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  • 13.09.2016, 12:49h           2      Teilen:   |

"Gleiche Liebe, falsche Liebe?!?"

Rexhausen-Preis geht an arte-Doku über Homophobie in Europa

Artikelbild
Warum ist der Hass gegen Homosexuelle in manchen Kreisen so groß? Dieser Frage geht HR-Reporter Peter Gerhardt in "Gleiche Liebe, falsche Liebe?!?" nach.

Die Rexhausen-Jury zeichnet dieses Jahr eine TV-Dokumentation von HR-Reporter Peter Gerhardt aus. "Gleiche Liebe, falsche Liebe?!?" zeige "ein differenziertes Bild von Ressentiments und Gewalt".

Das 50-minütige arte-Feature "Gleiche Liebe, falsche Liebe?!? – Homophobie in Europa" des HR-Reporters Peter Gerhardt ist am Sonntag in Frankfurt am Main mit dem Felix-Rexhausen-Preis ausgezeichnet worden. Die Jury des Bundes Lesbischer und Schwuler JournalistInnen (BLSJ) lobte den "hervorragend recherchierten" Film, der "ein differenziertes Bild von Ressentiments und Gewalt, die homosexuellen Menschen auch in Westeuropa entgegenschlagen", zeichne.

Weiter erklärte die Jury: "Dabei ist es journalistisch besonders stark, wie Peter Gerhardt geistige Brandstifter und vermeintliche Intellektuelle dazu bringt, sich selbst zu entlarven, und gleichzeitig klare Verbindungslinien zeichnet zwischen vordergründig bürgerlichem Protest und brutaler Gewalt."

Der Beitrag war im vergangenen Jahr bei einem Themenabend im deutsch-französischen Kulturkanal ausgestrahlt worden – und das zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr. Peter Gerhardt beschreibt in dem Film die Auswirkungen von Homophobie in Frankreich, Deutschland, Litauen und Ungarn.

Direktlink | Die Dokumentation "Gleiche Liebe, falsche Liebe?!? – Homophobie in Europa" wurde auf arte im Rahmen eines Themenabends über Homofeindlichkeit ausgestrahlt

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HR-Reporter Peter Gerhardt freut sich über die Auszeichnung - Quelle: Axel Bach
HR-Reporter Peter Gerhardt freut sich über die Auszeichnung (Bild: Axel Bach)

Auch die beiden anderen nominierten Beiträge lobt die Felix-Rexhausen-Jury ausdrücklich. Auf Platz zwei landete eine zweiteilige TV-Reportage des Bayerischen Rundfunks über Trans-Jugendliche. "Im falschen Körper geboren? – Was es heißt, Transgender zu sein" wurde von Ariane Alter, Lisa Altmeier und Sebastian Meinberg für BR Puls, den Jugendkanal des öffentlich-rechtlichen Senders, produziert. Die Sendungen würden tiefgründige Einblicke in die komplexe Situation von jungen Transmenschen geben, erklärte die Jury.

Auf den dritten Platz kam Sonja Hartwigs "SZ Magazin"-Beitrag "Er sagte es ohne Hemmungen". Die Journalistin geht der Frage nach: Was braucht die erste Generation offen homosexueller Menschen im Alter? Hartwig erzählt die Geschichte des 78-Jährigen Egon. "Das Besondere an dem Text ist seine ungewöhnliche Form", so die Jury. "Die Autorin kommt mit wenigen kurzen erklärenden Zwischentexten aus. Ansonsten sprechen Egon und sein Umfeld: seine jungen schwulen Freunde, seine alten MitbewohnerInnen, PflegerInnen und die Heimleitung – eine Reihe von Zitaten, die sich zu einem Bild fügen. Im Heim sind Krankheiten das Thema. Oder Kinder und Enkelkinder. Aber nicht: Homosexualität."

Außerdem vergibt die Jury einen undotierten Sonderpreis an Steffen Jan Seibel und Tania Witte von "Zeit Online". In ihrer regelmäßigen Kolumne "Andersrum ist auch nicht besser" nehmen sie ihren Alltag, ihre Beziehungen, die Szene und die heterosexuelle Umwelt aufs Korn.

"Diese Beiträge möchten wir allen Menschen zum Nachlesen und Sehen ans Herz legen", so Jury-Mitglied Arnd Riekmann. "Und für Journalisten können sie Vorbild für die eigene Berichterstattung über lesbische und schwule Themen sein."

Der BLSJ vergibt den Preis seit 1998 jedes Jahr und würdigt damit ein besonderes publizistisches Engagement bei der Berichterstattung über Lesben, Schwule und Bisexuelle. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von insgesamt 1.000 Euro dotiert. Im vergangenen Jahr hatte der BLSJ ein Radio-Feature des rbb-Kulturradios über sexuelle Vielfalt in der Schule ausgezeichnet (queer.de berichtete).

Mehr zum Thema:
» Drei Beiträge für Rexhausen-Preis nominiert (24.08.16)
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Tags: felix-rexhausen-preis, arte, peter gerhardt
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Reaktionen zu "Rexhausen-Preis geht an arte-Doku über Homophobie in Europa"


 2 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
13.09.2016
13:48:14


(+4, 4 Votes)

Von Sebi


Sehr verdient!

Ich habe die Doku auch gesehen und die war sehr gut.


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#2
13.09.2016
13:52:15


(+4, 4 Votes)

Von Carsten AC


Angesichts der rasant zunehmenden Homophobie in Europa ein wichtiger Film und eine wichtige Auszeichnung.

Zwar traurig, dass es dieses Thema überhaupt geben muss, aber gut, dass es Leute gibt, die da nicht wegsehen.

Denn wenn das nicht sehr schnell massiv bekämpft wird, wird das noch für uns alle ein böses Ende nehmen...


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