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  • 18. April 2005, noch kein Kommentar

Im zweiten Teil unseres Interviews sprach die Mouskouri unter anderem über die Zukunft und warum sie nicht bei Olympia sang.

Von Jan Gebauer

Trotzdem haben Sie kürzlich Ihren Abschied vom Touren bekannt gegeben. Was werden Sie am meisten vermissen?

Die Liebe des Publikums. Die Fröhlichkeit und das, was sie mir damit geben. Ich werde auch den Traum vermissen, den ich habe, wenn ich auf der Bühne stehe. Man ist mit soviel Liebe umgeben und so glücklich, dass man diese wunderbaren Töne und Lieder von sich geben kann. Das alles ist ein Austausch, eine Kommunikation, mit der ich gelernt habe zu leben. Natürlich werde ich auch meine schwulen Fans vermissen. Sie gehören zu meinen treuesten Fans.

Haben Sie einen bestimmten Grund warum Sie aufhören und es gerade vor Ihrem 70. Geburtstag verlautet haben?

Der Grund, warum ich mit dem Touren aufhöre, mal abgesehen von besonderen Anlässen, ist die Angst, dass ich eines Tages nicht mehr so gut bin. Ich möchte aufhören, bevor es heißt: "Arme Nana, sie ist nicht mehr die Alte." Natürlich war ich nicht immer perfekt auf der Bühne. Niemand ist perfekt und jeder hat schlechte Tage. Aber heute gibt es so viele junge Musiker, die neue Songs bringen und ich denke, es ist ein guter Zeitpunkt, diesen den Vortritt zu lassen. Vor vielen Jahren sagte ich mal, dass ich mir das nicht vorstellen könne, weil es mir sonst das Herz brechen würde.

Heißt das, dass Nana Mouskouri in Rente geht?

Ich will mich nicht zur Ruhe setzen, sondern andere Dinge tun, wie zum Beispiel eine Schule für Musik-Talente in Griechenland eröffnen. Menschen zeigen, wie man richtig atmet und gut singt. Ihnen aber auch zeigen, wie man mit seinem Herzen singt. Den Enthusiasmus, den man für Musik empfindet, an das Publikum weitergeben. Aber mit seinem eigenen Können und nicht wie viele Sportler, die es mit Doping versuchen. Nicht der einfache Weg ist der richtige, sondern der schwere.

Sport ist ein gutes Stichwort. Warum haben Sie letztes Jahr nicht bei der Eröffnungs- oder Abschlussfeier der Olympischen Spiele in Athen gesungen?

Die Organisatoren wollten scheinbar einen anderen Stil. Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich fand die Feiern schön und sehr gelungen. Ich hoffte natürlich auch, dass sie mich fragen würden. Sie taten es nicht - deshalb habe ich nicht gesungen.

Für viele schwule Fans war er es ein Schock, dass anstatt Ihnen die isländische Sängerin Björk auftrat.

Ich kann nicht genau sagen, warum dieses Konzept gewählt wurde. Ich mag Björk sehr gerne, obwohl ich sie in einem griechischen Kontext auch zweifelhaft finde. Das Witzige ist, vor ein paar Jahren war sie als Gewinnerin beim Filmfestival in Cannes und Reporter fragten sie nach ihren Einflüssen. Sie antwortete, dass ihre Mutter und Vater Jimi Hendrix und Nana Mouskouri hörten. (lacht) Aber das hat mich auch stolz gemacht, direkt neben Hendrix platziert zu werden, den ich auch sehr geliebt habe. Genauso wie ich es als Ehre empfand, als Bob Dylan und Elvis Presley offenbarten, dass sie meine Musik mögen.

Die Tour-Daten von Nana:

19.04.2005 Rostock Stadthalle
20.04.2005 Dresden Kulturpalast
22.04.2005 Zürich Kongresshaus
23.04.2005 Wien Konzerthaus
25.04.2005 Berlin Friedrichstadtpalast
26.04.2005 Frankfurt Alte Oper
27.04.2005 Baden-Baden Festspielhaus
29.04.2005 Stuttgart Liederhalle
30.04.2005 München Philharmonie
02.05.2005 Nürnberg Meistersingerhalle
03.05.2005 Cottbus Stadthalle
04.05.2005 Köln Gürzenich
05.05.2005 Dortmund Konzerthaus
07.05.2005 Hamburg CCH Saal 1

Zusatz-Termine:

01.12.2005 Köln Gürzenich
06.12.2005 Essen Colosseum Theater
10.12.2005 Düsseldorf Philipshalle

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18. April 2005