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  • 02.09.2016, 16:37h           28      Teilen:   |

Album "Sonny Black"

Bushido-Songs bleiben jugendgefährdend

Artikelbild
Bushido, hier in einem Interview mit dem österreichischen Fernsehen, macht immer wieder mit homophoben Texten von sich reden

Das homophobe Album "Sonny Black" darf nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts weiterhin nicht an Jugendliche abgegeben werden.

Das Bushido-Album "Sonny Black" bleibt nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln vom Freitag wegen homophober, frauenfeindlicher und gewaltverherrlichender Texte auf dem Index. Die Richter bestätigten damit die Einschätzung der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien aus dem Jahr 2015, gegen die der Rapper geklagt hatte.

Damit darf das Album weiterhin weder beworben noch an Jugendliche verkauft werden. Es ist auch nicht in Online-Verkaufshäusern wie amazon.de erhältlich. Bushido war nicht persönlich zur Verhandlung erschienen.

Die Bundesprüfstelle hatte argumentiert, die Texte auf dem Album wirkten "verrohend, verherrlichen einen kriminellen Lebensstil, insbesondere den Drogenhandel, und diskriminieren Frauen und homosexuelle Menschen". Die Texte bestünden "ausnahmslos aus Selbstüberhöhungen, sexuellen Diskriminierungen und Gewaltdarstellungen". Die Bonner Behörde wertete die Wahrscheinlichkeit, "dass Minderjährige die geäußerten Demütigungen in ihren Wortschatz und in ihr eigenes Verhalten übernehmen" könnten, als "sehr hoch" ein.

Die 15 Songs auf dem Album enthalten teils extrem homophobe Texte – so ist in mehreren Songs von "Schwuchteln" die Rede. Auch Ausdrücke wie "Du schwuler Spast" finden sich dort. In einem Song heißt es: "Berlin ist mein Hauptquartier, Du Schwuchtel wirst hier ausradiert."

Fortsetzung nach Anzeige


Bushido-Einspruch war 2015 erfolgreich

Bushido hat noch die Möglichkeit, Berufung beim Oberverwaltungsgericht Münster einzulegen. In einem ähnlichen Fall hatte er vergangenes Jahr in dieser Instanz einen Erfolg erzielt: Die Indizierung des Songs "Stress ohne Grund" wurde damals aufgehoben, obwohl auch dieses Lied extrem homophobe Texte enthielt (queer.de berichtete).

In diesem damals scharf kritisierten Song heißt es an einer Stelle etwa "Du Schwuchtel wirst gefoltert" und im Refrain: "Es ist ganz normal: Männer lutschen keine Schwänze". Außerdem wurde zwei Politikern der Tod gewünscht: "Ich will, das Serkan Tören jetzt ins Gras beißt", rappte Bushido, und: "Ich schieß' auf Claudia Roth und sie kriegt Löcher wie ein Golfplatz." Das Oberverwaltungsgericht entschied aber, dass die Indizierung rechtswidrig sei, weil die Bundesprüfstelle nicht ausreichend geprüft habe, ob es sich bei "Stress ohne Grund" um Kunst handele – die Behörde müsse aber Kunstfreiheit und Jugendschutz miteinander abwägen.

Bushido war in der Vergangenheit mehrfach wegen Körperverletzungen und Beleidigungen verurteilt worden, nie jedoch wegen homophober Aussagen. Im Jahr 2010 wurde ein Strafverfahren gegen ihn wegen Hetze gegen mehrere Teilnehmer des Transgenialen CSDs in Berlin eingestellt, er wurde stattdessen lediglich wegen Polizistenbeleidigung verurteilt (queer.de berichtete). 2005 hatte er in einem Lied "Ihr Tunten werden vergast" gesungen, was allerdings ebenfalls keine Konsequenzen zur Folge hatte (queer.de berichtete). (dk)

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Tags: bushido, gericht, verwaltungsgericht, köln
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Reaktionen zu "Bushido-Songs bleiben jugendgefährdend"


 28 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
02.09.2016
17:02:25


(+7, 7 Votes)

Von GeorgFalkenhagen
Aus Bremen
Mitglied seit 21.05.2010


Und das ist auch gut so - Recht gesprochen.


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#2
02.09.2016
17:11:14


(+8, 8 Votes)

Von Steve2


Richtig so! Sprache beeinflusst Menschen - vor allem junge Menschen, die dann z.B. einen Begriff wie "Schwuchtel" völlig unreflektiert übernehmen.


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#3
02.09.2016
17:38:58


(+4, 6 Votes)

Von 1818181818181818


Es wäre schön wenn genau so konsequent gegen rechte Bands vorgegangen würde und auch gegen solche Hassprediger wie Bachmann, Gauleiter, Höcke, de Maiziere und den ganzen anderen rechten Sumpf


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#4
02.09.2016
18:23:35


(+1, 9 Votes)

Von istdaskunstoder


Ich oute mich hier jetzt mal als (Kunst)banause.
ich frage mich ernsthaft, was man noch alles als Kunst bezeichnet/bezeichnen will, was bei Tageslicht und objektiv betrachtet im Grunde nur wild durcheinander gewuerfelte Worte/Wortfetzen oder manchmal auch nur Butterhaeufchen sind.
Ich bin ueberzeugt davon, dass wenn man einen Mistkaefer seiner Taetigkeit nachgehen laesst und das irgendwie auf Papier festhaelt (bspw. mit Spruehkleber o.a.), sich immer irgendwelche "Kunstversteher" finden, die diese oder jene Intentionen des "Kuenstler daraus herauslesen, oder gar eine Seelenverwandschaft erkennen wollen.
Ich verstehe einfach nicht, wie man solche primitiven Aeusserungen mit eindeutigem Inhalt bzw. eindeutiger Aussage immer noch als durch die Kunstfreiheit gedeckt betrachten kann. In diesem Falle ist das, zumindest m.M.n., einfach nur homofeindliches Gestammel einer denkbefreiten, unaufgeklaerten Dumpfbacke.

Wenn man wirkliche Kunstwerke auf hoechstem Niveau hoeren will, sollte man sich die Werke der klassichen Musik anhoeren, und da v.a. von Beethoven, Brahms, Schubert, Schumann). Ist fuer viele vielleicht, nun "ungewohnt", aber, zumindest bei den grossen Symphonien, ein harmonisches Zusammenspiel der Instrumente, das "richtige" Timing bei der Abstimmung der Einsaetze der Instrumente...., DAS ist richtige Kunst.

Das was Bushido und Konsorten produzieren, ist m.M.n. einfach nur kommerzieller Muell.


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#5
02.09.2016
18:33:45


(+4, 4 Votes)

Von istdaskunstoder


Nachtrag:

was nuetzt es, wenn eine CD, ein Lied, ... auf dem Index steht, wenn man sich die Sachen mit Leichtigkeit "aus dem Internet" holen kann?

Das foerdert dann doch wieder einmal mehr die Rufe nach einer Zensur "des Internets". Und ganz schnell sind wir dann bei einer staatlichen Gesamtkontrolle des ach so poesen "Internets".

Wie waere es stattdessen mal mit Bildung? Auklaerung schon in der Schule? Den Kinder vielleicht schon eigenstaendiges Denken beibringen? Informationen vermitteln, oder zumindest die Faehigkeit, sich Informationen veschaffen zu koennen? Und damit meine ich nicht unbedingt, sich mal kurz durchs "Internet" zu klicken und sich sogen. Informationen aus dubiosen Foren zu fischen, die oftmals nur auf HoerenSagen beruhen. (Die Faehigkeit zur Unterscheidung gehoert auch zum eigenstaendigen und kritischen Denken!)


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#6
02.09.2016
18:40:24
Via Handy


(+6, 6 Votes)

Von markusbln11


Richtiges urteil. Gut so.

Und im übrigen. Aufrufe zur vergasung, ausradierung oder ermordung von menschen können auch in songtexten keine kunstfreiheit sein.

Da hätte ich von den gerichten in der vergangenheit schon klarere grenzlinien zu dem was noch geht erwartet. Oder werden verbale angriffe auf die lgbt-community eher als tolerierbar(er) erachtet?


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#7
02.09.2016
19:04:47


(-2, 6 Votes)

Von seb1983
Profil nur für angemeldete User sichtbar


10 Jahre zu spät, nur ein einziges Album während die ganze Szene inzwischen so groß ist dass der Kram massenhaft produziert und online gestellt wird.
So macht man noch mal ordentlich Medienrummel, rudert beim nächsten Album minimal zurück und sahnt weiter ab.

Der Schaden den solche "Künstler" anrichten im Lebensalltag junger Menschen ist millionenfach schlimmer als das was Kirche und Politik produzieren und sowieso keiner mitbekommt.


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#8
02.09.2016
19:24:07


(+3, 7 Votes)

Von antos
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #4 von istdaskunstoder


"Wenn man wirkliche Kunstwerke auf hoechstem Niveau hoeren will, sollte man sich die Werke der klassichen Musik anhoeren [...]", -

...wenn man beim Kunstverständnis des 19. Jahrhunderts stehenbleiben möchte.


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#9
02.09.2016
20:41:44


(-1, 7 Votes)

Von istdaskunstoder
Antwort zu Kommentar #8 von antos


Erstens meinte ich damit die Faehigkeit ein ueberaus komplexes Werk zu schaffen, in dem saemtliche Einzelteile ein ueberaus harmonische Gesamtwerk ergeben und zweitens, meinte ich damit keineswegs, dass es keine neuen Kunstwerke mehr geben kann. Mir ist es nur oftmals , nein komplett unverstaendlich, wie sich erwachsene Menschen vor ein Haeufchen an die Wand geklatschte Butter stellen, und dann allen Ernstes darueber fabulieren, was der Kuenstler damit gemeint haben koennte.
Wenn man z.B die Vergaenglichkeit des Seins zeigen will, brauchts dafuer nicht unbedingt ranzige Butter; da kann man z.B. einfach mal nur in die Natur gehen und sich etwas aufmerksam umsehen. Da sieht man zahllose Beispiele fuer Verfall und auch Neugeburt, da brauche ich kein teures Geld fuer aus dem Fenster zu schmeissen. Da schnapp ich mir mein Fahrrad und fahre mit halbwegs offenen Augen durch die Gegend bzw. mache auch mal Halt und sehe mir dann halbwegs aufmerksam die Gegend an. Oder betrachte einfach mal die Blueten von grossen wie kleinen Blumen/Pflanzen. Es ist erstaunlich, welche Details man dabei entdecken und geniessen kann. Und geniesse dabei noch frische Luft und bin dabei Bewegung.
Und voellig unverstaendlich ist es mir, wie man fuer solche "Kunstwerke" oftmals einen Haufen Geld ausgibt.
Und dass Beruehmtheit in der Kunstwelt oft nur davon abhaengt, dass man einen "bedeutenden" Maezen als Unterstuetzer findet, der einen dann foerdert bzw. an den richtigen Stellen vorstellt, ist m. M.n. nur ein weiteres Indiz dafuer, dass beruehmte Kunst nicht deshalb beruehmt oder bekannt wird, weil sie gut oder ausdrucksstark ist, sondern einfach nur aufgrund der Person, die sie propagiert. Und das ist nicht unbedingt ein Guetemerkmal fuer den Kuenstler bzw. dessen Werke. Getreu der Devise "Wenn DER das sagt, dann MUSS das ja was sein".

Ein weiterer Punkt: warum sind die Werke aus vergangenen JahrHUNDERTEN denn HEUTE noch so bekannt/beruehmt? Bestimmt nicht, weil sich das Kunst"verstaendnis" so stark gewandelt hat.
Bist Du sicher, dass "Musik" von Bushido, oder der meiste heutige Kommerz-Mist aus den Charts, aber auch viele andere Werke "genialer" Kuenstler von heute so noch in hundert oder auch nur 50 Jahren so bekannt und begehrt ist/sind? Ich bin's nicht


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#10
02.09.2016
21:02:14


(-6, 6 Votes)

Von kunschtsinnig


bitte als gesang lesen, da kunst:
ne hasserfüllte fresse mit salafistenmuschi vorm brandenburger tor. das gesicht des neuen deutschlands.


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