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Flyer zur abgesagten Party: "Der Reichsbunker" steht klein unter der "13"

Nach Protesten cancelte der Club Rage im schweizerischen Schlieren ein umstrittenes Fetischevent.

Die für den 1. Oktober im Schweizer Gay-Club Rage geplante Party "Bunker 13 – Der Reichsbunker" findet nicht statt. Wie die Zeitung "20 Minuten" am Wochenende berichtete, wurde die Veranstaltung in Schlieren ohne Erklärung aus dem Terminkalender gestrichen und durch ein anderes Mottoevent ersetzt. Auf dem Flyer waren Uniformen abgebildet, die an die Nazizeit erinnerten.

Vor der Absage hatte u.a. die Schweizer Schwulenorganisation Pink Cross gegen die Party protestiert. "In Anbetracht der Vergangenheit und der leidvollen Verfolgung von schwulen Männern während der Nazi-Zeit erscheint uns der gewählte Name und Beschrieb der Fetisch-Party als unsensibel und unpassend gewählt", erklärte Geschäftsleiter Bastian Baumann.

Gegenüber "20 Minuten" hatte ein Club-Sprecher die "Reichsbunker"-Party noch verteidigt, die in der schwulen Fetischszene nichts Außergewöhnliches sei: "Sie finden sogar in Deutschland statt." Mit Politik oder Nationalsozialismus hätten solche Events nicht zu tun: "Es handelt sich lediglich um einen Fetisch. Sozusagen das Salz in der Suppe, damit es spannender wird." (cw)



#1 FredinbkkProfil
  • 05.09.2016, 03:45hBangkok
  • Fetisch hin oder her....

    Uniformen...warum nicht

    aber als Schwuler in einer Nazi-Uniform ...

    das finde ich schon makaber ,wenn nicht sogar

    PERVERS...
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#2 LedErich
  • 05.09.2016, 04:53h

  • Aber eine solche Fetisch-Ausprägung sollte nicht stolz öffentlich und mit Bild beworben werden, weil es einfach unerträglich ist.
    Sonst brauchen wir uns über Bushido oder AFD- und Unionspolitiker*innen auch nicht mehr aufregen. Die glauben ja auch, dass sie nicht rechts sind.
    Ich liebe Leder und finde es abstoßend, wenn ich im Internet unter diesem Stichwort ständig Hakenkreuze und SS-Zeichen zu sehen bekomme.
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#3 goddamn liberalAnonym
  • 05.09.2016, 10:41h
  • Antwort auf #2 von LedErich
  • Und dann sollte das in der Schweiz stattfinden, die die NS-Greuel von der bequemen Loge aus betrachten durfte.

    Wenn man die Bilder so sieht, dann gewinnt man den Eindruck, dass den Veranstaltern die Uniformen der eigenen Armee nicht 'geil' genug sind.

    Wahrscheinlich deshalb, weil an denen fast kein Blut klebt.

    Würgg...
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#4 Stolzer HomoAnonym
  • 05.09.2016, 12:08h
  • Wo siehst du dort eine NAZI-Uniform? Man sollte sich schon einwenig damit auskennen und auch die Fetisch-Szene, bevor man Sexualität mit politischer Gesinnung in einen Tipf wirft.

    Nicht wenige Schwule haben Gewalt-Phanatsien (Knast-Phantasien usw)..die Pornovideos haben es immer wieder als Thema. Sei es als Sklave im alten Rom oder eben als Untergebener eines Uniformierten. Kinder spielen auch Krieg und Erwachsene spielen eben im Bereich der Sexualität mit ihren Gewalt-Phantasien.

    Nur bin ich nicht so engstirnig und sehe hinter allem gleich einen zukünftigen rechtsradikalen Gewaltverbrecher. Grantiert möchte kein Fetisch-Liebhaber tatsächlich in der Realität im Gefängnis sein. Es geht eben aum ausgelebte Phanatsien in einem geschützten Rahmen.
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#5 goddamn liberalAnonym
#6 FredinbkkProfil
  • 05.09.2016, 12:52hBangkok
  • Antwort auf #5 von goddamn liberal
  • ......und "REICHSBUNKER" ....das zeigt doch auch die "Richtung" auf...

    sollten die schwizer Uniform-_Fetischisten nicht besser die Bekleidung der schweizer Garde im Vatikan bevorzugen,,,

    mit lustigem Huetchen und gestreiften Pludderhoeschen ..wie s auch dem Papst gefaellt...

    ..stelle mir das gerade bildlich vor ... bei so einem

    Fetisch-Treff ....lach mich krumm...
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#7 Foxie
  • 05.09.2016, 14:28h

  • Uniform, Leder, Fetish usw. ist ja alles ok wenn es den Beteiligten gefällt. Aber das Spiel mit Insignien des 3. Reiches, dem Land des rosa Winkels, daß die Welt damals mit millionenfachem Leid überzogen hat, ist pervers und zeigt bestenfalls "nur"die Beschränktheit des Trägers an.
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#9 wiking77
  • 05.09.2016, 14:51h
  • oh mein Gott, wie kleingeistig. Hier wird mal wieder was exorziert, was schon längst , fast ein dreiviertel Jahrhundert tot, mausetot ist.

    Lasst doch den Lederkerlen den Spass.
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#10 ursus
  • 05.09.2016, 16:35h
  • Antwort auf #9 von wiking77
  • >"Hier wird mal wieder was exorziert, was schon längst , fast ein dreiviertel Jahrhundert tot, mausetot ist."

    dass von deiner seite die geschichtsvergessene und gefährliche "schlussstrich"-argumentation kommt, verwundert regelmäßige leser_innen nicht. es passt ins gesamtbild.

    obwohl: "vergessen" ist wohl das falsche wort für ein bewusstes plädoyer für ignoranz und verdrängung.

    viele opfer leben noch. viele traumatisierte angehörige ebenfalls. wenigstens denen zuliebe, wenn schon nicht aus genereller einsicht, sollte man sensibler mit nazi-symbolik und -begrifflichkeit umgehen als das hier geschehen ist.

    ein verständnis für die besondere sensibilität dieses themas darf man auch nicht-lederkerlen abverlangen.
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