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Sachbeschädigung aus Homohass

Buttersäure-Anschlag aufs Rat&Tat in Bremen


Das Zentrum Rat&Tat ist seit 1982 Anlaufstelle für Lesben und Schwule in Bremen

Auch das Kulturzentrum "Langer August" in Dortmund, Heimat des KCR, wurde mit rosa Farbe verunstaltet.

Das schwul-lesbische Zentrum Rat&Tat in Bremen ist am Wochenende mutmaßlich aus Homohass gleich zweimal mit Buttersäure atackiert worden. "Gestern Abend und heute Morgen wurden wir dann wieder Opfer eines Buttersäure-Anschlags", heißt es in einem Facebook-Post vom Samstag. "Der oder die Täter nehmen billigend in Kauf, dass Putzkräfte und vor dem Haus spielende Kindern davon verätzt werden. Von der Beeinträchtigung aller Nachbarn und Gäste ganz abgesehen."

Bereits am Freitagmorgen war der Lichtschacht des Zentrums mit Federn verstopft worden. "Geteert und gefedert?", fragte der Verein ironisch auf Facebook. Man habe bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt erstattet, die Abteilung für politisch motivierte Straftaten der Staatsanwaltschaft führe die Ermittlungen. Das Rat&Tat stellte zudem klar: "Wir bleiben standhaft und lassen uns nicht vertreiben, versprochen!"


Das Rat&Tat fühlt sich "geteert und gefedert"

Bereits im vergangenen Jahr hatte es einen Farbanschlag auf das Café Kweer im Rat&Tat gegeben (queer.de berichtete). Das Rat&Tat erklärte schon damals, dass dies kein Einzelfall gewesen sei. Immer wieder komme es vor, dass das Haus beispielsweise mit Tomatensoße beschmiert werde. Auch Eier würden immer wieder auf die Häuserfassade fliegen. Alle Zwischenfälle würden der Polizei angezeigt, allerdings seien die Täter nie ermittelt worden.

Farbanschlag auf Langen August in Dortmund

In der Nacht zum Freitag war es auch in Dortmund zu einer mutmaßlich politisch motivierten Sachbeschädigung gekommen. Das Kulturzentrum Langer August an der Braunschweiger Straße, das im Hinterhof Deutschlands ältestes Lesben- und Schwulenzentrum KCR beherbergt, wurde bis auf Höhe des ersten Stocks mit rosa Farbe beschmiert. Die Bewohner und Mitarbeiter des denkmalgeschützten Jugendstilbaus haben Anzeige gegen Unbekannt gestellt. (cw)

 Update  12.09.: Polizei sucht Zeugen

Über den Buttersäure-Anschlag informierte die Bremer Polizei am Montag auch in ihrem Pressedienst. Darin heißt es: "Die Staatsschutzabteilung der Polizei Bremen hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft mögliche homophobe Hintergründe. Zeugenhinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter (0421) 362-3888 entgegen."



#1 Julian 80Anonym
  • 10.09.2016, 16:56h
  • Schlimm, wie sich die Homohasser immer mehr rausnehmen.

    Wenn die nicht bald gestoppt werden, werden die sich immer weiter radikalisieren. Und dann werden die Taten irgendwann viel dramatischer werden.
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#2 Carsten ACAnonym
  • 10.09.2016, 17:42h
  • Antwort auf #1 von Julian 80
  • Wohl wahr...

    Aber die Politik diskutiert ja noch darüber, ob man GLBTI an Schulen überhaupt als gleichwertig darstellen darf oder nicht.

    Und unsere schwarz-rote Bundesregierung weigert sich ja sogar, überhaupt mal statistisch zu erfassen, wie groß das Problem homo- und transphob motivierter Straftaten ist. Entsprechende Anträge von Grünen und Linkspartei werden regelmäßig abgelehnt.

    Wahrscheinlich haben Union und SPD Angst, dass dann das wahre Ausmaß ersichtlich würde und dass sie dann zum Handeln gezwungen wären.
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#3 NickAnonym
  • 10.09.2016, 18:49h

  • Wie wäre es, am Haus Videokameras zu installieren?

    Klar, es besteht das Risiko das Leute abgeschreckt werden, aber wenn es Aufzeichnungen gibt sind die Täter auch zu ermittekn!
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#4 TheDadProfil
  • 10.09.2016, 21:59hHannover
  • Antwort auf #3 von Nick
  • ""Wie wäre es, am Haus Videokameras zu installieren?""..

    Keine schlechte Idee..
    Vielleicht haben aber auch die Kameras am gegenüberliegenden Möbelhaus etwas aufgenommen..
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#5 Homonklin44Profil
  • 11.09.2016, 12:25hTauroa Point
  • Ich denke auch immer, dasses möglich sein müsste, eine Art Überwachung, eben auch durch Personen, die da in der Umgebung auch nachts mal vorbei radeln / gehen entsprechende Hinweise zu sammeln.

    Klingt zwar doof, aber vielleicht hat die Polizei keine Kapazitäten ( oder keine Lust, Dringlichkeit zu nieder, weil keine Personenschäden, keine Leute abgestellt) das genauer zu untersuchen. Diese Buttersäure bekommt man nicht überall. wenn da immer wieder was passiert, wohnt/nen die/der Täter vielleicht gar nicht allzuweit entfernt oder frequentieren Läden, Clubs, Restaurants, Spielhallen ect. in der Umgebung. Arbeiten in einem bestimmten Beruf oder mit Kontakten nach da.
    Was treiben die Ermittler bei eurer Polizei eigentlich den lieben, langen Tag??

    Setzt da doch mal einen unauffälligen Beobachter irgendwo hin. Private Eye... Ja, Kameras, die sind heute winzig und leistungsfähig.

    Bewegungsmelder mit Geräusch-Elektronik, der lautes Hundegebell auslöst oder Alarm...

    Drin ein Licht anlassen, CD mit Unterhaltungsgerede drauf laufen lassen. Kostet nur etwas mehr Strom, aber dann denken nächtliche Herumstreuner, da sind noch Leute da.

    Oder einen Vollidioten-Evaporator aufstellen... Okay, an dem tüftle ich grade noch.
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#6 HannibalEhemaliges Profil
  • 11.09.2016, 17:48h
  • Antwort auf #3 von Nick

  • Nice try. Leider ist es aber nicht zulässig, als Verein einfach so öffentliche Räume vor einem Gebäude per Video zu überwachen. Schon mal was von Datenschutz gehört? Nee, nech?
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