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  • 14.09.2016, 12:27h           18      Teilen:   |

Transsexuelle Whistleblowerin

US-Militär erlaubt Chelsea Manning Geschlechtsanpassung

Artikelbild
Chelsea Manning hat sich nach ihrer Verurteilung zu einer 35-jährigen Haftstrafe als transsexuell geoutet

Nach fünf Tagen Hungerstreik knickt das US-Militär ein und gestattet der 28-jährigen Gefängnisinsassin eine geschlechtsangleichende Operation.

Die in einem Militärgefängnis in Kansas inhaftierte Whistleblowerin Chelsea Manning hat nach fünf Tagen einen Hungerstreik beendet, weil die US-Armee ihr zugesichert habe, dass sie sich in Kürze einer geschlechtsanpassenden Operation unterziehen darf. Das hat die US-Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) am Dienstag mitgeteilt, die die 28-Jährige juristisch unterstützt. Manning, die derzeit eine 35-jährige Haftstrafe wegen Geheimnisverrats absitzt, hatte den Hungerstreik am Freitag begonnen. Ein Psychologe hatte bereits im April eine Operation empfohlen.

Nach Angaben der ACLU hat bislang kein einziger transsexueller Gefängnisinsasse in den USA einen operativen Eingriff zur Geschlechtsanpassung erhalten, obwohl Gefangenen eigentlich medizinische Behandlung zusteht. Mannings Anhänger hoffen nun, dass die Erlaubnis auch Einfluss auf tausende anderer Transsexueller in Gefängnissen habe, denen eine Operation verwehrt wird.

Manning kritisierte über ihre Anwälte, dass die Behörden "so lange" gebraucht hätten, um ihre medizinische Behandlung zu erlauben: "Ich bin unendlich erleichtert, dass das Militär endliche die richtige Entscheidung getroffen hat. Ich applaudiere ihnen dafür. Das ist alles, was ich wollte – dass sie mich diejenige sein lassen, die ich bin." Ein genauer Zeitplan für den Eingriff steht bislang noch nicht fest.

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Weiterhin verschärfte Haftbedingungen

Allerdings wird Manning im Gefängnisalltag weiterhin nicht als Frau anerkannt. Sie bleibt im Männergefängnis inhaftiert und muss zunächst ihre Haare weiter so tragen, wie es für Männer als üblich angesehen wird. Bereits im letzten Jahr hatte das amerikanische Militär abgelehnt, dass sie ihre Haare wachsen lassen darf (queer.de berichtete).

Auch in weiteren Punkten leidet Manning unter verschärften Haftbedingungen: So wird ihr mit unbefristeter Isolationshaft gedroht, weil sie im April einen Selbstmordversuch unternommen hatte. Manning und ihre Unterstützer sagen, das sei unfair, da sie diese Verzweiflungstat nur aufgrund der schlechte Behandlung im Gefängnis durchgeführt habe.

Manning war 2010 verhaftet worden, weil sie hunderttausende geheime Dokumente der Enthüllungsplattform WikiLeaks zugespielt hatte. Diese zeigten unter anderem Kriegsverbrechen der US-Armee im Irak-Krieg. Mit dem Fall machte sie weltweit Schlagzeilen, damals noch unter dem Namen "Bradley Manning". 2013 outete sie sich kurz nach ihrer Verurteilung als Transsexuelle (queer.de berichtete).

Auf der Seite freechelsea.com haben Unterstützer der Whistleblowerin eine Petition gestartet, in der die Freilassung Mannings gefordert wird. ZU ihren prominenten Fürsprechern gehören unter anderem Whistleblower Daniel Ellsberg und Michael Stipe, der queere Sänger der Band R.E.M. (dk)

Kommentare: Selbst kommentieren | Bisher 18 Kommentare | FB-Debatte
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Tags: chelsea manning, transsexuelle, usa, whistleblower
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Reaktionen zu "US-Militär erlaubt Chelsea Manning Geschlechtsanpassung"


 18 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
14.09.2016
13:06:53


(+2, 6 Votes)

Von Toli


Ja so sind unsere amerikanischen Freunde und Hüter der westlichen Werte. Isolationsfolter als Bestrafung.
Worin lag noch gleich der Unterschied zu den Staaten der letzten Jahre die befreit und in einer endlosen Erfolgsgeschichte demokratisiert wurden?


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#2
14.09.2016
13:28:33


(-3, 7 Votes)

Von LoreleyTV


glaubt man den Meinungsmachern und der Sprachenpolizei der westlichen Welt, gibt es solch ein Menschenverachtendes Verhalten in der Russsichen Förderation,nicht aber bei unseren westlichen Freunden der BRD.Der Bösewicht,Schwulenhasser und Menschenrechtsverletzer in der Welt laut Meinungsmacher ist unter anderem Herr Putin und sein System,aber nicht laut Meinungsmacher das christliche,freiheitsliebende Amerika.


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#3
14.09.2016
13:55:25
Via Handy


(+5, 5 Votes)

Von LedErich
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Tausende(?) weiter Transsexuelle in den Gafängnissen? Echt jetzt?


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#4
14.09.2016
15:21:20


(+6, 6 Votes)

Von Faktencheck
Antwort zu Kommentar #2 von LoreleyTV


Die "Sprachenpolizei der westlichen Welt" muss wohl diesmal versäumt haben, noch rechtzeitig bei Spiegel, Zeit, Heise, Berliner Morgenpost, Tagesspiegel, RP Online, taz, Stern und St. Galler Tagblatt einzumarschieren, die alle über den Hungerstreik berichten. Aber sicher werden da gerade die PCs konfisziert und alle Mitarbeiter inklusive Reinigungspersonal verhaftet.

Sitzt vielleicht der Aluhut nicht fest genug? Oder ZU fest?


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#5
14.09.2016
15:35:36


(-4, 6 Votes)

Von Cleo


Sie ist zu jung für eine Geschlechtsanpassung. Wir haben das doch gestern bei Alexis Arquette gesehen, dass sich das im Leben wieder wandeln kann (Ich wollte es gestern nicht dahingehend kommentieren, weil ich es pietätlos fand). Aber wenn man(n) gefestigt ist im späteren Leben, muss man eventuell nicht unbedingt komplett als Frau leben und akzeptiert den männlichen Körper. Ich kenne auch einen Trans, der angefangen hatte, Hormone zu nehmen, aber immer wieder ist er als Mann aufgetreten und hat aktuell wieder kurze Haare und keine Brüste mehr. Es bleibt schwierig. 28 Jahre ist defintiv zu jung.


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#6
14.09.2016
17:38:08


(+1, 5 Votes)

Von Banana
Antwort zu Kommentar #5 von Cleo


Ach ja? Und Du kannst das beurteilen?

Nichts als transphober Unfug.


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#7
14.09.2016
17:50:57


(+2, 4 Votes)

Von Janana
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #3 von LedErich


Lässt sich leicht überschlagen:

Link zu www.welt-in-zahlen.de

Die US-Bevölkerung nehmen (Pi*Daumen 300 Mio.) / 1000 * 7,41 * ein halbes Promille -> kommt man etwas über 1000.

Und das sind nur die USA.

Ist natürlich eine schnelle Milchmädchenrechnung und baut auch auf einer Schätzung, aber die Größenordnung kommt schonmal hin, demzufolge ist das durchaus nicht abwegig.

Als Trans*mensch im Strafvollzug zu sein ist in der Regel die Hölle. Auch in vermeintlich zivilisierten Ländern.

Vielerorts wird heute noch nach "Genitalstatus" sortiert. In Deutschland ist es Ländersache - und auch hier wird in einigen Ländern offenbar so verfahren.

Wenn man sich eine Einzelzelle erarbeitet, kann man sich glücklich schätzen. Trans*frauen sind im Männerknast dem permanten Risiko von Vergewaltigung und sonstiger Gewalt ausgesetzt.

Sie korrekterweise in den Frauenknast zu verlegen wird häufig mit dem Gedanken abgetan, sie würden dort die Frauen bedrohen und ggf. vergewaltigen.

Dabei macht man einige grundlegende Denkfehler: Es sind Menschen, die vergewaltigen - nicht die Penisse. Es gibt keinen einzig dokumentierten Fall, in dem eine Transfrau jemals eine Cisfrau vergewaltigt hätte. Vergewaltigte Transfrauen allerdings zuhauf.

Aber man hält sie ja nur für schwule Männer und weniger wert. Was ist schon eine vergewaltigte Transfrau? Sie gelten als weniger Wert als Cisfrauen. - die man nicht dem hypothetischen Risiko aussetzen möchte, für den es keinen nachgewiesenen Fall gibt.

Wie so immer. Trans*frauen. An der intersektionalen Schnittstelle zwischen Transphobie, Mysogynie, Trans*misogynie und Homophobie.


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#8
14.09.2016
18:03:11


(+2, 4 Votes)

Von Janana
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von Cleo


Hallo,

bevor Du Dich qualifizierst, über solche Dinge überhaupt mitzudiskutieren, bitte ich Dich, Dich mit Punkten 1 bis 7 aus diesem Leitfaden zu beschäftigen:

Link zu www.saout.de (PDF)

(übersetzt mit freundlicher Genehmigung von Julia Serano)


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#9
14.09.2016
18:04:47


(+3, 3 Votes)

Von Fredinbkk
Aus Bangkok (Thailand)
Mitglied seit 08.01.2015
Antwort zu Kommentar #5 von Cleo


28 Jahre ist defintiv zu jung....
.
darf ich Dich mal schocken:

Hier in den Schulen, tauschen sich schon 12-14 jaehrige Ladyboys aus ,welche Antibaby-Pillen am guenstigsten sind und die besten "Erfolge" zeigen..

erhaeltlich ohne Rezept in jeder Apotheke und den meisten Minimaerken an jeder Strassenecke...

Die Monatspackung gibts schon ab 1,50 Euro -3.50 Euro...

das reicht auch ein schmales Taschengeld...

und bei vielen wissen Mama und Papa auch Bescheid ....

was und weshalb der Nachwuchs sowas schluckt...

andre Laender---andre "Sitten" ...

Youtube-Video:


Gruss aus Bangkok


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#10
14.09.2016
18:22:24


(+1, 3 Votes)

Von Janana
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #9 von Fredinbkk


Auch in Deutschland gibt es schon Kinder, die im Alter von 3/4 ihre Identität benennen können und kurz darauf von der Familie unterstützt werden, ihre Identität nicht mehr unterdrückt wird.

Mit 10/11 gibt's dann von medizinischer Seite Pubertätsblocker und (leider erst) mit 16 dann "richtige "Hormone.

Dabei wäre das ganze schon früher klar, immerhin wissen sie zu diesem Zeitpunkt teilweise schon über ihr halbes Leben, wer sie sind.

Auch zu erleben, wie der eigene Körper der eines Kindes bleibt, während alle Altersgenossen eine Pubertät durchmachen, grenzt an Folter. Und dann kommen natürlich auch die unangenehmen Fragen...

Nein, auch 16 schon ist ein böser Kompromiss, der sich aus in Deutschland fehlenden Kinderrechten ergibt.

Und nein, man ist auch mit 16 immer noch nicht "zu jung".

Solche Aussagen dienen klar dazu, eine Cis-Identität als höherwertig als eine Trans*-Identität zu betrachten. Das hat nichts mit Kinderschutz zu tun, sondern mit Cissexismus.

Und jemanden mit 28 als zu jung zu bezeichnen... da fällt mir nichts mehr zu ein. Seit wann muss man völljährige mündige Menschen "vor sich selbst beschützen"?

*kopfschüttel*


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