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  • 15.09.2016, 14:38h           58      Teilen:   |

Solidarität mit Jan Böhmermann

Wirbel um Banane in Erdogans Po

Artikelbild
Geniale Satire, bitterböse Beleidigung oder homophobe Geschmacklosigkeit? Thomas Baumgärtels neuestes Werk sorgt für heftige Diskussionen (Bild: Thomas Baumgärtel)

Wegen seiner jüngsten Ausstellung im Kunstverein Langenfeld wird der als Bananensprayer bekannte Künstler Thomas Baumgärtel bedroht.

Der als Bananensprayer bekannte Kölner Künstler Thomas Baumgärtel sieht sich von Anhängern des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan bedroht. Baumgärtel stellt seit dem letzten Wochenende im Kunstverein Langenfeld aus und zeigt dort unter anderem ein Bild Erdogans in gebückter Haltung mit einer knallgelben Banane im nackten Po.

Er habe daraufhin wüste Beschimpfungen und Gewaltandrohungen erhalten, erklärte Baumgärtel gegenüber verschiedenen Medien. Erste Gespräche mit der Polizei habe er bereits geführt. Nach der Böhmermann-Affäre und der Diskussion darüber, was Kunst darf und was nicht, habe er zeigen wollen, "wie man es nicht machen sollte", sagte Baumgärtel gegenüber der "Rheinischen Post".

Fortsetzung nach Anzeige


Solidarität mit Jan Böhmermann

Mit dem Bild habe er sich mit Jan Böhmermann solidarisieren wollen, dessen "Schmähgedicht" auf Erdogan im April zu einer Klage des türkischen Präsidenten und zu diplomatischen Verwicklungen zwischen Deutschland und der Türkei führte – in Böhmermanns Satire war der Staatschef u.a. als schwuler Ziegenficker dargestellt worden, der Kinderpornos schaut. "Ich wollte zeigen, was wirklich unter die Gürtellinie geht", meinte Baumgärtel, der mit der Veröffentlichung zunächst zögerte.

Den Ausschlag für den Schritt in die Öffentlichkeit gaben erst die massenhaften Verhaftungen in der Türkei und die Rufe nach Wiedereinführung der Todesstrafe auf einer Pro-Erdogan-Demonstration in Köln. "Ich habe immer so gearbeitet und fühlte mich schlecht, weil ich mich so etwas nicht mehr traute", erklärte Baumgärtel gegenüber dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Eine Anzeige gegen den Künstler liege bislang nicht vor, erklärte ein Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft gegenüber der "Rheinischen Post". Baumgärtel ist für seine Bananen-Graffiti bekannt, die er weltweit an den Eingängen von Galerien und Ausstellungshäusern anbringt. Die Ausstellung im Kunstverein Langenfeld widmet sich seinen politischen Arbeiten, sie ist dort noch bis zum 6. November 2016 zu sehen. (cw/ots)

Links zum Thema:
» Homepage des Kunstvereins Langenfeld
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Tags: thomas baumgärtel, bananensprayer, satire, kunstfreiheit, jan böhmermann, recep tayyip erdogan
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Reaktionen zu "Wirbel um Banane in Erdogans Po"


 58 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
15.09.2016
14:52:58


(-7, 13 Votes)

Von GeorgG
Aus Berlin
Mitglied seit 13.05.2016


"habe er mit seinem Bild zeigen wollen, "wie man es nicht machen sollte", sagte Baumgärtel"

Diese Aussage ist natürlich Quatsch. Dieser "Künstler" fürchtet die Rache von frommen Moslems.

Aber was er erreichen wollte, hat er geschafft: Er ist im Gespräch und seine "Kunstwerke" verkaufen sich dadurch besser.


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#2
15.09.2016
16:06:16


(+3, 11 Votes)

Von Peer


Kunstfreiheit ist (wie alle Freiheitsrechte) immer schon ein Dorn im Auge totalitärer Geister gewesen.

Und bei Satire kommt noch dazu, dass sie das nicht verstehen.

Umso wichtiger, dass gerade die Politik demokratische Freiheitsrechte verteidigt und nicht (wie unsere schwarz-rote Bundesregierung) die Gegner auch noch hofiert und als deren fünfte Kolonne agiert.


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#3
15.09.2016
16:13:39


(+5, 13 Votes)

Von MichaelTh
Profil nur für angemeldete User sichtbar


"Denkt den niemand an die Bananen? Die armen Bananen, die müssen doch geschützt werden!"


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#4
15.09.2016
16:29:40


(+2, 12 Votes)

Von Jens


Hoffentlich kommen die Anfeindungen von den LGBTs, das Bild ist nämlich extrem homophob.


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#5
15.09.2016
17:13:43


(+2, 8 Votes)

Von Lars


Primitiv und machohaft-homophob. Man stelle sich ein Bild vor, wo eine westliche Politikerin oder Frau des öffentichen Lebens oder ein Schwuler in ähnlicher Weise dargestellt würde.


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#6
15.09.2016
17:48:03
Via Handy


(+4, 8 Votes)

Von markusbln11


Eine provokation. Ob so etwas nötig ist, ich glaube nicht. Mir ist das zuviel und zu einfach. Es gibt subtilere wege.

Nicht alle kunstwerke sind eben immer gelungen. Dieses gehört aus meiner sicht zu den weniger geglückten. Hat sich mal wieder jemand versucht. Und es ging daneben.

Nicht mehr und nicht weniger.


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#7
15.09.2016
17:53:44


(-4, 10 Votes)

Von Lars
Antwort zu Kommentar #1 von GeorgG


"Dieser "Künstler" fürchtet die Rache von frommen Moslems."

Was hat denn das mit Moslems zu tun? Mit so einer Wahrnehmung lässt Du die Rechnung von islamisten aufgehen. Rachegelüste können auch Nationalisten und andere Leute haben. Das ist eher ein gesellchaftlich-soziales Problem."Fromm" und "radikal-militant" ist nicht das gleiche, oft sogar das Gegenteil - in allen Religionen.


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#8
15.09.2016
18:31:53


(+5, 11 Votes)

Von Meinungsfreiheit


Satire- und Kunstfreiheit ist wichtig, Meinungsfreiheit und der Respekt vor Minderheiten aber auch. Deshalb wage ich es, von meiner Meinungsfreiheit Gebrauch zu machen und das Bild zu kritisieren.

Was will das Bild? Er will offenbar den türkischen Diktator beleidigen. Und womit kann man einen Türken am besten beleidigen? Man unterstellt ihm was Schwules.

Egal, wie ich es drehe und wende, komme ich zum Schluss, dass der Künstler homophob sein muss. Für ihn ist offenbar die Vermutung, jemand betreibe etwas Ähnliches wie schwulen Sex, das beste Mittel, jemanden so richtig heftig zu beleidigen und bloßzustellen.

Das Bild verschlimmert die Lage der Schwulen in der Türkei, indem es suggeriert, "schwul" sei nicht die sachliche Bezeichnung einer sexuelle Orientierung, sondern die schlimmste Beleidigung, die gegen einen Mann ausgesprochen werden kann.

Es muss doch auch in der Satire und in der Kunst bessere Mittel geben, Erdogan aufs Korn zu nehmen, als in die homophobe Mottenkiste zu greifen.


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#9
15.09.2016
18:48:40


(+1, 9 Votes)

Von Ikaiko
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Hat das Bild einen Namen, heißt es "Podogan"?


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#10
15.09.2016
21:06:39


(+2, 6 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von Lars


""Man stelle sich ein Bild vor, wo eine westliche Politikerin oder Frau des öffentichen Lebens oder ein Schwuler in ähnlicher Weise dargestellt würde.""..

Man stelle sich vor die verhalten sich genauso wie Herr Erdogan, um dann so dargestellt zu werden..

Welchen Unterschied machte dann eine Eigenschaft wie ""westliche Politikerin"",
""Frau des öffentlichen Lebens"" oder ""Schwuler"" ?

So ganz spontan fielen mir Dutzende Kleriker ein, die man vergleichbar darstellen müßte, und dazu noch einige "Politiker und Personen des öffentlichen Lebens :

Kuby, Kelle, Beverfoerde, Storch, Gauland, der Papst, etliche Kardinäle, ein "Baptist" aus den USA, ein Justizminister und ein Kultusminister eines Bundeslandes, eine Ministerin in Österreich, ein Jung-Politiker der CDU in Sachsen, ein US-Präsidentschaftskandidat, einer der sich bei Ratzinger entschuldigt, usw., usf...

Könnte man ganz im Sinne Andy Warhols analog zur Tomatensuppendose einen Seriendruck erstellen..


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