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  • 25.08.2016, 14:24h           1      Teilen:   |

Aalen

Schwulen erpresst: Über zwei Jahre Haft

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Der Angeklagte entschuldigte sich vor Gericht für die "größte Dummheit, die ich in meinem Leben begangen habe" (Bild: flickr / Jack Pearce / cc by 2.0)

Ein Lastwagenfahrer verlangte von seinem Hausarzt 250.000 Euro, sonst würde er ihn outen.

Das Amtsgericht Aalen hat am Donnerstag einen 50-jährigen Lastwagenfahrer zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und drei Monaten wegen versuchter räuberischer Erpressung verurteilt. Der Angeklagte hatte im Frühjahr versucht, seinen Hausarzt wegen dessen Homosexualität zunächst um 150.000, später sogar um 250.000 Euro zu erpressen.

In insgesamt fünf Briefen, die er sowohl in der Praxis einwarf als auch vor die Haustür der Privatadresse des Arztes legte, drohte er nicht nur mit einem Outing, sondern auch, dass es ihm ergehen werde "wie denen in Heidenheim", wenn seine Forderungen nicht erfüllt werden sollten. Amtsgerichtsdirektor Michael Lang wertete dies als versteckte Morddrohung – bei einer Schießerei im Heidenheimer Rockermilieu hatte es kurz vor dem Einwerfen der Briefe einen Toten gegeben.

Der als Zeuge im Prozess vernommene Arzt hatte sich bereits nach dem ersten Schreiben an die Polizei gewandt. Bei einer fingierten Geldübergabe in Ellwangen konnte der Erpresser Ende April festgenommen werden.

Vor Gericht entschuldigte sich der Angeklagte bei seinem Opfer für die "größte Dummheit, die ich in meinem Leben begangen habe". Als Motiv führte er hohe Schulden und eine gescheiterten Ehe an. Wegen der "ganz schweren Kriminalstraftat" kam für den Richter jedoch nur eine Haftstrafe ohne Bewährung in Frage. Die Staaatsanwältin hatte sogar zwei Jahre und neun Monate gefordert. (cw)

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Tags: erpressung, aalen, strafprozess
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Reaktionen zu "Schwulen erpresst: Über zwei Jahre Haft"


 1 User-Kommentar
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#1
25.08.2016
17:31:40


(+5, 5 Votes)

Von GeorgFalkenhagen
Aus Bremen
Mitglied seit 21.05.2010


Recht so!


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