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  • 14.09.2016, 11:30h           5      Teilen:   |

Landtagswahl Schleswig-Holstein 2017

AfD macht angebliche "Frühsexualisierung" zum Wahlkampfthema

Artikelbild
Rednerpult auf einem AfD-Parteitag: Im Landeswahlprogramm für den Norden fordern die Rechtspopulisten die Abschaffung des Gleichstellungsministeriums (Bild: (cc) Metropolico.org / flickr)

Der Einsatz für die Rechte von Frauen und LGBT ist für die Rechtspopulisten in Schleswig-Holstein eine "menschenverachtende Ideologie".

Auch in Schleswig-Holstein setzt die Alternative für Deutschland (AfD) auf homophobe Parolen. "Wir bekennen uns zum Leitbild der traditionellen Familie und sagen nein zu staatlich verordneter Gleichmacherei und Frühsexualisierung von Kindern", erklärte der Landesvorsitzende Jörg Nobis am vergangenen Wochenende unter großem Beifall auf dem zweitägigen AfD-Parteitag in Rendsburg.

Mit einigen Änderungen beschlossen die etwa 100 anwesenden Mitglieder einstimmig das vom Landesvorstand vorgelegte 57-seitige Programm für die Landtagswahl im kommenden Jahr. Bereits in der Präambel geht es nach einem Bericht der "Kieler Nachrichten" um "nordische Natur" und die "natürlichen Eigenschaften von Mann und Frau". Im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung wollen die Rechtspopulisten den Begriff "Gleichstellung" streichen und durch "Familie" ersetzen. Gleichstellungsbeauftragte und Frauenquoten werden als "Folgen einer menschenverachtenden Ideologie" kritisiert.

Um Schulaufklärung über Homo- und Transsexualität gibt es in Schleswig-Holstein seit mehreren Monaten Streit. Die rot-grün-dänische Landesregierung hatte 2014 zwar beschlossen, im Rahmen des "Aktionsplans für Akzeptanz vielfältiger sexueller Identitäten" einen "Methodenschatz" für die Grundschule in Auftrag zu geben, dann verließ sie jedoch der Mut. Zwei Entwürfe unter dem Titel "Echte Vielfalt unter dem Regenbogen", die der LSVD-Landesverband zusammen mit dem Petze-Institut erarbeitet hat, werden als "nicht geeignet" unter Verschluss gehalten – obwohl es darin nur um die Sichtbarkeit von Regenbogenfamilien und nicht etwa um sexuelle Handlungen geht (queer.de berichtete).

Das Wahlprogramm wurde von der AfD Schleswig-Holstein bislang nicht online veröffenlicht. Die Landtagswahl findet am 7. Mai 2017 statt. (mize)

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Tags: afd, schleswig-holstein, landtagswahl, frühsexualisierung, schulaufklärung
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Reaktionen zu "AfD macht angebliche "Frühsexualisierung" zum Wahlkampfthema"


 5 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
14.09.2016
12:06:04


(+7, 7 Votes)

Von Felix


Nur weil die ihre Lüge von einer angeblichen "Frühsexualisierung" laufend wiederholen, wird die nicht wahrer...

Fakt ist:
schon an Grundschulen sind die häufigsten Schimpfwörter "Schwuchtel" und "schwule Sau". Sollten die Kinder dann nicht zumindest wissen, was das heißt und wie gemein das ist?

Die Kinder merken doch eh spätestens in der Grundschule, dass es auch noch anderes als Vater-Mutter-Kind gibt. Ehe sie sich dann irgendwas zusammenphantasieren oder Horrorstories von anderen hören, ist es doch besser, wenn sie seriös und pädagogisch aufgeklärt werden.

Das ganze natürlich immer altersgerecht. Jeder, der schon mal ein entsprechendes Buch für Grundschüler in der Hand hatte, weiß, dass es da nicht um Sex geht, sondern darum, dass manche Jungen eben Jungen gern haben und manche Mädchen eben Mädchen.


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#2
14.09.2016
12:07:57


(+6, 6 Votes)

Von Linus


>>> AfD macht angebliche "Frühsexualisierung" zum Wahlkampfthema <<<

Man sollte lieber mal die Frühverblödung der AfD zum Thema machen.

AfD = Allianz faschistischer Deppen
AfD = Alternative für Dumme


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#3
14.09.2016
12:18:05
Via Handy


(+3, 5 Votes)

Von Nick


Ja, die NSDAfD mal wieder.

Und es wird auch in SH genug völlig dumme Schwule geben die diese Terrororganisation wählen.


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#4
14.09.2016
12:28:45


(+5, 5 Votes)

Von Loren
Aus Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern)
Mitglied seit 02.11.2013


Würde die NPD über das "Völkische" (Höcke, Petry u.a.), die "nordische Natur" (als Variante des Ethnopluralismus), ein reaktionäres Familienbild u.ä. schwadronieren, würde man es als typisches Kennzeichen rechtsextremistischer Gesinnungstäter abhaken. Im Falle der AfD sind m.E. die Samthandschuhe längst fehl am Platze in der politischen Auseinandersetzung. Eine wehrhafte Demokratie, die da nicht aktiv und resolut gegensteuert, gefährdet sich selbst.


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#5
14.09.2016
20:28:14
Via Handy


(+2, 4 Votes)

Von markusbln11


Straight back to the 50th.

Und 7% der berliner schwester wollen das auch und wählen am sonntag diese partei namens afd, so queer.de.

War ja auch richtig toll im schrank damals - oder knast - und jetzt ist alles "zu bunt hier".


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