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Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie

Sachsen: Schwusos werfen Krauß Doppelzüngigkeit vor


Der sächsische Landtagsabgeordnete Alexander Krauß wünscht sich mehr "Engagement für ganz normale Familien"

Der CDU-Landtagsabgeordnete Alexander Krauß, der den Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie heftig attackierte, habe selbst an der Erarbeitung mitgewirkt.

Der sächsische CDU-Landtagsabgeordnete Alexander Krauß sorgt mit seiner heftigen Kritik am 2014 im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD vereinbarten Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie weiterhin für Wirbel. Die CDU werde "kräftig gegenhalten", hatte Krauß in der vergangenen Woche gegenüber der evangelischen Nachrichtenagentur idea Widerstand gegen die LGBTI-Politik seiner eigenen Regierung angekündigt. Er sieht im Aktionsplan ein "Sammelsurium an Ideen, um die Gender-Ideologie unters Volk zu tragen" (queer.de berichtete).

"Mit großer Verwunderung habe ich die teilweise absurden Behauptungen von Alexander Krauß zur Kenntnis genommen und möchte ihnen deutlich wiedersprechen", erklärte nun der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen in der SPD Sachsen, Oliver Strotzer, am Dienstag in einer Pressemitteilung. "Der im Koalitionsvertrag beschlossene Aktionsplan für Vielfalt von Lebensentwürfen ist mitnichten ein Sammelsurium an Ideen, um 'die Genderideologie unters Volk zu tragen'. Es geht vielmehr um die Förderung einer Gesellschaft, in der Menschen, unabhängig von ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität ohne Angst vor Gewalt oder Diskriminierung leben können." Ein Gedanke, der einem so engagierten Christen nicht fremd sein sollte, kommentierte der Schwusos-Chef.

Der CDU-Politiker habe zudem selbst an der Erabeitung mitgewirkt: "Herr Krauß war der Einladung von Staatsministerin Köpping gefolgt und hatte sich mit vielen anderen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Gesellschaft an mehreren Workshops zur Ausarbeitung des Aktionsplanes beteiligt", sagte Strotzer. "Mir sind keine kritischen Äußerungen oder Widersprüche von seiner Seite bekannt."

Aufgrund mangelnder Argumente jongliere Krauß mit erfundenen Zahlen herum, um der seiner Meinung nach "verschwindend geringen Minderheit" ihr verfassungsmäßiges Recht auf Gleichbehandlung und freie Entfaltung der Persönlichkeit abzusprechen, kritisierte der Schwusos-Vorsitzende. "Der Wert einer Demokratie bemisst sich daran, wie sie mit Minderheiten umgeht. Das hat Herr Krauß anscheinend nicht verstanden." (cw)



#1 FelixAnonym
  • 15.09.2016, 08:46h
  • Inhaltlich haben die damit zwar recht, aber gerade die SPD sollte anderen nicht Doppelzüngigkeit vorwerfen. Denn darin ist die SPD Meister.
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#2 NickAnonym