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Verspätete oder gestrichene Flüge können einem den Urlaub vermiesen – doch in vielen Fällen hat man zumindest ein Recht auf eine Entschädigung (Bild: flickr / llee_wu / by 2.0)

  • 26. August 2016, 17:06h, noch kein Kommentar

Betroffene Passagiere müssen in der EU mit bis zu 600 Euro entschädigt werden.

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Während die einen lieber in der Nähe bleiben, verschlägt es die anderen in ferne Länder. Dabei ist es egal, ob im Urlaub eine Rainbow Cruise, eine Singlereise nach San Francisco oder der Besuch beim Pink-Lake-Festival am Wörthersee unternommen wird – das Fortbewegungsmittel der Wahl ist für viele das Flugzeug.

Doch damit gehen auch Risiken einher. Die Rede ist von drastischen Verspätungen und annullierten Flügen. Keiner möchte dies gerne erleben, aber im Gegensatz zu anderen Anreisearten, sind Reisende mit dem Flugzeug gesetzlich sehr gut abgesichert, dank dem Fluggastrecht.

Entschädigung auch bei Überbuchung

Im Fluggastrecht wird genau festgehalten, welche Entschädigung bei welchem Versäumnis von der Airline zu leisten ist. Neben verspäteten und annullierten Flügen werden ebenfalls Flüge zu diesen Versäumnissen gezählt, die ein Fluggast wegen Überbuchung nicht in Anspruch nehmen kann.

Das Fluggastrecht gilt dabei bei allen Flügen, die von einem Flughafen innerhalb der EU abfliegen, von einer Airline aus der EU durchgeführt werden oder aus Island, Norwegen oder der Schweiz in der EU ankommen.

Kann der Flug aus einem der oben genannten Gründe nicht angetreten werden, muss die Airline dem Passagier eine vergleichbare Alternative anbieten, damit er an seinen Zielort gelangt. Alternativ muss die Airline den Ticketpreis erstatten und den Gast auf Kosten der Airline an seinen ursprünglichen Ausgangsort zurückbringen.

Verspätet sich der Flug um mindestens fünf Stunden, kann sich der Fluggast den Flug erstatten lassen, wobei er dabei aber das Anrecht auf die gewünschte Beförderung verliert. Den Flug dennoch anzutreten, kann dann die bessere Wahl sein, allerdings muss die Airline dann in jedem Fall über die Rechte aufklären und den Fluggästen je nach Vorkommnis und Verspätung eine Übernachtung, Erfrischungen und Mahlzeiten anbieten.

Finanzielle Entschädigung ab drei Stunden Verspätung

Hat der Flieger mehr als drei Stunden Verspätung, fallen zudem folgende finanzielle Entschädigungen an:

Flüge innerhalb der EU:
- 250 Euro bei Flügen bis 1.500 km
- 400 Euro bei Flügen über 1500 km

Flüge zwischen der EU und Nicht-EU-Ländern:
- 250 Euro bei Flügen bis 1.500 km
- 400 Euro bei Flügen zwischen 1.500 und 3.500 km
- 600 Euro bei Flügen über 3.500 km

Dieser Betrag kann allerdings um bis zu 50 Prozent verringert werden, wenn die Airline in einem ähnlichen Zeitraum einen Ersatzflug anbietet. Ferner entfällt die Entschädigung unter bestimmten Voraussetzungen, darunter auch die Annullierung aufgrund außergewöhnlicher Umstände. Unter www.flightright.de kann geprüft werden, ob ein Recht auf Entschädigung besteht. Außerdem gibt es hier die Möglichkeit, Experten zu beauftragen, um Entschädigungen schnell und unkompliziert und ohne viel Aufwand von den Airlines zu bekommen.

Je nach Fall mag der Urlaub womöglich nicht mit dem gewünschten Traumflug begonnen oder geendet haben, aber immerhin werden Fluggäste dank der gesetzlich festgelegten Fluggastrechte für den Ärger entschädigt. (cw)