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  • 07.09.2016, 14:22h           6      Teilen:   |

Australien

Kylie Minogue setzt sich für Ehe-Öffnung ein

Artikelbild
Kylie Minogue bei einem Auftritt bei Sydney Gay and Lesbian Mardi Gras (2012) (Bild: flickr / Eva Rinaldi / cc by 2.0)

Seit Jahrzehnten gilt Kylie als Schwulenikone – da wurmt es die Sängerin natürlich gewaltig, dass in ihrem Heimatland Australien die Ehe für Schwule und Lesben noch nicht geöffnet worden ist.

Die Sängerin und Schauspielerin Kylie Minogue hat sich in die Debatte um die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht in Australien eingeschaltet. Die 48-Jährige erklärte nach Angaben der Tageszeitung "Daily Telegraph", sie halte Australien wegen des Ehe-Verbot für gleichgeschlechtliche Paare für "rückständig". Außerdem habe sich die Erde auch in Teilen der Welt weitergedreht, in dem die Gleichstellung erfolgt ist. "Liebe ist Liebe", sagte Minogue.

Ihr 20 Jahre jüngerer Verlobter Joshua Sasse engagiert sich bereits seit längerem für die Öffnung der Ehe. Bereits im Juni schrieb der britische Schauspieler auf Twitter: "Australien ist so spät, die Gesetze zur gleichgeschlechtlichen Ehe zu ändern, wie Mauretanien spät mit Sklaverei dran war – das ist kein beneidenswerter Vergleich." Mauretanien war das letzte Land der Welt, das die Sklaverei offiziell verboten hat – im Jahr 1981. In weiteren Tweets forderte Sasse immer wieder die Ehe-Öffnung. Erst am Dienstag schrieb er, dass sich Australien und andere Länder dafür schämen sollten, "auf der falschen Seite der Geschichte" zu stehen.


Kylies Verlobter Joshua Sasse, hier in einer Rolle in der kurzlebigen US-Serie "Galavant", wirbt schon länger für die Ehe-Öffnung (Bild: ABC)

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Kylie: "Wir warten darauf, dass es passiert"

Minogue erklärte, sie unterstütze ihren Ehemann bei dieser Forderung. "Er ist unnachgiebig in seinem Kampf für Homo-Rechte in Australien", sagte die "Locomotion"-Sängerin. "Er kann es einfach nicht begreifen, dass die gleichgeschlechtliche Ehe noch nicht erlaubt wurde, und ich stehe natürlich voll hinter ihm. Wir warten darauf, dass es passiert."

Bislang gibt es in Australien keine bundesweite rechtliche Anerkennung von Homo-Paaren. In allen Bundesstaaten und Territorien sind allerdings in den letzten Jahren "civil unions", "domestic partnerships" oder "civil partnerships" eingeführt worden. Diese enthalten die meisten, aber nicht alle Rechte der Ehe. Ein Versuch der Hauptstadtregion im Jahr 2013, die Ehe regional zu öffnen, wurde vom Obersten Gerichtshof gestoppt, weil die Bundesregierung für die Ehe-Definition zuständig sei (queer.de berichtete).

Kommt ein Volksentscheid oder eine Parlamentsabstimmung?

Die Ehe für alle bleibt in Australien ein großes politisches Streitthema: Premierminister Malcolm Turnbull hatte vor den Parlamentswahlen im Juli angekündigt, bei einem Wahlsieg einen Volksentscheid zum Thema durchführen zu wollen, während die größte Oppositionspartei, die Labor Party, die Ehe-Öffnung parlamentarisch beschließen wollte (queer.de berichtete).

Turnbull konnte die Wahl am Ende nur knapp gewinnen und er ist für die Abhaltung eines Referendums auf Unterstützung der Opposition angewiesen. Die Labor-Partei und die Grünen setzen sich aber weiterhin dafür ein, eine freie Abstimmung zum Thema im Parlament zu erlauben – eine Mehrheit würde als sicher gelten.


Premierminister Malcolm Turnbull möchte das Volk über die Ehe-Öffnung entscheiden lassen (Bild: Liberal Party of Australia)


Auch LGBT-Organisationen sprechen sich gegen ein Referendum aus. Sie sehen darin eine teure Hinhaltetaktik, das nicht der Sache, sondern Koalitionszwängen geschuldet sei. Zudem könne eine Abstimmung zu einer Radikalisierung unter Homo-Gegnern führen, die sich in LGBT-feindlicher Gewalt entladen könnte. Eine Abstimmung im Parlament sei sowieso nach einem Referendum notwendig, da die Regierung sich für ein Referendum in der Form eines nicht-bindenden Plebiszits entschieden hat. Auch die Kosten der Volksbefragung, die auf bis zu 180 Millionen Dollar (125 Millionen Euro) geschätzt werden, sind ein Kritikpunkt.

Umfragen zufolge unterstützt eine deutliche Mehrheit von 60 Prozent die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht. (dk)

Mehr zum Thema:
» Kylie "größter Gay-Star aller Zeiten" (07.01.07)
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Tags: kylie minogue, australien, joshua sasse, ehe für alle, ehe-öffnung
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Reaktionen zu "Kylie Minogue setzt sich für Ehe-Öffnung ein"


 6 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
07.09.2016
15:09:00


(+5, 5 Votes)

Von Australier


Die australischen konservativen Politiker sind genauso schlimm wie die deutschen konservativen Politiker. Ich beobachte die Entwicklung in Australien schon seit Jahren. Immer wieder gab es Versuche dort die Ehe zu öffnen, aber immer ist den konservativen Kräften etwas eingefallen um das zu verhindern.

Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit, dass es in den nächsten zwei Jahren in Australien zu einer Eheöffnung kommt, recht gering ist, denn die Konservativen beharren auf einem Volksentscheid, während die Oposition den Volksentscheid (zurecht) ablehnen wird, denn es wäre richtig übel das Volk über die Rechte einer Minderheit abstimmen zu lassen. Turnbull wird von seinen konservativen Leuten nur deswegen unterstützt, weil er ihnen für die Eheöffnung ein Referendum versprochen hat. Da er natürlich an der Macht bleiben will, beharrt er darauf.

Wie gesagt, ich beobachte das schon seit jahren, was in Australien abgeht...


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#2
07.09.2016
15:23:17


(+6, 6 Votes)

Von Yannick


Danke Kylie und Joshua.

Wollen wir hoffen, dass in Australien bald die Eheöffnung ohne jede Einschränkung kommt...


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#3
07.09.2016
15:25:29


(-3, 5 Votes)

Von Steve2


Schön wäre es, wenn sie sich neben LGBT-Rechten auch einmal für Tierrechte einsetzen und keinen echten Pelz mehr tragen würde.


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#4
07.09.2016
17:16:25


(-4, 4 Votes)

Von Bieter Dohlen


Welche Sängerin könnte sich denn mal in Deutschland so engagieren?

Helene Fischer?
Dann laufen ihr die Russanddeutschen davon.

Marianne Rosenberg?
Wird eh nur noch in der Szene wahrgenommen.

Mary Rose?
Bucht keiner mehr außerhalb von Köln.

Andrea Berg oder Beatrice Egli?
Nur wenn sie anschließend auf das Geld ihres Proll-Publikums verzichten können.



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#5
08.09.2016
06:02:30


(+2, 2 Votes)

Von Homonklin44
Aus Tauroa Point (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 08.07.2014
Antwort zu Kommentar #4 von Bieter Dohlen


Vielleicht Nina Hagen. Kommt ja aus einer ziemlich weltoffenen Family.

Die Religioten haben sie anscheinend auch auf'm Kieker. Viele, die von denen 'entherzt' werden, könnten gute Verbündete sein.

Kylie und ihr Männe haben down under schon genug zu kämpfen. Irgendwie scheint es so eine Art Wettrennen der rückständigen Länder zu geben, und unseres ist mit Australien ganz viorne mit dabei.

Man müsste aus beiden Ländern mehr Religioten nach Franz-Josef-Land exportieren. Da haben sie noch nicht genug, die die Kälte weg beten können.


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#6
08.09.2016
13:21:46
Via Handy


(-2, 4 Votes)

Von blahblahblah


Wie immer schlecht informierte und - daraus resultierend - homophobe "Berichterstattung"...

---

"In allen Bundesstaaten und Territorien sind [...] in den letzten Jahren [Partnerschaften] eingeführt worden."

Northern Territory, South Australia und Western Australia (inkl. Christmas Island und Cocos Keeling Islands) haben *keine* eingetrag. Partnerschaften.

---

"Bislang gibt es in Australien keine bundesweite rechtliche Anerkennung"

Die in den Staaten und Territorien begruendeten Partnerschaften werden auch von der gesamtstaatlichen Regierung - unabhaengig davon ob man in einem Anerkennungsstaat wohnt oder nicht - (als "registered relationship") anerkannt.

Zudem gibt es auf gesamtstaatlicher Ebene "de facto relationships".


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