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  • 22.08.2016, 14:29h           7      Teilen:   |

Hass

Schweden: Neo-Nazis verbrennen Regenbogenfahnen

Artikelbild
Schwedische Neo-Nazis zeigen stolz, dass sie mit Feuerzeugen umgehen können

Rechtsextremisten bekennen sich zum Diebstahl an Pride-Flaggen während des CSDs in Stockholm.

Eine schwedische Neonazi-Gruppe hat sich in einem Online-Video damit gebrüstet, im vergangenen Monat Regenbogenfahnen während der CSD-Saison geklaut und verbrannt zu haben. Die Rechtsextremisten von "Svenska Motståndsrörelsen" (Schwedische Widerstandsbewegung) erklärten, dass insgesamt 20 Fahnen gestohlen und "entsorgt" worden seien.

Ein Video, das bereits am Donnerstag auf Youtube hochgeladen wurde, zeigt Aktivisten der "Kampfgruppe 103" auf "Flaggenjagd" in der 30 Kilometer von Stockholm entfernten Stadt Södertälje. Sie entfernten dort Flaggen, die vor dem Rathaus anlässlich der CSD-Saison gehisst worden waren. Das Video zeigt, wie die Flaggen mit Hilfe von Brandbeschleunigern angezündet wurden.

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Youtube-Nutzer begrüßten Verbrennung der "Pädophilenflagge"

In Youtube-Kommentaren wurde die Aktion gegen die "Pädophilenflaggen" begrüßt. Mit Kommentaren wie "LBGT ist Krebs" und "Ich verachte diese Schwuchteln" zeigten Nutzer ihre Gesinnung. Ein Nutzer schrieb "88 Daumen hoch" – diese Zahl symbolisiert in der Neo-Nazi-Szene den jeweils achten Buchstaben des Alphabetes und dient somit als Abkürzung für den Gruß "Heil Hitler".

Die "Widerstandsbewegung" will nach Angaben des nationalen Nachrichtendienstes "Säkerhetspolisen" eine Revolution herbeiführen und einen totalitären nordischen Staat etablieren, in dem keine Minderheiten geduldet werden. Zu den öffentlichkeitswirksamen Aktionen gehörten auch in der Vergangenheit Flaggenverbrennungen – so fackelten Aktivisten etwa am Holocaust-Gedenktag israelische Fahnen ab.

Bereits während des CSDs in Stockholm gab es Auseinandersetzungen mit Rechtsextremisten: Aktivisten der "Nordischen Jugend" stellten sich mit einem Banner mit der Aufschrift "Schützt die Kernfamilie" und einer durchgestrichenen Regenbogenfahne vor die Parade – die Polizei löste die Aktion der Nachwuchs-Nazis auf (queer.de berichtete).

Das traditionell liberale Land Schweden, das bereits 2009 die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet hatte, erlebt derzeit einen Rechtsruck: Laut Umfragen könnten derzeit die rechtspopulistischen "Schwedendemokraten" (SD) bei Parlamentswahlen stärkste Partei werden – bis zu ein Drittel der Wähler wollen die Partei wählen, die aus der rassistischen Organisation "Schweden soll schwedisch bleiben" hervorgegangen ist. Die SD beklagt den vermeintlichen Einfluss der "Homo-Lobby" und lehnt LGBT-Rechte grundsätzlich ab. Politiker der rechtspopulistischen Partei werben für die Einführung eines Gesetzes gegen Homo-"Propaganda" nach russischem Vorbild. Parteichef Jimmie Åkesson erklärte im Vorfeld des CSDs, dass man wegen "obszönen Elementen, Nacktheit und allgemeiner Sexualisierung" nicht teilnehmen wolle. (dk)

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Tags: schweden, neo-nazis
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Reaktionen zu "Schweden: Neo-Nazis verbrennen Regenbogenfahnen"


 7 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
22.08.2016
15:07:33


(+7, 7 Votes)

Von Loren
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 02.11.2013


Eine Symbolhandlung, die zum wiederholten Mal den Hass, die Menschenverachtung und die Gefährlichkeit dieser schwedischen Nazis verdeutlicht.


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#2
22.08.2016
18:51:44


(+5, 7 Votes)

Von DannyCologne89
Aus Köln (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 17.08.2016


Unfassbar, was in Europa passiert. Nach dem Rechtsruck wird es selbst im toleranten Schweden schlimmer. Rechtsradikale kommen jetzt wieder aus ihren braunen Löchern.

Gerade jetzt ist es wichtig, Flagge zu zeigen und zusammenzustehen! Gemeinsam gegen den braunen Mob, auch hier in Deutschland.


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#3
22.08.2016
20:07:33


(+6, 6 Votes)

Von Sebi


Schon seit Jahren warnen viele Menschen, dass es immer schlimmer wird und noch ein böses Ende nehmen wird, wenn wir nicht sehr schnell gegensteuern.

Aber dann wird man ja von manchen (gerade auch LGBTI) als Verschwörungstheoretiker, Schwarzmaler oder sonstwas abgetan.

Was muss denn noch alles passieren, damit endlich alle kapieren, dass wir uns auf direktem Weg in die Katastrophe befinden, wenn wir nicht sehr schnell etwas dagegen unternehmen?

Viele hoffen scheinbar, dass sich das von alleine wieder legt oder dass andere vielleicht die Arbeit übernehmen, so dass man sich entspannt zurücklehnen kann. Aber das ist leider nicht der Fall und kann sich schneller als Trugschluss beweisen, als manch einer ahnt.

Das Zeitfenster schließt sich... Wenn wir noch lange warten, wird es endgültig zu spät sein... Wir müssen JETZT aktiv werden!

Und dazu gehört auch, dass wir nur noch Parteien wählen, die uns wirklich gleichstellen wollen und auch beweisen, dass sie nicht nur reden, sondern auch handeln.

Parteien, die uns nicht zu 100% gleichstellen wollen oder die zwar behaupten, das zu wollen, dann aber in Regierungsverantwortung das Gegenteil tun (wie z.B. SPD und FDP) sind unwählbar. Wer aus Tradition, Naivität, Angst vor Veränderung oder was auch immer, solche Parteien wählt, darf sich nicht wundern, dass es immer schlimmer wird und schon bald zu spät sein wird. Denn solche Parteien bereiten den Boden für die diese Entwicklung, die irgendwann nicht mehr zu stoppen sein wird...


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#4
22.08.2016
20:17:55


(+6, 6 Votes)

Von Angst


Wie hat mein früherer schwuler Nachbar, der noch die Zeit des Rosa Winkels miterlebt hat, immer bei solchen Vorfällen gesagt:

"So hat es damals auch angefangen."

Diese Warnung sollten wir niemals vergessen.

Jetzt, wo es kaum noch Zeitzeugen dieses dunklen Kapitels gibt, scheint vieles vergessen zu sein und die braune Saat kann wieder aufgehen...


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#5
22.08.2016
21:22:13


(+4, 4 Votes)

Von Tommy0607
Aus Etzbach (Rheinland-Pfalz)
Mitglied seit 28.10.2015


Kann man Rechte Vereine und Nazis nicht ins Weltall schiessen ?
Die bringen doch nur Ärger und Hass in der Welt .
Menschlichkeit kennen DIE wieso nicht .


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#6
22.08.2016
21:55:44
Via Handy


(+3, 5 Votes)

Von Nick


Umd was tut die etablierte Politik gegen die zunahme an naziterrorismus?

Sie schaut weg oder redet genauso


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#7
23.08.2016
11:48:33


(+4, 4 Votes)

Von Willie


Von meinen schwedischen Freunden höre ich solche Geschichten schon seit mehreren Jahren.

Deutschland ist tatsächlich die letzte Enklave des bisher toleranten, antifaschistischen Nordwesteuropas gewesen.

Nun haben wir hier ja auch den Salat.


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