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Lucas hat mit Thomas und Sebastian zwei Väter – mit Josefin und Cindy aber auch zwei Mütter (Bild: W-Film)

Eine lesbisch-schwule Kleeblattfamilie steht im Mittelpunkt von Eva Maschkes Doku "Vier werden Eltern". Heute feiert sie in Berlin Premiere.

"Vier werden Eltern" ist ein Dokumentarfilm über den turbulenten Alltag einer lesbisch-schwulen Kleeblattfamilie. Zwei Paare, die anfangs nur zwei Gemeinsamkeiten haben: Sie leben in Berlin und wünschen sich sehnlichst ein Kind. Weil das aber nun einmal nicht so einfach geht, beschließen Thomas, Sebastian, Josefin und Cindy sich zusammenzutun. Ganz pragmatisch.

Doch wie teilt man sich zu viert ein Kind? Wie einigen sich vier einander fremde Menschen? Hier der Politologe und der Student, dort die Kinderkrankenschwester und die kaufmännische Angestellte. Westberliner Altbauwohnung und Ostberliner Platte. Mit der Geburt von Söhnchen Lucas stehen die frisch gebackenen Mamas und Papas plötzlich organisatorisch und vor allem auch emotional vor einer großen Herausforderung.


Poster zum Film


Filmemacherin Eva Maschke ist die Tante von Lucas und begleitet über ein Jahr den spannenden Prozess, wie aus zwei unabhängigen Paaren eine außergewöhnliche neue Lebensgemeinschaft entsteht.

Am Freitag zeigt das Berliner Kino Babylon "Vier werden Eltern" um 20 Uhr als Hauptstadt-Premiere in der Reihe "Neuer deutscher Film" in Anwesenheit der Regisseurin und ihren Protagonistinnen und Protagonisten. Weitere Vorführungen gibt es dort am 3., 4., 10. und 11. September.

Voraussichtlich im Dezember wird "Vier werden Eltern" auch auf DVD erscheinen. (cw/pm)

Infos zum Film

Vier werden Eltern. Dokumentation. Deutschland 2015. Regie: Eva Maschke. Laufzeit: 53 Minuten. Sprache: deutsche Originalfassung. Verleih: W-Film. Kinostart: 2. September 2016
Galerie:
Vier werden Eltern
12 Bilder


#1 JarJarProfil
  • 02.09.2016, 11:04hKiel
  • Ist bei uns eine ganz ähnliche Konstellation, bei uns klappt es wunderbar, einfach weil Probleme offen angesprochen werden und auch schon im Vorfeld über vieles geredet wurde, so dass man genau wusste auf was man sich einlässt. Werde mir den Film aber mit Sicherheit auf DVD anschauen, ich denke der wird hier wohl nicht in der Nähe im Kino laufen.
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#2 GeorgGProfil
  • 02.09.2016, 12:01hBerlin
  • Ich kenne den Fall, wo ein lesbisches Paar ein Kind wollte. Also wurde mit einem Freund von den beiden, ein schwuler Mann, vereinbart, dass er eine der Frauen schwängern sollte.
    Dies geschah auch. Es handelte sich um einen normalen Geschlechtsverkehr. Es ging nicht um künstliche Befruchtung.
    Nach 2 oder 3 Jahren, stellte eine der Lesben fest, dass sie sich vor Männern ekelt. Sie lehnte jeden weiteren Besuch des Vaters bei ihrem Kind ab. Sie wollte "der Vater" sein.
    Das Kind ist schon in dem Alter, in dem es ganz besonders darunter leidet, ihren Vater nicht mehr sehen zu können. Mit den beiden Frauen ist aber kein Gespräch möglich.
    Schriftliche Vereinbarungen wurden nicht getroffen.
    Die Frauen erwarten jetzt, dass der schwule Mann Unterhalt zahlt.
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#3 LarsAnonym
  • 02.09.2016, 13:26h
  • Antwort auf #2 von GeorgG
  • " Nach 2 oder 3 Jahren, stellte eine der Lesben fest, dass sie sich vor Männern ekelt. Sie lehnte jeden weiteren Besuch des Vaters bei ihrem Kind ab."

    ist ja schön, dass Du so eine Geschichte hier beisteuerst, aber warum? Um zu sagen, wie problematisch doch Regenbogenkonstellationen sind? Dass Problematiken ausweichlich sind? Gibt es nicht auch in Heterobeziehungen den Fall, dass sich ein Elternteil, bzw. Stiefelternteil plötzlich distanziert?

    Aber gut: Wenn sich die eine Frau plötzlich vor Männern ekelt, dann ist das ein Punkt und erst mal ihr Problem, dass sie nicht aus ihrer Verantwortung für die getroffene Entscheidung, mit ihrer Freundin zusammen zu leben und Mutter bzw. Co-Erzeihungsberechtigte zu sein, entlässt. Der andere Punkt ist der Wunsch, selbst ein Mann (der Vater) sein zu wollen, wobei das vermutlich Deine Interpretation des Sachverhalts ist. Unterstellst Du ihr Eifersucht, die sich als Ekel maskiert? (Du machst allerdings nicht explitzit deutlich, ob diese Frau nun die biologische Mutter ist, oder nicht). Wie steht die andere Frau zu der Problematik? Und wie der biologische Vater? Hat er zum Zeitpunkt der Zeugung über die Gestaltung der Vater-Kind-Bezihung nachgedacht? War er willens und bereit, die Entscheidung darüber ganz den beiden Frauen zu überlassen und hat er darüber verbidliche vertraglische Regelungen getroffen, an die er sich gebunden fühlen kann? Oder hat er unterschätzt, dass ihm der Kontakt zu dem Kind wichtiger ist, als er sich das irsprünglich vorgestellt hat? Hat er Dir oder eine der Frauen von den Nöten des Kindes erzählt? Gibt es eine Schlussfolgerung für Dich aus der Geschichte?
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#4 Sveni MausiAnonym
  • 02.09.2016, 16:25h
  • Die Überschrift hier auf queer ist Mist.
    Man teilt kein Kind, wo sind wir hier bei König Salomo?

    Das Kind braucht mehr als eine Bezugsperson, auch ist es immer von Vorteil, wenn es noch Bezugspersonen außerhalb des Haushalts gibt.
    Wichtig ist, dass sich die Bezugspersonen im Großen und Ganzen einig sind.
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#5 WeinessigAnonym
  • 02.09.2016, 16:57h

  • Was ich mich ernsthaft frage: Verfällt man nicht in einen Familienstress, wenn ich nur an die Großeltern denke, die ja auch ihren Anspruch ans Kind aufstellen? 4 Eltern, 4mal2 Großeltern... plus 4malX Tanten und Onkel... Wo bleibt man selbst?
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#6 JarJarProfil
#7 JarJarProfil
  • 02.09.2016, 20:41hKiel
  • Antwort auf #5 von Weinessig
  • Auch da ist Kommunikation halt einfach wichtig. Besonders Weihnachten und Geburtstag. Wenn jeder da ein fettes Geschenk macht ist das Kind absolut übersättigt und überfordert und Geschenke werden zu etwas was nichts besonderes mehr ist. Ansonsten die Zeitaufteilung ist da echt das kleinste Problem.
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#8 Homonklin44Profil
  • 03.09.2016, 01:56hTauroa Point
  • Antwort auf #1 von JarJar
  • Wenn, dann ehestens mal in der Pumpe, oder vielleicht im HaKi, wenn da mal wieder ein Filme-Abend stattfindet.

    Wäre jedenfalls sehr interessant zu sehen, wie die mit einander zusammen wachsen, und welche Hürden und Situationen da entstehen.

    Ich finde es ahnungslos ja schön, dass solche Familien funktionieren können. Vielleicht ist das ja auch sowas wie ein doppelt gesicherter Hintergrund für ein Kind, so aufzuwachsen. Die typischen Probleme wie bei Hetero-Eltern, wenn beide arbeiten müssen und Lücken entstehen, wer das Kind jetzt grade bei sich hat, müssten ja eigentlich relativ minimal ausfallen.

    Das Modell ist schon ein Schritt in Richtung Inuit-Familien, wo die Kinder nicht nur vom Elternpaar umsorgt werden, sondern von der ganzen Sippe gleichwertig als Kinder empfunden werden.
    Bei denen hat das allerdings auch einfach praktische Gründe, denn früher verunglückten die Väter häufiger auf der Jagd oder beim Walfang, und Onkel, Tanten, Cousins ect. kümmerten sich um verwaiste Kinder wie um Eigene ebenso.

    Finde ich stark, Kleeblattfamilie, auch das 'Rüstzeug' dafür zu haben, so harmonieren zu können, höchst anerkennenswert.
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#9 LarsAnonym
  • 03.09.2016, 11:09h
  • Ich habe Bedenken, ob bei einer Kleeblatt-Konstellation ein Einzelkind nicht ein Übermaß an Aufmerksamkeit bekommt, wenn sich alle Beteiligten als Eltern und Großeltern etc. verstehen. Sicher ist hier die Tugend der Zurücknahme mehr gefordert, als in anderen Familien, wo es vieleicht eher um das Gegenteil geht, wer sich kümmert.

    Schon Einzelkinder beklagen ja manchmal das Übermaß des Interesses an ihrer Person. Man muss bedenken, dass sich jeder Mensch, der erwachsen wird, ja auch irgendwann von den Eltern lösen / bzw. von ihnen losgelassen werden muss. Man zieht einKind auf, nicht, damit man es "hat", sondern dass es einen überlebt!

    Ich kann mir solch eine Konstellation als stimmig vorstellen, wenn wirklich viele Kinder in dieser modernen Großfamilie aufgezogen und betreut werden. Aber das kann ja noch kommen
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#10 TheDad
  • 03.09.2016, 14:54h
  • Antwort auf #5 von Weinessig
  • ""Was ich mich ernsthaft frage: Verfällt man nicht in einen Familienstress, wenn ich nur an die Großeltern denke, die ja auch ihren Anspruch ans Kind aufstellen?""..

    Vielleicht überdenkt man dann erst einmal diese "Anspruchshaltung"..

    Weder Onkel noch Tanten noch Großeltern haben einen "Anspruch" an ein Kind..
    Es ist eine Frage ihrer Beteiligung am Leben dieses Kindes, und dem was sie diesem Kind dann anbieten an Bildung und Wissen, an Freizeitgestaltung, Urlaub und sonstigem..
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