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  • 05.09.2016, 15:58h           8      Teilen:   |

Sat.1-Container ohne Transsexuelle

Edona James fliegt aus dem "Big Brother"-Haus

Artikelbild
Edona James drohte mehrfach mit ihrem Abgang – am Ende wurde sie von Sat.1 rausgeschmissen (Bild: Sat.1)

Als erste Teilnehmerin muss Edona James den Container verlassen – wegen "wiederholter Regelverstöße".

Sat.1 hat am Montagmittag bekannt gegeben, dass die erste transsexuelle Kandidatin bei "Promi Big Brother" die Show verlassen muss. Der große Bruder schmeiße Edona James "wegen wiederholter Regelverstöße aus dem Haus", so der Unterföhringer Privatsender via Twitter. Weitere Details zu den Gründen soll in der Live-Sendung um 22.15 Uhr bekannt gegeben werden. Der Mediendienst DWDL.de berichtet, der Rauswurf sei im Livestream nicht zu sehen gewesen.



Laut dem Kölner Boulevardblatt "Express" soll sich Edona inzwischen an einem geheimen Ort in Betreuung eines Psychologen" befinden. Mehr Informationen seien aber noch nicht bekannt.

Edona James, die als einzige Kandidatin bislang nur in der "Kanalisation" und nicht im "Luxus"-Container hausen durfte, drohte bereits mehrfach selbst mit dem Auszug. Ein Grund war ein Streit mit Mario Basler: Edona hatte sich am Sonntag bei einem Spiel lautstark über den Ex-Fußballer echauffiert, der auf der Suche nach Ballons, die er zum Platzen bringen sollte, die Orientierung verlor und versehentlich mehrmals auf Edona einschlug – mit dem Schläger traf er sie im Gesicht und an Armen. Edona ging darauf verbal auf Basler los, woraufhin Moderator Jochen Schropp schlichtete: "Mario hat dich nicht gesehen, er hat dich ja nicht extra geschlagen." Edona sprach danach von einer "Attacke".

Fortsetzung nach Anzeige


Edona war hungrig

Auch weil sie wegen des verlorenen Spieles in der "Kanalisation" weiterhin wenig Essen erhält, drohte die Kandidatin mit dem Rückzug: "Jetzt muss ich noch mal sechs Tage hier hungern? Nada! Ich werde ausziehen." Dabei versuchten die Produzenten, sie zum Dableiben zu überreden: So wurden ihretwegen bereits die Regeln aufgeweicht und die Macher boten ihr bei einem Verbleib an, ausnahmsweise Croissants, Rührei und Kakao statt des üblichen angegammelten Gemüses zum Frühstück zu erhalten.

Im Vorfeld ihres Einzuges hatte Edona angekündigt, mit einer Botschaft in den Container einzuziehen: "Ich erwarte mehr Toleranz und Akzeptanz für Transsexuelle. Ich bin so geboren. Man sollte nicht nur vor die Fassade gucken, sondern auch dahinter."

Aufgefallen ist die 29-Jährige, die ihren Promistatus einem Auftritt in der RTL-Show "Adam sucht Eva – Gestrandet im Paradies" verdankt, bislang allerdings vor allem durch Striptease und Streitigkeiten mit mehreren Teilnehmern. So erntete sie Kritik von Prinz Marcus von Anhalt, weil sie abfällig das Wort "Nutte" benutzt hatte. Auch Mario Basler wurde es dabei zu bunt: "Du hast mir gestern was von Randgruppen erzählt, die nicht beachtet werden, und jetzt machst du das Gleiche. Sei doch mal genauso tolerant zu den Menschen wie du es von ihnen verlangst! Als wenn es was Schlechtes ist, eine Nutte zu sein." Ihre Antwort: "Ich war ja selbst eine." (cw)

 Update  06.09.: Edona wegen "menschenverachtenden" Verhaltens rausgeschmissen

In der Live-Show am Montagabend erklärte Moderator Jochen Schropp, dass Edona wegen ihres Verhaltens gegenüber Mitkandidatin Isa Jank aus der Show geflogen sei. "Das, was sie zu Isa gesagt hat, war einfach nur schäbig und menschenverachtend", so Schropp.

Edona hatte sich in der "Kanalisation" mit allen anderen Wortgefechte geliefert. Bei einem Streit mit der 64-jährigen Schauspielerin sagte die 29-Jährige dann: "Aber du bist leider hier unten. Und hier wirst du auch verrecken." Das war den Machern der Show dann zu viel.

Mehr zum Thema:
» Big Brother: Trans-Kandidatin Edona Jones zeigt ihre Brüste (03.09.16)
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Tags: edona james, promi big brother, sat.1
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Reaktionen zu "Edona James fliegt aus dem "Big Brother"-Haus"


 8 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
06.09.2016
09:06:20


(-5, 11 Votes)

Von herve64
Aus München (Bayern)
Mitglied seit 09.12.2008


Wie tief ist man als selbsternanntes "Organ der Homo-Lobby" eigentlich gesunken, dass man über derartige Verblödungsshows voller Z-Promis so exorbitant berichtet. Sorry, aber das ist nur noch peinlich!


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#2
06.09.2016
13:45:30


(+4, 6 Votes)

Von JarJar
Aus Kiel (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 30.10.2015
Antwort zu Kommentar #1 von herve64


Ich schaue es auch nicht, da es schlicht langweilig ist. Aber Geschmäcker sind verschieden und dann finde ich es auch okay wenn diese Seite darüber berichtet. Toleranz und so... Nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Dingen die einen selber vielleicht nicht interessieren. Außerdem zwingt einen niemand die Nachrichten hier anzuklicken und zu lesen. Es scheint dir aber ein Bedürfnis gewesen zu sein der Welt mitzuteilen was du von der Sendung hältst.


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#3
06.09.2016
21:30:46


(-2, 4 Votes)

Von herve64
Aus München (Bayern)
Mitglied seit 09.12.2008
Antwort zu Kommentar #2 von JarJar


Irrtum. Es war mir ein Bedürfnis, meine Kritik darüber kund zu tun, wie viel Raum man hier einer an sich uninteressanten Meldung über eine uninteressante Sendung gibt. Dafür hätten zwei bis drei Sätze gereicht als Klatsch- und Tratschmeldung.


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#4
07.09.2016
06:11:36


(+3, 3 Votes)

Von Alice
Antwort zu Kommentar #1 von herve64


Niemand guckt "Big Brother" ... ich auch nicht, dennoch
"1,99 Millionen Zuschauer ab drei Jahren sahen im Schnitt bis 23.45 Uhr zu das waren 0,23 Millionen mehr als noch am Sonntag."
Link zu www.quotenmeter.de

Also wenn 2 Millionen , d.h. etwa 2,5% der Deutschen, etwas gucken was Dich nicht interessiert, dann darf man darüber nicht berichten?
Weil: "Lass die mal machen!"?

Übrigens fand ich den Bericht interessant: Da gibt es also einen "Kanalisation"-Container in dem man nix zu Essen bekommt - stinkt das da auch und Ratten und so? Und man bekommt beim Luftballonplattklopfen Schläge ins Gesicht weil da jemand orientierungslos herumläuft, der auch noch Fußballer war und eigentlich immer intuitiv wissen sollte wo das Tor und seine Mitspieler gerade so herumlaufen bzw. -stehen?

Ich verstehe nicht:
"'Das, was sie zu Isa gesagt hat, war einfach nur schäbig und menschenverachtend', so Schropp." - und das soll folgende Aussage gewesen sein:
"Aber du bist leider hier unten. Und hier wirst du auch verrecken.'' Das war den Machern der Show dann zu viel."

Den Machern, also denen die "ganz unten" einen "Kanalisations"-Container gemacht haben, "Insassen" hungern und Leute wild um sich hauen lassen?
Ähm ist _das_ nicht schäbig und menschenverachtend?
Im Kanalisationscontainer zu sein scheint ja auch ganz schlimm (= totaler gesellschaftlicher Abstieg) zu sein: Denn, liebe Isa, wer würde nicht gerne "im Himmel" "verrecken" ?!


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#5
07.09.2016
16:27:22


(-1, 3 Votes)

Von Holger Grafe
Antwort zu Kommentar #1 von herve64


Ich hol mir auch mal ein paar Negativ-Votes ab .... voll deiner Meinung!

zu #2 ... dass hat nichts mit Toleranz zu tun, sondern mit Niveau! Wir sind hier bei queer.de und nicht bei der BILD

und zu #4 .... bestes Beispiel dafür, womit sich Menschen heutzutage beschäftigen ...... ich könnt heulen!


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#6
08.09.2016
05:33:24


(+2, 2 Votes)

Von Homonklin44
Aus Tauroa Point (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 08.07.2014


Okay. Jetzt weiß ich wenigstens, wer das ist, wenn auch nicht, warum sie wichtig ist. Aber egal.

Von dieser Show habe ich mal vor etlichen Jahren bei einem Bekannten 2 Minuten gesehen. Da haben sich ein paar Leute gegenseitig mit Kissen beworfen, das blieb mir in Erinnerung. Ob diese Erinnerung einen Gehalt trägt, möge der Geier entscheiden.

Was man so im Artikel liest, scheint diese Sendung so ziemlich den Boden des bodenlosen Niveaus heutigen TV's auszuloten.
Ich weiß nicht, ob es noch anderes gibt, schaue schon seit den Neunzigern nicht mehr, nur mal bei Bekannten, die eine Glotze an haben.

Schäbig und gruselig scheint das Publikum zu sein, wenn sich Leute so einen Unsinn reintun. Aber es soll auch Sender geben, die stundenlang Werbung senden, erzählt ein Kollege.
Und diese BILD-Zeitung kennt auch fast jeder und weiß, was da so drin steht, von all denen, die sie nie kaufen.

Vielleicht ist das eine Randerscheinung der gesellschaftlichen Entwicklung. Mehr Entwicklung = ein Haufen Wickelpapier. Wenn man alle rausschmeißen würde, die sich nicht halbwegs benehmen können, wäre Deutschland ein riesiges Wildnisfeld, und an jedem Baggersee würde vielleicht noch einer nackt baden.


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#7
09.09.2016
10:04:13


(0, 2 Votes)

Von JarJar
Aus Kiel (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 30.10.2015
Antwort zu Kommentar #5 von Holger Grafe


Die schwule Bevölkerungsschicht ist so bunt wie keine andere, einfach weil jeder schwul sein kann. Es gibt schwule Frisöre und Raumausstatter, genauso wie schwule Bauarbeiter und KFZ Mechaniker. Schwule sind in allen Bildungsschichten, warum also sollte man solche Themen, die aktuell in der Tagespresse sind, nicht auch hier aufgreifen?
Wie gesagt es ist schlicht intolerant wenn man der Meinung ist nur weil es einen selbst nicht interessiert oder es einem zu niveaulos ist müsste man den Artikel kritisieren. Man kann auch einfach drüber weglesen, nicht anklicken, das geht ganz einfach. Aber es scheint ja so sehr zu stören nur den Titel Promi Big Brother zu hören, dass man den Artikel öffnet, sich drüber aufregt und die Zeit dafür investiert einen Kommentar dazu zu verfassen. Eigentlich hat Big Brother genau das erreicht was sie damit bezwecken wollen. Nämlich das man drüber spricht. Würde man das Thema einfach nicht kommentieren, einfach weil es einem egal ist, würden hier 1-2 Kommentare sein und letztlich würde es solche Sendungen nicht geben, würden sie medial keine Aufmerksamkeit bekommen.

Interessanter finde ich gerade an Edona James Auftritt ob so etwas nicht der Bewegung schadet. Sie scheint sich ja als Zicke und aufmerksamkeitsgeiler Freak dargestellt zu haben. Der einfache Hetenzuschauer wird nun wieder sagen: "Schau dir die Spinner an und solche wollen Kinder erziehen und adoptieren?"


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#8
11.09.2016
22:03:34


(+1, 1 Vote)

Von Orbituary


Da wir gerade bei Transmenschen sind:

Im Alter von nur 47 Jahren verstarb nach langer Krankheit die Schauspielerin Alexis Arquette, die 1969 als Robert Arquette geboren wurde:

Link zu www.usmagazine.com

Ruhe in Frieden!


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