nicht ganz dasselbe.


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#7
22.08.2016
15:23:20


(-1, 3 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Das oberste Bild im Artikel ist nicht Tom Daley..

Und gehört nicht auch das Deutsche Damen-Fußball-Team in die Riege der Medaillen-Gewinner*innen ?
Ist dort plötzlich keine der Spielerinnen mehr out ?

Ansonsten herzliche Glückwünsche an alle Medaillen-Gewinner*innen aus dem Team LGBTI..


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#8
22.08.2016
15:51:26


(-1, 3 Votes)

Von Ausdauer
Antwort zu Kommentar #5 von Weltrekord


Ich habe auch nicht behauptet, daß es nicht so ist, nur aufgezeigt, daß es im Ultraausdauerbereich auch anders sein kann und das die Aussage von Athlete so absolut nicht immer stimmt. - nicht mehr und nicht weniger.


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#9
22.08.2016
16:00:53


(-5, 7 Votes)

Von Athlete
Antwort zu Kommentar #6 von Gutmensch


Beim Wettkampf schaut man nicht nur auf die Chromosomen, sondern auch auf die Blutwerte. Nicht ohne Grund gibt es Doping-Tests. Auch das Spritzen von Testosteron ist Doping und nicht erlaubt, weil es sich bei Testosteron um eine leistungssteigernde Substanz handelt, die den Wettbewerb unfair machen würde.

Wer also intersexuell ist und wegen innen liegenden Hoden männliche Testosteronwerte aufweist, sollte aus Fairnessgründen nicht an Frauenwettkämpfen teilnehmen dürfen.

Viele Profischwimmer haben große Hände und Füße. Aber Testosteron ist ein viel größerer Faktor, weil Testosteron den Körper in vielerlei Hinsicht wesentlich leistungsfähiger macht, angefangen von Muskulatur bis hin zu Sauerstoffaufnahme.

Jemand, der intersexuell ist, ist per Definition biologisch weder Frau noch Mann. Wenn also jemand weder Frau noch Mann ist, aber eher männliche als weibliche Testosteroneerte aufweist, dann sollte er nicht an Frauenwettkämpfen teilnehmen dürfen.

Caster Semenya könnte auch nur vorgeben sich als Frau zu identifizieren, um in Frauenwettkämpfen ihren männlichen Testosteronspiegel, ihre männliche Muskelmasse und ihre männliche Sauerstoffaufnahme auszunutzen, um mit diesem unfairen Vorteil immer zu gewinnen. Sie bräuchte in Wettkämpfen nichtmal 100 % geben um zu gewinnen. Der 800 Meter Lauf von Caster Semenya in Rio sah eher wie Joggen aus. Vielleicht hat sie bewusst Tempo rausgenommen, weil eine Sperre nach einem Fabelweltrekord dann noch wahrscheinlicher gewesen wäre, und es dann noch mehr öffentliche Kritik an ihrer Teilnahme an Frauenwettbewerben gegeben hätte. Während die klar weiblichen Athletinnen nach Überqueren der Ziellinie erschöpft, völlig platt und in Interviews danach völlig außer Atem waren, schien Caster Semenya jedenfalls überhaupt nicht erschöpft oder außer Atem zu sein.

Ich bleibe dabei, der Testosteronunterschied ist ein zu gewichtiger Faktor und führt zu einer zu großen Wettbewerbsverzerrung, die den Wettbewerb unfair macht. Man solte eine andere Lösung finden. Mit diesen Testosteronwerten sollte man nicht an Frauenwettbewerben teilnehmen dürfen.


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#10
22.08.2016
16:20:48


(-1, 5 Votes)

Von Athlete
Antwort zu Kommentar #8 von Ausdauer


Du glaubst doch nicht wirklich ernsthaft, dass Frauen in Ausdauersportarten eine faire Chance gegen Männer haben, oder?

Dein Beispiel von diesem Ultratriathlon zeigt doch schon anhand der Laufzeit von mehreren Tagen, dass da andere Aspekte eine Rolle gespielt haben. Was ist zum Beispiel mit Schlafen? Ich glaube kaum, dass man sieben Tage 24 Stunden lang jeweils sportlich durchpowern kann ohne Schlaf.

In allen Ausdauersportarten, angefangen von 800 Meter Lauf, über 10.000 Meter, Marathon bis hin zu Triathlon dominieren die Männer die Frauen wegen ihres Testosteronspiegels klar und deutlich. Deswegen gibt es ja getrennte Männer- und Frauenwettbewerbe, weil ansonsten immer Männer gewinnen würden, denn aus einer großen gemischtgeschlechtlichen Gruppe von hart trainierenden Spitzenathleten wird sich immer mindestens ein Mann gegenüber allen Frauen durchsetzen. Dank Testosteron. Alle Weltrekorde würden dann sehr deutlich von Männern gehalten werden.

Die Leistung von Caster Semenya ist, gemessen an ihrem männlichen Testosteronspiegel, noch nichtmals als spitzenmäßig einzuschätzen. Unter Männern würde sie mit der Zeit keinen Blumentopf gewinnen, aber wie gesagt, vielleicht läuft sie auch absichtlich langsamer als sie eigentlich könnte. Auffällig ist jedemfalls, dass sie die ersten 600 Meter mit den Frauen mitjoggt und dann auf den letzten 200 Meter das Tempo deutlich erhöht. Sie muss ja nur als erste ins Ziel kommen, eine Verbesserung des Weltrekords um mehrere Sekunden würde ihr ja schaden, da man sie dann mit Sicherheit ausschließen würde von zukünftigen Frauenwettbewerben, weil die Leistung dann zu offensichtlich männlich wäre.


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