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  • 02.09.2016, 12:10h           2      Teilen:   |

We Will Always Love You

Dolly Partons Liebeserklärung an Schwule und Lesben

Artikelbild
Dolly Parton tourt auch mit 70 Jahren noch durch die Welt

In einem Interview beschreibt die "I Will Always Love You"-Sängerin, wie sie vielen Schwulen und Lesben beim Coming-out geholfen hat.

Die Country-Sängerin Dolly Parton, die im Januar 70 Jahre alt geworden ist, hat im Interview mit dem Magazin "Pridesource" erklärt, dass sie in den letzten Jahrzehnten Schwule und Lesben stets dabei unterstützt habe, zu sich zu stehen: "Ich hab vielen Menschen über die Jahre geholfen, sich in ihrer eigenen Haut wohl zu fühlen", sagte Parton. Wenn Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung zu ihr gekommen seien, habe sie gesagt: "Du musst Leuten zeigen, wer du bist und du musst ein Coming-out haben. Du brauchst dein Leben nicht in Dunkelheit zu leben. Das nützt niemanden. Du wirst nie glücklich sein, sondern krank. Du wirst nie gesund sein, wenn du unterdrücken musst, was du fühlst und wer du bist."

Die Sängerin ist das Enfant terrible der amerikanischen Countryszene, die mehrheitlich sehr konservativ ist. Als Stilikone vieler Schwuler und Drag Queens (Zitat: "Ich hab viel Geld ausgegeben, um so billig auszusehen") setzte sie sich bereits für die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben ein, als mehr als zwei Drittel der Amerikaner die Gleichbehandlung noch strikt ablehnten. Ihre Begründung: Schwule und Lesben sollten das Recht haben, genauso zu leiden wie Heteros.

Direktlink | Dolly Parton schrieb und sang "I Will Always Love You". Der Song wurde später von Whitney Houston gecovert.


Im Interview mit "Pridesource" gab sie mehr über ihr Verhältnis zu LGBT preis: Als sie selbst in den ländlichen Great Smoky Mountains aufgewachsen sei, habe sie niemanden gekannt, der offen schwul oder lesbisch lebte. Als Teenagerin sei sie dann erstmals bewusst Schwulen und Lesben begegnet. "Es hat nicht lange gebraucht, bis ich verstanden habe, dass Menschen unterschiedlich sind, und ich habe das immer akzeptiert, weil auch ich anders war." Sie habe das intuitiv verstanden.

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Parton sagte weiter, dass nicht jeder in ihrer ländlichen Familie so offen war: "Da gibt es schon einige in den Bergen, die immer noch nicht genau wissen, was sie darüber denken sollen." Sie habe aber jahrelang daran gearbeitet, Meinungen zu ändern.

Schwule, Lesben und Transpersonen hätten viel durchmachen müssen, deswegen müssten sie sich mehr mit ihren Gefühlen auseinandersetzen als andere – und lebten dadurch bewusster, sagte Parton.

Wiederholt hat die Diva über ihre Homo- oder Trans-Fans gesprochen. So erklärte sie im Juli gegenüber dem britischen "Guardian", dass sie sich als "Familienmitglied oder auch Tante oder ältere Schwester oder Freundin" ihrer LGBT-Anhänger sehe. "Ich habe für das Recht gekämpft, ich zu sein, deshalb können sich Schwule und Lesben mit mir identifizieren. Sie wissen, dass ich jede und jeden akzeptiere, so wie sie oder er ist."

2011 kritisierte die überzeugte Christin religiöse Aktivisten, die ihren Glauben dazu missbrauchen, um gegen Schwule und Lesben zu polemisieren: "Was Christen angeht, sobald diese Leute ein Urteil fällen, sündigen sie schon. Die Sünde, Menschen zu verurteilen, ist genauso schlimm wie jede andere Sünde, die sie anderen vorwerfen", so Parton gegenüber "Billboard" (queer.de berichtete).

Auch in ihrer künstlerischen Laufbahn ging sie andere Wege als viele ihrer Kollegen im Countrybusiness. So sang sie 2005 den Titelsong "Travelin' Thru" für den Film "Transamerica", in dem eine Transsexuelle mittleren Alters (Felicity Huffman) ihren kriminellen 17-jährigen Sohn (Kevin Zegers) zum ersten Mal wieder trifft. Der Song wurde sogar für den Oscar nominiert.

Direktlink | Dolly singt "Travelin' Thru" während der Oscar-Show 2006


Die Sängerin und Autorin hat am 19. August ihr neues Album "Pure & Simple" veröffentlicht. Die CD schaffte es sofort auf Rang eins der amerikanischen Countrycharts. (dk)

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Tags: dolly parton
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Reaktionen zu "Dolly Partons Liebeserklärung an Schwule und Lesben"


 2 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
02.09.2016
14:07:00


(+3, 3 Votes)

Von Steve2


Beim Boycott gegen die LGBT-feindlichen Gesetze in North Carolina hat sie sich allerdings schön zurückgehalten, wie sie es meiner Meinung nach meistens tut. Bloß nicht anecken wollen, überall schön vage, so dass man es sich weder mit dem (eher konservativen) Country-Publikum nicht verscherzt, aber auch nicht mit der LGBT-Gemeinde.


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#2
02.09.2016
22:47:40


(+3, 3 Votes)

Von Nachdenker
Antwort zu Kommentar #1 von Steve2


Ich teile deine Wahrnehmung, dass sich Dolly Parton hier doch stark selbst überhöht. Ihre Einlassungen kommen mir arg unaufrichtig vor: sie wisse, wie es sich anfühlt, anders zu sein? Also, wenn ich mir die Frau anschaue, dann sieht sie exakt so aus, wie ich mir eine Country-Sängerin aus dem Bible Belt vorstelle. Vielen Leuten beim Coming out geholfen? Die schönste Rührung ist doch immer die Rührung über sich selbst, nicht wahr? Was davon wahr ist oder nicht, weiß nur sie allein.

Es gibt so einige Prominente, die nicht immer Gay Rights Supporter waren, z.B. Stephen King. Allerdings änderte sich dies mit Blick auf seine lesbische Tochter, und so unterstützte er die Kampagne zur Volksabstimmung in Maine zum Eheschließungsrecht auch finanziell. Ich glaube nicht, dass er rumläuft und erzählt, er habe "schon immer" schwulen Männern über die Straße geholfen oder so ähnlich.

Wer in der Country Szene tatsächlich sehr früh Homosexualität bemerkenswert selbstverständlich zeigte, ist Olivia Newton-John in ihrem Musikvideo zu "Physical". Das war zu der Zeit tatsächlich mutig. Geschadet hat es ihr nicht: in den 80ern machte sie noch einmal eine fast sagenhafte Karriere.


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