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Auszeichnung für publizistisches Engagement

Drei Beiträge für Rexhausen-Preis nominiert


Die Jury des Felix-Rexhausen-Preises 2016 (von links nach rechts): Falk Steinborn, Dr. Petra Werner, Arnd Riekmann, H. Marie Breer, Andrea Lueg, Sefa İnci Suvak und Dr. Lars Rinsdorf (Bild: Axel Bach)

Der Felix-Rexhausen-Preis geht entweder an eine arte-Doku über Homophobie, einen BR-Beitrag über Transgender oder eine im "SZ Magazin" veröffentlichte Reportage über ein schwules Coming-out im Altersheim.

Der Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen (BLSJ) hat am Mittwoch die Nominierungen für den diesjährigen Felix-Rexhausen-Preis bekannt gegeben. Mit dem mit 1.000 Euro dotierten Preis werden seit 1998 Jahr für Jahr journalistische Beiträge geehrt, die ein besonderes publizistisches Engagement bei der Berichterstattung über Lesben, Schwule und Bisexuelle sowie Transsexuelle und Transgender aufweisen.

Von der Experten-Jury nominiert wurde das arte-Feature "Gleiche Liebe, falsche Liebe?!? – Homophobie in Europa" von Peter Gerhardt. Der Fernsehbericht zeichne "ein differenziertes Bild von Ressentiments und Gewalt, die homosexuellen Menschen auch in Westeuropa entgegenschlagen", so die Jury.

Direktlink | Der nominierte Beitrag "Gleiche Liebe, falsche Liebe?!? – Homophobie in Europa" wurde auf arte im Rahmen eines Themenabends über Homofeindlichkeit ausgestrahlt

Ebenfalls Chancen auf den Preis hat die zweiteilige TV-Reportage "Im falschen Körper geboren? – Was es heißt, Transgender zu sein" von Ariane Alter, Lisa Altmeier und Sebastian Meinberg, die für BR Puls, den Jugendkanal des Bayerischen Rundfunks, produziert wurde. Die Reporter beschreiben das Leben von zwei Trans-Jugendlichen. Die Jury lobt vor allem den Tonfall der Reportage: "Reporterin und Reporter begegnen den beiden auf Augenhöhe. Die Zuschauer bekommen einen Einblick in das Leben zweier Jugendlicher, die zwar trans sind, aber eben nicht nur."

Die dritte nominierte Einsendung ist der "SZ Magazin"-Beitrag "Er sagte es ohne Hemmungen" von Autorin Sonja Hartwig und Fotografin Julia Sellmann. Darin wird die Geschichte des 78-jährigen Egon erzählt, der lange brauchte, bevor er zu seinem Schwulsein stehen konnte. Seit einem Schlaganfall muss er mit Menschen seiner eigenen Generation im Heim leben und dort ein zweites Coming-out wagen. Die Autorin lasse den Leser an seiner Geschichte "feinfühlig" teilhaben, lobt die BLSJ-Jury.

Einen Sonderpreis erhält die "Zeit Online"-Kolumne "Andersrum ist auch nicht besser". Jan Seibel und Tania Witte nehmen in dieser Serie ihren Alltag, ihre Beziehungen, die Szene und die heterosexuelle Umwelt unter die Lupe. Die Texte sind laut der Jury "witzig, derb und selbstironisch".

"Diese Beiträge möchten wir allen Menschen zum Nachlesen und Sehen ans Herz legen. Und für Journalisten können sie Vorbild für die eigene Berichterstattung über lesbische und schwule Themen sein", erklärte Jury-Mitglied Arnd Riekmann.

Der Sieger des Rexhausen-Preiseses soll am 11. September ausgezeichnet werden. Ein Ort der Preisübergabe steht noch nicht fest. Im vergangenen Jahr zeichnete der BLSJ ein Radio-Feature des rbb-Kulturradios über sexuelle Vielfalt in der Schule aus (queer.de berichtete). (dk)