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Ein Bild mit Symbolcharakter: Wegen seines schwulen Onkels kämpft ein Zwölfjähriger gegen Diskriminierung an.

Am Samstag gab es in etlichen Städten Mexikos Massendemonstrationen gegen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht (queer.de berichtete). In der Großstadt Celaya stellte sich ein zwölfjähriger Junge der Botschaft des Hasses entgegen.

Der Fotojournalist Manuel Rodriguez verewigte diesen ungewöhnlichen Protest: Er schoss ein Bild, als der Junge alleine mit ausgestreckten Armen 11.000 homophoben Demonstranten gegenüber stand. Bei Twitter und Co. wurde das Foto bereits mit der weltbekannten Aufnahme vom "Panzer-Mann" am Pekinger Tiananmen-Platz verglichen, der sich 1989 dem kommunistischen Regime entgegenstellte.



Freilich konnte der Junge die Menschenmenge nicht stoppen: Polizisten zogen ihn schnell zur Seite, als die Karawane anrollte.

Gegenüber der Zeitung "Regeneración" sagte der Fotograf, dass er den Jungen nach dem Vorfall nach seiner Intention gefragt habe. "Ich habe einen schwulen Onkel", habe er geantwortet.

Landesweit hatten in Mexiko rund 300.000 Homo-Gegner demonstriert. Die "Nationale Front für die Familie", die für den 24. September noch einmal zu einer zentralen Demonstration in der Hauptstadt Mexiko-Stadt aufgerufen hat, wendet sich gegen das Vorhaben von Präsident Enrique Peña Nieto, mit einer Verfassungsänderung bundesweit die Ehe für Schwule und Lesben zu öffnen. Derzeit hat nur rund ein Drittel des Landes Homo-Paare im Ehe-Recht gleichgestellt – dabei hatte der Oberste Gerichtshof des Landes bereits im vergangenen Jahr entschieden, dass das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz der Verfassung verstößt (queer.de berichtete). Insbesondere die katholische Kirche zeigte sich empört über die Entscheidung. Bischöfe hatten zuvor aggressiv gegen Homosexuelle Stimmung gemacht und etwa erklärt, dass Schwule und Lesben die heterosexuelle Ehe "vernichten" wollten. (dk)



#1 ZilpZalpEhemaliges Profil
#2 TheDadProfil
#3 BerlinerProfil
  • 12.09.2016, 18:57h Berlin

  • Als ich das Bild heute das erste Mal gesehen habe, musste ich wirklich inne halten. Das hat mich zu tiefst bewegt
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#4 JadugharProfil
  • 12.09.2016, 19:53hHamburg
  • Ich muß jetzt an m123 denken, der glaubt, daß Massendemonstrationen effektiv sind. Dieses Bild zeigt zwar auch eine Massendemonstration, wo sich nur ein zwölfjähriger dagegen stellt. Das reicht aus, um den unsinnigen Haß der großen Masse zu entlarven. Immerhin wurde er jetzt weltweit berühmt.
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#5 FelixAnonym
  • 12.09.2016, 20:25h
  • Ein mutiger Junge, der für seinen schwulen Onkel und für die ganze Menschheit kämpft.

    Ein wahrer Held!
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#6 LinusAnonym
  • 12.09.2016, 21:16h
  • Dieser 12-jährige hat mehr Mumm und mehr Anstand als manche Erwachsenen.

    Das gibt einem Mut, dass die Menschheit doch noch nicht ganz verloren ist...
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#7 LinusAnonym
#8 puschelchenProfil
  • 12.09.2016, 22:22h irgendwo in nrw

  • Was für ein großer Kleiner. Schön, dass ewiggestrige Menschenfeinde mal mit der Realität konfrontiert werden - was sie freilich nicht am Weiterhetzen hindern wird, weil die eigenen Befindlichkeiten über dem Wohl aller stehen...
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#9 trans_allianceProfil
  • 12.09.2016, 22:54h
  • ... Respekt und Achtung, fuer den Mut den er beweisen hat.

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    Jedes Geschlecht verdient Respekt
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