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  • 28.08.2016, 07:48h           6      Teilen:   |

Evangelische Kirche

Hessische Landeskirche: Starker Anstieg bei Homo-Segnungen

Artikelbild
Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau segnet bereits seit 2001 eingetragene Lebenspartnerschaften – seit 2013 auch mit Eintragung ins Kirchenbuch

In der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau haben sich 2015 insgesamt 188 schwule und lesbische Paare das Jawort gegeben.

Im vergangenen Jahr haben sich in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) so viele gleichgeschlechtliche Paare das Jawort gegeben wie nie zuvor. Dies geht aus dem neuesten Jahresbericht hervor, den die Kirche in der vergangenen Woche vorstellte
.
Insgesamt gab es 188 Segnungen von Lesben und Schwulen im Jahr 2015 – im Vorjahr waren es nur 45. Dies bedeutete einen Anstieg um über 300 Prozent. In früheren Jahren waren jeweils nur etwa 20 homosexuelle Paare gesegnet worden. Heteros führen jedoch die Statistik dennoch weiterhin mit übergroßem Abstand an: 2015 gab es in der hessischen Landeskirche 3.950 Trauungen gemischtgeschlechtlicher Paare.

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Weitgehende Gleichstellung seit 2013

Ein wahrscheinlicher Grund für den Anstieg: Die Synode der EKHN hatte im Jahr 2013 die bereits seit über zehn Jahren mögliche Segnung von eingetragenen Lebenspartnerschaften deutlich aufgewertet und heterosexuellen Trauungen weitgehend gleichgestellt. Als Amtshandlung können Segnungen seitdem auch in Kirchenbüchern beurkundet werden. Nach wie vor darf die Segnung eines lesbischen oder schwulen Paares jedoch nicht Trauung heißen.

Im Vorwort des Jahresberichts stellte sich Kirchenpräsident Volker Jung erneut hinter die Fast-Gleichstellung. "Familie ist, wo Menschen verbindlich und verantwortlich zueinanderstehen, sich kümmern und sich für das Wohl der Jüngeren und Schwächereren einsetzen", heißt es in seinem Text. Es sei wichtig, in der Gesellschaft "dafür einzutreten, dass die vielfältig gelebten Formen als Familie anerkannt und unterstützt werden". Mit Tim Heinemann und Manuel Stock porträtiert der Jahresbericht darüber hinaus ein schwules Paar.

Das 88-seitige Heft mit zahlreichen Grafiken und Fotos steht als PDF zum Download zur Verfügung oder kann in gedruckter Form per Email an info@ekhn.de sowie telefonisch unter (06151) 405-287 kostenlos bestellt werden. (cw)

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Tags: evangelische kirche, traugottesdienst, segnung, ekhn, volker jung
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Reaktionen zu "Hessische Landeskirche: Starker Anstieg bei Homo-Segnungen"


 6 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
28.08.2016
09:34:53


(0, 6 Votes)

Von GeorgG
Aus Berlin
Mitglied seit 13.05.2016


Eine erfreuliche Entwicklung!

Viele Schwule und Lesben, gerade in den kleineren Orten in Hessen/Nassau und überall in Deutschland, sind noch nicht soweit emanzipiert, dass sie sich trauen, sich in aller Öffentlichkeit segnen zu lassen. Es ist daher gut, dass die Kirche dieses Thema immer wieder anspricht und eine solche Segnung als eine ganz normale liturgische Handlung ansieht.
Das gibt vielen schwulen und lesbischen Paaren, die in Kleinstädten und Dörfern leben, Mut.


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#2
28.08.2016
10:03:55


(+10, 10 Votes)

Von Felix


----------------------
Es sei wichtig, in der Gesellschaft "dafür einzutreten, dass die vielfältig gelebten Formen als Familie anerkannt und unterstützt werden".
---------------------

Wenn die das ernst meinen, sollten die sich in der Öffentlichkeit und bei der Politik dafür einsetzen, dass endlich die Ehe geöffnet wird und die Volladoption umgesetzt wird. Denn nur das ist echte Anerkennung und Unterstützung von gleichgeschlechtlichen Paaren und ihren Kindern.


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#3
28.08.2016
11:12:25


(-3, 7 Votes)

Von TheDad
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Antwort zu Kommentar #1 von GeorgG


""Viele Schwule und Lesben, gerade in den kleineren Orten in Hessen/Nassau und überall in Deutschland, sind noch nicht soweit emanzipiert, dass sie sich trauen, sich in aller Öffentlichkeit segnen zu lassen.""..

Weiter kann man am eigentlichem Problem, nämlich daß die "Segnung" immer noch keine Gleichstellung darstellt, eigentlich gar nicht vorbei schreiben..

Wie kommt man denn zu der Auffassung ein "mangelndes Interesse" läge hier Zugrunde, ausgelöst durch eine nicht erfolgte "Emanzipation" von Schwulen&Lesben ?

Eine perfide "Täter-Opfer-Umkehr" wie aus dem Lehrbuch !

"Wir Kirchen würden euch ja gerne gleichstellen, allein, ihr versteckt euch ja"..

Da kann man gar nicht so viel fressen, wie man kotzen will !


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#4
28.08.2016
13:29:06


(+3, 9 Votes)

Von UrsaMajor


"Die Synode der EKHN hatte [...] die [...] Segnung von eingetragenen Lebenspartnerschaften [...] heterosexuellen Trauungen weitgehend gleichgestellt. [...] Nach wie vor darf die Segnung eines lesbischen oder schwulen Paares jedoch nicht Trauung heißen."

"Fast-Gleichstellung" heißt eben in Wahrheit nichts anderes als weiterhin stattfindende Diskriminierung. So wie es keine Ehe geben darf, darf es auch keine Trauung geben.

Demnach ist, was der Kirchenpräsident Volker Jung von sich gibt, nett einlullendes Gesäusel ohne konkrete Konsequenzen. Hört sich toll an - es folgt nur keine tatsächliche Umsetzung.

Aber das kennen wir ja aus Kirchen und Politik.

Jedenfalls aus meiner Sicht absolut kein Grund, um das auch noch zu bejubeln.


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#5
28.08.2016
15:26:37


(+3, 9 Votes)

Von Linus


" Nach wie vor darf die Segnung eines lesbischen oder schwulen Paares jedoch nicht Trauung heißen."

Und damit ist und bleibt es diskriminierend...

Und auch wenn es "nur" um Bezeichnungen geht, so ist die Macht von Sprache nicht zu unterschätzen.

So als würde man Schwarzen sagen "Du bist zwar gleich viel wert wie ein Weißer, aber die Bezeichnung 'Mensch' verwende ich für Dich dennoch nicht."


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#6
28.08.2016
16:33:51
Via Handy


(+3, 5 Votes)

Von Sven


Das "Ja-Wort" geben impliziert, dass jemand heiratet.
Sich aufregen, dass viele glauben, es gibt die Ehe schon, aber dann selber immer implizieren, dass Schwule und Lesben in Deutschland heiraten...


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