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  • 29.08.2016, 13:27h           2      Teilen:   |

Paul LePage

USA: Gouverneur nennt Abgeordneten "sozialistischen Schwanzlutscher"

Artikelbild
Paul LePage war der zweite Gouverneur nach Chris Christie, der Donald Trump im Vorwahlkampf seine Unterstützung zugesichert hat

Der Gouverneur von Maine wollte mit einer homophoben Tirade beweisen, dass er kein Rassist ist. Inzwischen hat er sich für seine Wortwahl ein bisschen entschuldigt.

Paul LePage, der republikanische Gouverneur des US-Bundesstaates Maine, sorgt mit einem homophoben Ausfall auf der Mailbox des demokratischen Parlamentsabgeordneten Drew Gattine für Aufregung. Die aggressive Nachricht wurde im "Portland Press Herald" veröffentlicht.

Darin erklärte LePage, der sich besonders mit "Law and Order"-Politik einen Namen machen will: "Ich will mit Ihnen über Ihre Kommentare reden, in denen Sie mich einen Rassisten genannt haben, Sie Schwanzlutscher". Der 67-Jährige nannte Gattine auch einen "Hurensohn", einen "sozialistischen Schwanzlutscher" und warnte: "Ich bin hinter Ihnen her." Später sagte LePage vor Journalisten, er würde sich gerne mit Gattine duellieren und fuhr fort, er würde die Waffe genau zwischen die Augen seines politischen Gegners richten.

Am Sonntag entschuldigte sich LePage in einer Pressemitteilung für den Ausfall: "Es hat mich sehr wütend gemacht, als ein Fernsehreporter mich danach fragte, warum Gattine mich einen Rassisten genannt hatte", so LePage. "Das ist das gemeinste, was man eine Person nennen kann. Also habe ich Gattine angerufen und ihm die schlimmsten Worte an den Kopf geworfen, die mir in den Sinn kamen. Dafür entschuldige ich mich bei der Bevölkerung von Maine". Aber er entschuldige sich nicht für seine Politik, die "politische korrekte" Abgeordnete wie Gattine torpedieren würden. Er warf Gattine zudem vor, "skrupellose Drogendealer" zu schützen und nichts gegen die hohe Mordrate in Maine unternehmen zu wollen.

Gattine selbst äußerte sich überrascht über die Ausfälle von LePage geäußert. Der Politiker, der mit einer Frau verheiratet ist und zwei Kinder großzieht, sagte wiederholt gegenüber Lokalmedien, er habe den Gouverneur in Interviews nicht als Rassisten bezeichnet.

Andere Bürger Maines sind weniger zurückhaltend über ihren Regierungschef: "Unser Gouverneur, Paul LePage, ist ein Eiferer, eine homophobe Person und ein Rassist. Ich denke, ich habe nichts vergessen", schrieb der weltbekannte Autor Stephen King am Samstag auf Twitter.

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LePage hat sich wiederholt rassistisch geäußert

Tatsächlich sind viele Äußerungen des Gouverneurs hoch umstritten: So wurden in der Vergangenheit mehrere Videos von Pressekonferenzen veröffentlicht, auf denen LePage dunkelhäutige Menschen pauschal als Feind bezeichnet. Einmal sagte er: "Man versucht, den Feind zu identifizieren, und der Feind in der Gegenwart – und die Mehrheit der Leute, die hier reinkommen – das sind farbige Menschen und Menschen hispanischer Herkunft." In einer weiteren Pressekonferenz sagte er in Bezug auf die Hautfarbe von Kriminellen: "Wenn man in den Krieg zieht und sich der Feind rot anzieht und man selbst blau, dann schießt man auf die Roten." Im Januar hatte LePage mit einer Äußerung für Empörung gesorgt, als er jungen Schwarzen aus anderen Bundesstaaten pauschal vorgeworfen hatte, Heroin zu verkaufen und "weiße Mädchen zu schwängern". Maine besteht derzeit zu 95 Prozent aus Weißen.

Auch wenn es um LGBT-Rechte geht, gilt LePage als Bremser: So sprach er sich stets gegen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Eherecht aus. 2013 gab es auch Kritik an einer Aussage von LePage, in der er einem demokratischen Senator im Streit um die Haushaltspolitik vorwarf, es der Bevölkerung von Maine "zu geben, ohne Gleitgel zu benutzen". Diese Äußerung wurde als homophob und obszön kritisiert. (dk)

Direktlink | Über die Voicemail berichtete auch CNN (mit Anstandspiepsern)

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Tags: usa, maine, paul lepage, homophobie
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Reaktionen zu "USA: Gouverneur nennt Abgeordneten "sozialistischen Schwanzlutscher""


 2 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
29.08.2016
14:16:53


(+12, 12 Votes)

Von Malte 90


Wer so ausrastet und andere Menschen so krass beleidigt, ist nicht für das Amt des Politikers geeignet.

Und homophob und rassistisch ist er obendrein noch.


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#2
29.08.2016
14:47:23


(+6, 6 Votes)

Von SchleicheR74
Aus Rostock (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 07.02.2014
Antwort zu Kommentar #1 von Malte 90


So siehts aus...
Wie gut oder schlecht es um die Amis bestellt ist, werden wir ja in deren Wahlkampf erleben.

Übrigens haben wir ähnliche Leute in unseren Reihen. Heißen hier Pastörs, Petry, Höcke, Gauland, v.Storch usw. usw.
Und doch werden sie gewählt. Da fragt man sich dann automatisch, wie es um unsere Bürger bestellt ist.


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