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  • 07.09.2016, 16:41h           3      Teilen:   |

Kinostart

Fabulöser als gedacht

Artikelbild
Patsy und Eddy in Hochform

Ab Donnerstag im Kino: In "Absolutely Fabulous – Der Film" zünden Jennifer Saunders und Joanna Lumley ein Gag-Feuerwerk in alter Stärke.

Von Carsten Weidemann

Juhu, "Ab Fab" ist zurück. Erstmals in Leindwandfassung samt entsprechender Länge und, nach einigen eher mauen neuen TV-Folgen, immerhin in alter Stärke: Es darf viel gelacht werden.

Die Handlung ist schnell erzählt: Edina Monsoon (Jennifer Saunders, die auch das Drehbuch verfasste) lebt mit inzwischen fast 60 noch immer ein Luxusleben mit viel Bolly und Botox, ganz viel davon, doch die eigene PR-Firma trägt den ausufernden Lebensstil mit ihrer besten Freundin Patsy Stone (Joanna Lumley, selbst inzwischen 70) nur noch bedingt. An einem Buchprojekt Edinas ist niemand interessiert.


Lumley und Saunders bewarben den Film im Sommer beim Londoner CSD, Bild: Facebook-Seite des Films


Als sie davon erfährt, dass Kate Moss ihr PR-Managment wechselt, setzt Edina daher alles daran, um an sie heranzukommen. Im hektischen Wettkampf, unter anderem mit der Allzeit-Konkurrentin Claudia Bing, um die Gunst von Moss wirft sie das Model letztlich versehentlich in die Themse.

Edina wird unter einigem Medienrummel zur nationalen Persona non grata und flüchtet letztlich mit Patsy nach Cannes. Dort suchen die beiden nach reichen Männern – und Frauen -, die ihnen das neue Leben finanzieren sollen

Fortsetzung nach Anzeige


Kylie & Co. statt Plot

Der lang erwartete Film – die letzte TV-Folge ist vier Jahre alt – bringt ein Wiedersehen mit etlichen liebgewonnenen Charakteren der Serie: Edinas dauergrummelnde Tochter Saffy natürlich mit ihrer Tochter Lola, Edinas Assistentin Bubbles mit ihren absurden Fummeln, die bezaubernde June Whitfield als Edinas Mutter. Fast zu kurz kommt Kathy Burke als Magda, deren rauer Cockney-Akzent im Original eine Dauerfreude ist und mit der man mal locker einen Spin-Off drehen könnte.

Auch neue Charaktere werden eingeführt, Robert Webb als Saffys Freund und Polizist Nick, oder Chris Colfer ("Glee") als Edinas Stylist – sie bleiben aber an der Oberfläche wie ein Großteil des Films. Dafür gibt es etliche Gastauftritte von Superstars aus der Mode-, Musik- und Fernsehwelt, die nicht alle verraten sein sollen; Barry Humphries kann man gar doppelt bewundern als sein Alter Ego Dame Edna Everage sowie als Patsys Ex-Liebhaber und Milliardär Charlie.


Für ihre schwulen Fans haben sich Patsy und Eddy Chris Colfer geangelt. Auch ein Haufen Drag Queens wird dem Publikum gereicht. Bild: Fox Searchlight Pictures


So funktioniert dann auch der Film eher als Kult denn als durchdachte Comedy: Beim überwiegend schwulen Premierenpublikum bei der queeren NRW-Filmreihe homochrom wurde jeder Gastauftritt von Superstars wie Nebenfiguren der Serie begrölt. Ob das im Heimkino so auch noch funktioniert, ist die Frage. Man kann fragen, ob sich "Ab Fab" nicht zu sehr auf seinen Kultcharakter, auf seine Vergangenheit verlässt, statt Neues zu wagen – ein paar Anspielungen auf Hashtags & Co. hin oder her. Man kann auch fragen, ob das, was einst als Satire gedacht war, nicht inzwischen mit den Karikierten harmlos über sich selbst lacht.

Aber Gott, der Film ist letztlich eine Comedy, und dabei erheblich witziger geworden als erwartet – ein Feuerwerk aus teils derben Sprüchen und Gags und vor allem Lumley retten den zumindest für einen Film schwachen Plot. In der deutschen Synchronfassung sind zudem u.a. Conchita Wurst und Jorge González zu bewundern – diese Besprechung basiert auf der englischen Originalversion, deren deutsche Untertitelung den Wahnwitz nur annähernd gelungen übersetzte.

Das Finale wirkt etwas zu uninspiriert – und vielleicht für einige zu locker, was den Umgang mit Trans-Themen betrifft. Dafür gibt es zum Abschluss den alten Theme-Song "This Wheel's on Fire", interpretiert von Kylie Minogue.

Direktlink | Der Trailer zum Film (er nimmt wie die Galerie viele Gastauftritte und Gags vorweg)

  Infos zum Film
Absolutely Fabulous: Der Film, Komödie, Großbritannien 2016. Regie: Mandie Fletcher. Laufzeit: 91 Minuten. Deutsche Synchronfassung, Kinostart: 8. September 2016.
Links zum Thema:
» Webseite zum Film
» Der Film bei Facebook
Galerie
Absolutely Fabulous: The Movie

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Tags: absolutely fabulous, kino
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Reaktionen zu "Fabulöser als gedacht"


 3 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
08.09.2016
09:32:19


(0, 4 Votes)

Von Gaststars


"Dafür gibt es etliche Gastauftritte von Superstars aus der Mode-, Musik- und Fernsehwelt"

Ein Feuerwerk an Cameo-Auftritten ist in der Regel ein schlechtes Zeichen... Damit will man meistens von schwächelnden Inhalten ablenken. Die Simpsons fingen auch an, schlecht zu werden, als plötzlich in jeder Folge Gaststars mitspielten.


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#2
08.09.2016
13:27:22


(-1, 3 Votes)

Von retKon
Antwort zu Kommentar #1 von Gaststars


...das wird auf deutsch wieder nicht funktionieren mit diesen austauschbaren, hochgepitchten Germanistikstudentinnenstimmen, die wahrlich bemüht sind, beim Ablesen irgendwie cool rüberzukommen. Ist schon bei Sex and the City in die Hose gegangen.


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#3
08.09.2016
13:56:55
Via Handy


(+3, 3 Votes)

Von misterflan
Aus Berlin
Mitglied seit 24.01.2016
Antwort zu Kommentar #2 von retKon


Deswegen gibts OmU oder Original Version ;-)


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