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  • 24.08.2016, 11:00h           52      Teilen:   |

Berlin

Wahlkampf: CDU wirft Nina Queer Rassismus vor

Artikelbild

Der Wahlkampf zum Berliner Abgeordnetenhaus wird aggressiver: CDU-Generalsekretär Kai Wegner beschuldigt SPD-Toleranzbotschafterin Nina Queer, sich rassistisch geäußert zu haben. Die Dragqueen wehrt sich.

Zu Update springen: SPD stellt sich hinter Nina Queer (14.15 Uhr)

Der Berliner CDU-Generalsekretär Kai Wegner hat die SPD am Dienstag dafür kritisiert, im Wahlkampf um das Abgeordnetenhaus Nina Queer als Toleranzbotschafterin engagiert zu haben. Die bekannte Dragqueen habe sich rassistisch geäußert, so Wegner. Nina Queer wirbt derzeit in der Stadt auf vielen Großplakaten für die Sozialdemokraten (queer.de berichtete).


Kai Wegner hält einen früheren Text der Drag Queen für rassistisch (Bild: CDU Berlin)


Wegner, dessen Partei derzeit die Stadt als Juniorpartner einer Großen Koalition mitregiert, empört sich über eine Kolumne der Dragqueen im inzwischen eingestellten Magazin "Du & Ich" aus dem Jahr 2011; der satirische Beitrag unter dem Titel "Massiv Satisfaction" ist auch auf Nina Queers Website zu lesen. Darin macht sich die Dragqueen über Sextourismus lustig ("Nina Queer kauft keine Weihnachtsgeschenke. Sie beschenkt sich selbst. Reichlich. Natürlich gibt's Männer zum Fest – auf großer Afrika-Reise"). Die Christdemokraten empören sich über Sätze wie: "Schwarze Männer verehren einen dicken weißen Weiberarsch wie der Inder eine heilige Kuh."

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Wegner: "Rassismus geht gar nicht"

Wegner, der sich als Großstadtbeauftragter der Union für die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben ausgesprochen hat, erklärte empört: "Nina Queer reproduziert übelste rassistische und kolonialistische Klischees, indem sie Afrikaner als dauererregte und hochpotente Männer mit mangelnder Impulskontrolle verspottet." Wegner warf der Dragqueen vor, "fremdenfeindliche Vorurteile" zu bedienen und zu fördern. "Rassismus geht gar nicht, weder in echten noch in angeblichen Satirebeiträgen."

Bereits am Montag hatte die Junge Union die Dragqueen kritisiert: "Nina Queer instrumentalisiert zur Belustigung ihres Publikums dumpfe rassistische Klischees, die sich keine demokratische Partei zu eigen machen sollte. Das ist nicht unser Verständnis von Weltoffenheit, Toleranz und Freiheit!", sagte der JU-Landesvorsitzende Christoph Brzezinski. Wegner und Brzezinski forderten die SPD auf, sich von Nina Queer zu distanzieren.

Nina Queer: CDU lügt

Auf Facebook bezweifelt Nina Queer, dass die CDU-Plakate koscher sind
Auf Facebook bezweifelt Nina Queer, dass die CDU-Plakate koscher sind

Die Drag Queen selbst erklärte im Szenemagazin "blu", es sei eine Lüge, "diese offensichtlich erfundene Geschichte als meine persönliche Aussage und Lebenseinstellung darzustellen." Sie kritisierte, "dass es die CDU nötig hat, gerade eine Dragqueen anzugreifen, die ja nun wirklich eine ganz kleine Minderheit unter den Minderheiten darstellt".

Auf ihrer Facebook-Seite hat Nina Queer auf ihre Art reagiert: Sie machte sich über ein christdemokratisches Plakat lustig, auf dem der Hinterkopf eines Kindes auf der Höhe der Leistengegend des ungewöhnlich fröhlichen CDU-Spitzenkandidaten zu sehen ist. Ihr Kommentar: "OMG! Ich sag da jetzt mal nichts zu……"

In Berlin finden am 18. September die Wahlen zum Abgeordnetenhaus statt. Es wird ein äußerst knappes Ergebnis erwartet. Meinungsumfragen deuten auf einen Kampf zwischen fünf Parteien um die Spitzenposition hin: Laut einer aktuellen Umfrage von Infratest dimap würde die SPD derzeit 21 Prozent erhalten, die CDU käme auf 20 Prozent. Die Grünen liegen bei 17 Prozent, die Linke bei 16 Prozent und die AfD bei 15 Prozent. Die FDP könnte mit fünf Prozent den Wiedereinzug ins Parlament schaffen, die Piraten werden wohl dieses Mal die Sperrklausel nicht überspringen können. Mit diesem Ergebnis wäre die Regierungsbildung sehr schwierig, da keine Zweierkoalition eine Mehrheit zustande bringen würde.

Bei den Wahlprüfsteinen des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg schnitt die Linkspartei bei LGBT-Themen am besten ab (queer.de berichtete). (dk)

 Update  14.15 Uhr: SPD stellt sich hinter Nina Queer

Dennis Buchner, der Landesgeschäftsführer der SPD, hat am Mittwoch in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit der Arbeitsgemeinschaft queerer Sozialdemokrat_innen in der Berliner SPD (QueerSozis) Nina Queer als SPD-Toleranzbotschafterin verteidigt. "Die SPD Berlin hat mit Nina Queer weiterhin eine sehr gute Botschafterin für mehr Toleranz in unserer Stadt. Der schäbige und falsche Angriff auf Nina Queer zeigt uns deutlich, wie notwendig und treffend unser Plakat ist. Wir stehen hinter Nina Queer. Für ein weltoffenes, vielfältiges und nicht nur queeres Berlin", so Buchner in einer mit QueerSozis-Chef Markus Pauzenberger verfassten Erklärung.

Die QueerSozis erklärten, der Angriff auf Nina Queer habe den Wahlkampf auf eine "neue Ebene der Hässlichkeit" gehoben und verteidigten die kritisierte Kolumne: "Nina Queer hat in dieser Glosse Rassisten*innen mit Überspitzung und dem Spielen mit Vorurteilen vorgeführt. Das Zitieren von einzelnen Sätzen ist deshalb falsch und schäbig", so Paunzenberger. Er rief die Lesben und Schwulen in der Union (LSU) auf, sich mit deutlichen Worten vom Angriff auf die Dragqueen zu distanzieren.

Mehr zum Thema:
» Nina-Queer-Kolumnen bei queer.de (2008)
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Reaktionen zu "Wahlkampf: CDU wirft Nina Queer Rassismus vor"


 52 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
24.08.2016
12:20:06


(-8, 16 Votes)

Von Paulus47


Wer für CDU oder SPD, das gilt für BEIDE Parteien gleichermaßen, Parteiwerbung macht, dem ist nicht zu helfen.

Die SPD hat seit 2001 ständig im Bundestag verhindert, dass die EHEÖFFNUNG kommt und hat mit der CDU gemeinsam GEGEN die EHEÖFFNUNG gestimmt.

UND auch wenn sozialdemokratische Aktivisten wie Manfred Bruns im LSVD-Vorstand oder halt Nina Queer seit vielen Jahren Parteiwerbung für die SPD machen, sollte NIEMAND vergessen, WEM wir bis heute die Verhinderung der EHEÖFFNUNG zu verdanken haben: es sind SPD und CDU gemeinsam, die mit Ausnahme von vier Jahren seit über einem Jahrzehnt das Land regieren und die SPD bereits seit 1998.

Dann besser die kleinen Parteien FDP, Grüne oder Linkspartei wählen, denn diese Parteien sind glaubwürdiger in bezug auf LGBT-Rechte.

NICHT SPD WÄHLEN !!!

Auch wenn die linke/Sozialdemokratische Internetseite Queer hier dies wiedereinmal macht und längst von den meisten LGBT-Wählern als LINKES Drecksblatt im Internet wahrgenommen wird.


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#2
24.08.2016
12:26:57
Via Handy


(+12, 14 Votes)

Von Saulus47ac
Antwort zu Kommentar #1 von Paulus47


Vom Saulus zum Paulus? Eher umgekehrt! Ausgerechnet du solltest mal ganz schön die Klappe halten, Herr Lübbers! Lässt dich der LSVD trotz deiner Unverschämtheiten etwa wieder an den PC dran?! Ist es dir auf dem ach so viel besseren gaystrom zu langweilig geworden?


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#3
24.08.2016
12:31:36
Via Handy


(+11, 13 Votes)

Von Arschloch
Antwort zu Kommentar #1 von Paulus47


Dafür dass das hier ein linkes Drecksblatt sein soll, bist du dir aber nicht zu schade dafür, hier seit Jahren deine Propaganda abzulassen!!!!


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#4
24.08.2016
12:40:47


(-1, 7 Votes)

Von Lars3110
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Es ist leider nun mal so, dass das Konzept "Nina Queer" daraus besteht, sich auf Kosten anderer lustig zu machen und die niedersten Instinkte (z.B. Schadenfreude) des Publikums anzusprechen.
Ihre ständigen Ausfälle gegenüber anderen Personen oft unterhalb der Gürtellinie nerven einfach.
Ihre Kolumnen waren tatsächlich peinlich und natürlich eine Steilvorlage für die CDU. Ja, am Vorwurf des Rassismus ist leider was dran.
Ich war nie besonderes glücklich darüber, dass Nina Queer für die SPD wirbt.
Sie sollte sich jetzt nicht als Opfer inszenieren und wieder rumkeilen, sondern einfach mal reflektieren. Da wäre allen geholfen.


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#5
24.08.2016
13:06:11


(+2, 8 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #4 von Lars3110


Für den "Nachweis" von Rassismus EINEN Beitrag aus dem Jahr 2011 zu wählen, der in seiner Satire vom CDU-Politiker Kai Wegner offensichtlich nicht verstanden wurde, ist selbst für die CDU ein bisschen dünn !

""Kai Wegner ist seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages. Im vergangenen Jahr wurde er von CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder zum "Beauftragten für große Städte" ernannt.""..

Da droht der Schwanz mit dem Löwen !

Link zu www.queer.de

""Zuvor hatte der "Großstadtbeauftragte" der CDU/CSU-Bundestagsfrakrtion, Kai Wegner, einen Kurswechsel gefordert: "Wir müssen Angebote schaffen für gleichgeschlechtliche Lebensformen", sagte der aus Berlin stammende Abgeordnete im "Bericht aus Berlin".""..

Link zu www.queer.de

""gleichgeschlechtliche Lebensformen"" ist auch so eine Form von Rassismus, der einem dann aus den Reihen der CDU entgegen winkt !

Ich bin keine ""gleichgeschlechtliche Lebensform"" und ich lebe auch keine !


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#6
24.08.2016
13:06:52


(+7, 7 Votes)

Von Lars3110
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Vielleicht noch ein klarstellender Nachtrag von mir, bevor mir irgendwas vorgeworfen wird.
Es ist natürlich nicht in Ordnung von der JU (CDU) auf diese Art und Weise Wahlkampf zu machen, aber leider erwartbar, wenn man bedenkt in welche Niederungen sich die Union gerade schon in Berlin herabgelassen hat im Wahlkampf (unvergessen das peinliche Manöver wegen Wowereits Vorwort zum Folsom Europe vor 10 Jahren)
Insofern ist es problematisch, sich an diesem Punkt verwundbar zu machen, da man die Dreckschleudern kennt.


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#7
24.08.2016
13:16:26


(+7, 11 Votes)

Von GerdLübbersWatch
Antwort zu Kommentar #1 von Paulus47


"Wer für CDU oder SPD, das gilt für BEIDE Parteien gleichermaßen, Parteiwerbung macht, dem ist nicht zu helfen."

Hast du nicht neulich noch die SPD dafür gelobt, dass sie sich FÜR die Eheöffnung ausspricht, Gerd?

"Ich kann der Partei AfD nur raten,sich hier bei diesem Thema, der Eheöffnung, den Parteien von SPD, Linkspartei, Grünen/Bündnis 90, FDP und Teilen der CDU anzuschließen, die alle die Eheöffnung parteipolitisch fordern."

Link:
gaystream.wordpress.com/2016/06/28/news-afd-thueri
ngen/


Ach nee... wahrscheinlich wolltest du nur dadurch durch die Blume sagen, dass die AFD für DICH wählbar ist, wenn sie sich dem anschließt.

" Die SPD hat seit 2001 ständig im Bundestag verhindert,"

Du kannst doch sicherlich eine Liste für jedes Jahr aufstellen INKLUSIVE 2001 (und der paar Jahre danach), wo die SPD die Eheöffnung verhindert haben soll.
Im Gegenzug hast du doch sicher auch die Liste, wo die FDP IMMER für die Eheöffnung gestimmt hat (INKLUSIVE des Jahres 2001), oder? Ich erinner mich noch an die leidenschaftliche Rede eines Westerwelle (RIP), der die SPD anbettelte, doch bitte bitte die Ehe zu öffnen. Das liegt bestimmt neben dem Dokument des Vatikans, welches die epoche Wende des Jahrtausends einleiten soll.
Also, her damit, du Master of the lies... äh lists.


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#8
24.08.2016
13:21:35


(+3, 9 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #1 von Paulus47


""Die SPD hat seit 2001 ständig im Bundestag verhindert, dass die EHEÖFFNUNG kommt und hat mit der CDU gemeinsam GEGEN die EHEÖFFNUNG gestimmt.""..

Echt ?
Und das wo es doch noch gar keine Abstimmung im Bundestag dazu gab..
Das ist ja ein geiler Zaubertrick..


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#9
24.08.2016
13:29:38


(-5, 11 Votes)

Von burgerberg
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 12.11.2014


Das witzige bei der ganzen Sache ist - dieser Herr Müller, zur Zeit Bürgermeister von Berlin, ist so langweilig und bedeutungslos, über den gibts einfach nix zu schreiben!

Wäre er in Posemuckel geboren worden, würde er heute Blumenrabatten einweihen und Geschenkkörbe an 90ig Jährige verteilen!


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#10
24.08.2016
13:36:53


(+8, 8 Votes)

Von Loren
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 02.11.2013


Satire ist eine Kunstform, die schnell mal nach hinten losgehen kann, wenn z.B das Stilmittel der Übertreibung oder polemische Einlassungen nicht punktgenau ins Schwarze Treffen. Nina Queer hat zwar Schwarze getroffen, aber aus meiner Sicht noch sehr viel Luft nach oben, wenns um die Zielgenauigkeit geht.
Dass der Berliner CDU-Generalsekretär offenbar als Realsatiriker bei seiner Rassismusgeiselung unterwegs ist, mag ein Blick auf die gleichstellungspolitische Bilanz seiner Partei zeigen, z.B.

Link zu www.siegessaeule.de


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