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  • 12.09.2016, 19:13h           9      Teilen:   |

Abgeordnetenhauswahl

Berlin: Unter LGBT scheitert die CDU an der Fünf-Prozent-Hürde

Artikelbild
Wahlplakat der Grünen im Stadtbezirk Friedrichshain-Kreuzberg (Bild: Grüne X-Hain)

Grüne und Linkspartei stehen unter homosexuellen und transgeschlechtlichen Hauptstadtbewohnern in den Parteienpräferenz ganz oben – die Christdemokraten sind dagegen nicht sonderlich beliebt.

Wen wählen Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transmenschen am kommenden Sonntag bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin? Diese Frage stellte sich der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) und führte mit der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Universität Wien eine – Online-Umfrage unter Wahlberechtigten durch. Insgesamt beteiligten sich über 2.200 Menschen, darunter 1.058 wahlberechtigte LGBT-Berliner.

Das Ergebnis: Unter den Befragten in der Hauptstadt gaben 33 Prozent an, Grüne wählen zu wollen, die Linkspartei schaffte es mit 24 Prozent auf den zweiten Platz vor die SPD mit 17 Prozent. Die FDP käme mit neun Prozent auf Rang vier, dicht gefolgt von der AfD, die sieben Prozent wählen würden. Auf CDU und Piraten entfielen jeweils vier Prozent, beide Parteien würden damit an der Sperrklausel scheitern. Der LSVD weist darauf hin, dass es sich trotz des Ausschlusses von Mehrfachbeteiligungen um eine nicht-repräsentative Stichprobe handle.

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SPD unter allen Berlinern vorne

Dieses Resultat unterscheidet sich erheblich von repräsentativen Umfragen unter allen Berlinern: Hier führt laut einer aktuellen Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen die SPD mit 24 Prozent vor CDU (19 Prozent), Grünen (18 Prozent), Linken und AfD (je 14 Prozent). Die FDP könnte mit sechs Prozent nach zehn Jahren Abwesenheit wieder ein paar Sitze im Abgeordnetenhaus erobern. Der Stimmenanteil der Piraten, die vor fünf Jahren noch rund neun Prozent der Stimmen holten, ist dagegen kaum noch messbar. Mit diesen Zahlen könnte eine Regierungsbildung schwierig werden, da es für keine Zweierkoalition mehr eine Mehrheit geben würde.

Bei der Befragung unter LGBT wurde auch deutlich, dass die Ehe für alle und der Kampf gegen Homophobe wichtige Themen für sexuelle Minderheiten sind – zumindest für die meisten: Das Thema Ehe-Öffnung wird bei den Wählern von Grünen (89 Prozent), SPD (86 Prozent), Linken (79 Prozent) und FDP (73 Prozent) mit jeweils großer Mehrheit als wichtig angesehen. Bei den LGBT-Wählern der AfD wird diese Einschätzung hingegen nur von 27 Prozent geteilt. Herausgehobene Relevanz wird dem Thema "Homophobie" von Wählern von Linkspartei (99 Prozent), sowie Grünen und SPD (je 98 Prozent) beigemessen. (pm/dk)

Links zum Thema:
» Mehr über die Wahlstudie auf der Website der Uni Wien
Mehr zum Thema:
» Berlin: Über die Hälfte der CDU-Kandidaten gegen Gleichstellung von Lesben und Schwulen (06.09.16)
» Berlin: Nur die Linke erfüllt alle Wahlprüfsteine des LSVD (16.07.16)
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Tags: berlin, wahl, abgeordnetenhauswahl, grüne, spd
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Reaktionen zu "Berlin: Unter LGBT scheitert die CDU an der Fünf-Prozent-Hürde"


 9 User-Kommentare
« zurück  1  vor »

Die ersten:   
#1
12.09.2016
19:57:28
Via Handy


(+8, 10 Votes)

Von markusbln11


Nun, hatte ich kürzlich nicht geschrieben, dass sich in berlin nur eine partei nicht um lgbt-stimmen bemüht. Das ist de CDU.

Die AfD ist sehrwohl präsent und setzt ihre zeichen.

7% der schwestern für AfD. Das ist nennenswert und überrascht mich aufgrund deren präsenz in der szene nicht. Aber wie das bei der AfD alles zusammenpasst- von schulverbot für lgbt, migrantenausweisung bis schwule binationale paare als aushängeschild - das konnte mir bisher keiner erklären. Alles nicht ausgegoren eben.

Aber die tage musste ich mir aus schwestern munde auch noch krudere dinge anhören, nämlich dass es in deutschland neben der AfD mehr putin bräuchte. Das war für mich dann doch überraschend.

Quintessenz: Stete politische aufklärung tut not, auch in der community. Oder - auf gut bayerisch: Nur die dümmsten kälber wählen ihre eigenen metzger.


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#2
12.09.2016
20:05:00


(+5, 9 Votes)

Von 1818181818181818


Na ich hoffe doch das die AfD noch unbeliebter ist!


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#3
12.09.2016
21:52:27


(-9, 15 Votes)

Von Speedoman
Aus Hamburg
Mitglied seit 13.08.2015
Antwort zu Kommentar #1 von markusbln11


Also ich und einige meiner schwulen Freunde wählen die AfD,warum auch nicht?
Mir ist es mittlerweile zu bunt in Berlin!


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#4
12.09.2016
22:11:36


(-2, 6 Votes)

Von Paulus47


Zumindest hat nunmehr nach der CDU nunmehr selbst die bayrische CSU in ihrem neuen Grundsatzprogramm das standesamtliche Lebenspartnerschaftsinstitut aufgenommen und befürwortet damit die Öffnung der Standesämter.

Aber solange die CDU und CSU die Eheöffnung blockieren, können sie keine großen Erfolge unter homosexuellen Wählern erreichen. Merkel/von der Leyen sollten hier von den britischen Konservativen lernen.


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#5
13.09.2016
08:44:30


(+4, 6 Votes)

Von Sebi


Das wundert mich überhaupt nicht.

Die CDU tut ja auch alles, um bloß nicht von LGBTI gewählt zu werden.

Eine Partei, die nach Bauchgefühl statt nach Fakten und Argumenten handelt, sollte kein Land regieren...


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#6
13.09.2016
09:56:16


(+3, 9 Votes)

Von G56


Warum nicht AfD wählen?
Das werden Sie spätestens merken, wenn Sie sich auf einem Wagen nach Buchenwald befinden!


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#7
13.09.2016
12:39:17
Via Handy


(+8, 8 Votes)

Von Nick


Wenn schwule neonazis wählen wollen muss irgendwas verkehrt sein.

Das die afd eine nazipartei ist sieht man nicht nur an ihrem wahlprogramm sondern auch daran, das frau petry den begriff "völkisch" wieder beleben will.

Was kommt als nächstes? Herrenrasse? Rassegesetze?


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#8
13.09.2016
12:44:38
Via Handy


(+5, 7 Votes)

Von M und M
Antwort zu Kommentar #3 von Speedoman


Dann zieh hald nach Mecklenburg-Vorpommern wenn es dir in Berlin zu bunt wird. Da findest du genau das was du suchst.


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#9
13.09.2016
14:05:14


(+5, 5 Votes)

Von lesMam
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #8 von M und M


Zumal der Knabe offensichtlich in Hamburg wohnt...


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