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Nach der Wahl des neuen Papstes schwankt die schwule Community zwischen Schock und Depression. Stimmen von Gruppen und Promis zu Benedikt XVI.

Eingesammelt von Micha Müller
- zuletzt ergänzt am 21.04.05 um 10.30 Uhr -


Walter Bockmayer, Schauspieler und Regisseur:
Ich glaube nicht, dass ich einen Papst brauche. Außerdem kommt mir der neue Papst sehr schwul vor. Als ich heute Nacht einen Bericht über ihn im Fernsehen sah, dachte ich: 'Wir haben eine Tunte als Papst". Für die Schwulen und Lesben wird sich nichts ändern. Benedikt XVI. ist genauso verlogen wie sein Vorgänger.

Klaus Jetz, Geschäftsführer des Lesben- und Schwulenverbands in Deutschland (LSVD):
Papst Benedikt XVI. ist kein Segen für die Kirche. Mit Papst Benedikt XVI. steht ein Mann an Spitze des Katholischen Kirche, der homosexuellen Menschen auch im weltlichen Bereich unversöhnlich das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit abspricht. Der neue Papst hat als Chef der "Glaubenskongregation" in den letzten zwei Jahrzehnten bei allen homosexuellenfeindlichen Ausfällen des Vatikans die Feder geführt. Mit einer extrem aggressiven Sprache hat er staatliche Gesetze zum Abbau von Diskriminierung Homosexueller als "Legalisierung des Bösen" diffamiert. Mit dieser Haltung hat der jetzige Papst erheblich dazu beigetragen, dass Schwule und Lesben in vielen Teilen dieser Welt weiter mit Hass und Gewalt verfolgt werden. Man soll die Hoffnung nicht aufgeben, dass auch ein Papst sich vom Saulus zum Paulus entwickeln kann. Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) stellt sich aber eher darauf ein, dass der Vatikan weiter Regierungen und Parlamente drängen wird, die Rechte homosexueller Menschen zu beschneiden. Dem werden wir auch in Zukunft entschieden entgegentreten.

Gino Ramos von der schwulen katholischen Gruppe "Dignity" in San Francisco:
Meine spontane Reaktion als schwuler, katholischer Mann ist, dass ich es nicht glauben kann. Ich fühle Trauer, beinahe schon Depression. Mein Herz wurde schwer, als ich den Namen Joseph hörte, und ich sagte: "Oh mein Gott, segne uns alle."

Pressemitteilung der Ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK):
Die ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche reagiert mit Bedauern auf die Wahl von Joseph Kardinal Ratzinger zum neuen Papst. Als Präfekt der Glaubenskongregation war er für viele Verlautbarungen aus Rom verantwortlich, mit denen jegliche Reformen abgelehnt wurden. Von Ratzinger ist zu erwarten, dass er den konservativen Kurs seines Vorgängers weiterverfolgen wird. Die Betonung der Rechtgläubigkeit und seine Absage an "den Zeitgeist" in der Predigt im Eröffnungsgottesdienst des Wahlkonklaves löscht jede Hoffnung auf eine Öffnung der katholischen Kirche unter dem Pontifikat Benedikt XVI. aus. Für Homosexuelle in der katholischen Kirche wird es keine Änderung geben. Bereits 1986 mit dem Schreiben der Glaubenskongregation an die Bischöfe zur Fragen der Seelsorge für homosexuelle Menschen wurde ein Verbot der Unterstützung von Gruppen ausgesprochen, die positiv für Homosexuelle eintreten. Dieser Linie wird Ratzinger wohl treu bleiben. So ruht die Hoffnung allein auf die Lebendigkeit in den Gemeinden an der Kirchenbasis, in denen an den römischen Verlautbarungen vorbei viele Änderungen möglich sind.

Stephan Runge, Entertainer:
Ich kann nur hoffen, dass Benedikt XVI. im Gegensatz zu Kardinal Ratzinger zu mehr Offenheit und Toleranz findet. Zu erwarten ist allerdings eher, dass er in den wichtigen gesellschaftlichen Fragen Papst Johannes Paul II. in seiner Konservativität noch toppen wird. Für Schwule und Lesben bedeutet der neue Papst daher wohl eine schlechte Wahl.

Rolf Emmerich, Veranstalter des Kölner Kulturfestivals Sommerblut:
Ich habe immer gehofft, dass er es nicht wird, weil er für den Erzkonservatismus steht, der in Rom vorherrscht und den er gemeinsam mit Papst Johannes Paul II. geprägt hat. Wenn ich an die Zukunft der Gesellschaft, besonders für Schwule und Lesben, denke, erwarte ich nichts Gutes, eher Stagnation oder eine Verschlechterung der Situation. Auch für das Christentum erwarte ich keine fortschrittliche Entwicklung. Ich empfinde auch keinen Stolz, dass ein Deutscher Papst ist. So etwas ist für mich nicht wichtig. Auf mich wirkt er nicht ehrlich. Er ist mitverantwortlich für viele restriktive Entwicklungen. Viele Äußerungen von Johannes Paul II. zur Homosexualität sind von ihm mit gesteuert worden. Mein erster Gedanke war: Er ist ein Übergangspapst, und ich hoffe, das wird er auch bleiben.

Matt Foreman von der National Gay and Lesbian Task Force der USA:
Die Führer der Römisch-Katholischen Kirche haben einen Mann zum Papst gewählt, dessen Leistung unablässiger, giftiger Hass auf schwule Menschen ist, Kardinal Josef Ratzinger. Während der Amtszeit von Johannes Paul II. war Ratzinger die treibende Kraft hinter einer langen Reihe von Äußerungen, in denen Schwule und Homosexualität als "das Böse" bezeichnet worden waren. Als Katholik, aufgewachsen in einer strenggläubigen katholischen Familie, weiß ich, dass die Geschichte der Kirche im Laufe der Jahrhunderte voller beschämender Kapitel aus Diskriminierung, Verfolgung und Grausamkeiten gegen andere besteht. Eines Tages wird sich die Kirche bei den Schwulen entschuldigen, so wie sie es in der Vergangenheit bei anderen Gruppen getan hat. Ich bezweifle sehr, dass dieser Tag während der Amtszeit des neuen Papstes kommen wird. Es scheint sogar unvermeidbar, dass dieser Papst noch mehr Schmerz hervorrufen und seinen Nachfolgern noch mehr Gründe geben wird, um Vergebung zu bitten.

Erklärung der Lesben und Schwulen in der Union (LSU):
Die LSU gratuliert Kardinal Ratzinger zu dieser Wahl und verbindet mit ihren Wünschen die Hoffnung und Forderung an das Oberhaupt der katholischen Kirche, die Haltung der katholischen zur Homosexualität zu ändern. Benedikt XVI. ist 78. Er ist bewusst als Übergangspapst gewählt worden, um den Kurs seines Vorgängers zu konsolidieren. Diesen Kurs hat er 25 Jahre als Präfekt der Glaubenskongregation massgeblich mitgestaltet. Die dabei getroffenen Aussagen zur rechtlichen Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften waren und sind für die LSU inakzeptabel. In Europa leben 25% aller Katholiken weltweit - bei allem Konservativismus in Asien und Lateinamerika eine nicht zu unterschätzende Zahl. Viele Gläubige sind unzufrieden oder fühlen sich von Ihrer Kirche nicht mehr verstanden. Die gesellchaftspolitische Themenpalette reicht u.a. von Homosexualität, Stellung der Frau in der Kirche, über die Aids-Problematik bis zur Empfängnisverhütung. Rom wird sich diesen seit langem drängenden Fragen nicht verschließen können. Es bleibt abzuwarten, ob der neue Papst nur Bewahrer sein will, oder die Bereitschaft zum Dialog besitzt. "Wir wünschen dem neuen Papst diese Bereitschaft zum Dialog, den Mut zur Veränderung, die Fähigkeit auch vorhandene, moderne Moraltheologie anzuerkennen, und dadurch eine Kirche zu schaffen, in der sich auch homosexuelle Christen aufgenommen fühlen", erklärt Alexander Vogt, LSU Beauftragter für Kirchenfragen.

Joe Solmonese, Vorsitzender der schwul-lesbischen Human Rights Campaign aus den USA:
Wir hoffen, dass Papst Benedikt XVI. der biblischen Tradition folgend Liebe und Mitgefühl für alle Menschen predigen wird. In der Vergangenheit hat er sehr verletzende Aussagen über schwule, lesbische, bisexuelle und transsexuelle Menschen gemacht. Die Tatsache, das er zum neuen Past gewählt wurde, ist Besorgnis erregend. Es ist absolut wichtig, dass es zu einer positiven Kommunikation mit der Katholischen Kirche über gläubige Homosexuelle kommt, und wir würden einen solchen Austausch sehr begrüßen.

Volker Beck, parlamentarischer Geschäftsführer Bündnis 90/Die Grünen:
Man kann nur hoffen, dass der Heilige Geist über den Heiligen Vater kommt und er eine Wandlung vom Zuchtmeister zum Hirten durchmacht. Der Vorsitzende der Glaubenskongregation ist bislang vor allem wegen seiner Rigidität bei Fragen der Geschlechter und der Sexualmoral aufgefallen und hat emanzipatorische Ansätze wie die Befreiungstheologie unnachgiebig bekämpft.

Brett Lock von Outrage, einer englischen Organisation gegen die Diskriminierung von Schwulen und Lesben:
Die Wahl von Kardinal Ratzinger zum Papst lässt finstere Tage für die Rechte von
Frauen, Schwulen und allen anderen, die sich für liberale Werte einsetzen, befürchten. Seine ultrakonservative Auslegung des Katholizismus führte zur Verdammung von Kondomen, die unablässig zur Verbreitung von HIV sind, missachtete die Rechte von Frauen und bekräftigte staatlich betriebene
Diskriminierung von homosexuellen Menschen. Papst Johannes Paul II., mit Ratzinger als seinem Inquisitor an der Seite, schlug alle reformatorischen Ansätze seiner Vorgänger in den Wind. Ratzingers Wahl zu seinem Nachfolger hat die erzkonservative Übernahme des Vatikans vollendet.

Matthias Eiting, Vorstand des Kölner Lesben- und Schwulentags (KLuST):
Meine Hoffnung war vor der Wahl, dass Ratzinger es nicht schaffen wird, da er die erzkonservative Linie des letzten Pontifikats maßgeblich mitbestimmt hat. Drastische Reformen, wie sie die katholische Kirche eigentlich nötig hätte, sind von ihm daher eigentlich nicht zu erwarten. Man muss jetzt aber erstmal abwarten, er wäre nicht der erste, der vom konservativen Kardinal zum progressiven Papst mutiert. Allerdings habe ich da wenig Hoffnung...

Aus der Pressemitteilung von Rainbow Sash Movement (schwule Katholiken), USA:
Rainbow Sash Movement war sehr enttäuscht über die Wahl von Kardinal Ratzinger zum Papst. Wir hatten auf einen Seelsorger gehofft, auf einen Schäfer, aber stattdessen haben wir einen Erfüllungsgehilfen der Glaubensdoktrin bekommen. Zweifellos wird er weiterhin seine negative Haltung gegen Schwule in der Welt verbreiten. Joe Murray, Vorsitzender von RSM, hatte schon während des Konklave angekündigt, dass unsere Organisation unabhängig vom Ausgang der Papstwahl weiterhin gegen homophobes Verhalten innerhalb unserer Kirche kämpfen wird. Der Aufruf zum Dialog wird ebenso fortgeführt wie unsere Gebete. Wir möchten unsere katholischen Mitstreiter daran erinnern, dass wir die Kirche sind. Wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben und müssen uns auf Gott besinnen. Die RSM wird auch in Zukunft für Offenheit, Toleranz und Einbeziehung in die Kirche streiten.

Francis DeBernardo, Vorsitzender von New Ways Ministry (US-Organisation lesbischer und schwuler Katholiken):
Ich bin sehr enttäuscht über die Wahl von Kardinal Ratzinger zum Papst. Er war der Blitzableiter für die Wut, die lesbische, schwule und andere fortschrittlich denkende Katholiken während der Amtszeit von Papst Johannes Paul II. empfunden haben. Er ist berüchtigt für seine Entschlossenheit, Diskussionen zu unterbinden. Er war 1986 verantwortlich für einen Brief an katholische Bischöfe, in dem er dazu aufforderte, die Annäherung zwischen Kirche und homosexuellen Menschen zu unterbinden und die Diskussion über Homosexualität abzubrechen.

20. April 2005



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72 Kommentare

#1 ClaudiusAnonym
  • 20.04.2005, 13:18h
  • Das Schlimme an der römischen-katholischen Kirche ist, das hochrangige Leute wie Ratzinger und seine Vorgänger und die Kardinäle und Bischöfe usw. vom eigentlich Leben der Menschen nichts wissen..

    In der Kirche wächst auf eingebettet und in total in Watte, null Ahnung wie das Leben draußen wirklich ist, wie die Menschen sich quälen müssen, auch für ihr Vernanlagung und Neigungen für die keiner kann und trotzdem als Sünde verurteilt wird.

    Mit Ratzinger tun wir uns nichts Gutes an, noch weniger für die Frauen, Frauen die in Not sind, Schwangere usw.

    Man müßte die ganze Riege von Kardinälen und Bischöfen in die Armen und Elendsviertel jagen damit sie sich dort das Leben der Menschen anschauen können...

    Ich wurde auch streng erzogen, ein Fehler..
    heute weiß ich die wissen nichts von uns und sie lassen sich wie die Politiker anbeten, verehren, bewundern und huldigen..... und schauen vorbei an der Realität und Wirklichkeit.
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#2 martinAnonym
  • 20.04.2005, 13:43h
  • was soll der tamtam? war jemand wirklich so naiv zu glauben, ein neuer papst würde jetzt endlich alles anders machen? hallo! es geht hier um die katholische kirche und die ist nun mal so. vielleicht sind ein paar leute in der basis ganz nett und verständnisvoll, aber die zählen im katholizismus (der's noch nie mit der demokratie hatte) null und nix.
    herr ratzinger wird sicherlich gerade in sachen schwule und lesben nicht nachsichtlich werden, schon allein weil es meines wissens nach während seiner zeit in deutschland öfter gerüchte gab, dass er vor allem zur männlichen jugend ein exzellentes verhältnis habe. jetzt ham die katholen auch ihren j. edgar hoover. nur der hier darf sogar öffentlich seine kleidchen tragen. unser mann in rom :)
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#3 Georgios!Anonym
  • 20.04.2005, 14:25h
  • Also ich weiß nicht! Aber irgendwie sieht er auf den Bildern so aus, wie einer dieser alten Säcke, die immer den Jüngelchen an die Wäsche wollen! :-)
    Und mein Gefühl täuscht mich da eigentlich auch eher selten! :-)))
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#4 rudolfAnonym
  • 20.04.2005, 14:26h
  • @martin

    Deine Vermutungen teile ich auch. Ein gut aussehender Freund von mir hatte mal ein längeres Gespräch mit dem Herren. Blicke sagen viel...
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#5 skydiverProfil
  • 20.04.2005, 14:35hStuttgart
  • Wenn Man(n) bedenkt, das Man(n) vor noch nicht all zu langer Zeit für derartige Äusserungen als Ketzer verbrannt worden wäre u.a. im päpstlichen Auftrag der katholischen Kirche, dann werden wir die paar (hoffentlich kurzen) Jahre Amtszeit dieses alten Herren auch noch überstehen...
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#6 KlausAnonym
  • 20.04.2005, 14:40h
  • Was regen wir uns alle über Ratzinger auf! Johannes Paul war keinen Deut schwulenfreundlicher! Und Ratzinger als Dutzfreund des verstorbenen Papstes wird das Lebenswerk von Johannes Paul nur vollenden...
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#7 norbertcdnkathEhemaliges Profil
  • 20.04.2005, 14:48h
  • also mich entsetzt diese Wahl nicht. Mich freut es sehr das endlich wieder ein Deutscher auf dem Stuhl Petri platz genommen hat.
    Sicher steht der neue Papst Benedikt XVI. für die strenge innerhalb der ´Kirche.

    Aber diese vorverurteilúng, die ich hier so lese halte ich einfach überzogen. Wir sind hier nicht der Nabel der Welt. Es gibt sicherlich andere Probleme. Ich denke bevor man die Kardinäle und Bischöfe zu den Armen senden soll damit sei das auch sehn. sollten zuerst die hochbezahlten Politker und Wirtschaftsmanager dort hingeschickt werden.
    Lassen wir den neuen Papst erst and die Arbeit.
    Etwas toleranz sollten wir üben , wir fordern sie schließlich auch .
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#8 andreAnonym
  • 20.04.2005, 14:52h
  • Ich bin vor einem Jahr aus der evangelischen Kirche ausgetreten-genauso verlogen in Bezug auf Schwule wie die Katholische Kirche- meiner Meinung nach.
    Mit Sprüchen wie "nah dran am Nächsten" an Gemeindehäusern und Begegnungsstätten zwar offener wirkend, aber mit endlosen Diskussionen um "HOMOEHE" (Was für eine Bezeichnung...), die dann wirklich deutlich machen, wie nah sie an den "HOMOS" sind, disqualifizierte sich für mich auch diese Truppe. Ein von mir an den Bischof gerichteten Brief, wurde nie beantwortet. HOMOGELD in Form von Kirchensteuern wird übrigens gern genommen- komisch oder nicht? Da macht man sich keine Gedanken um die Reinheit der Herkunft.
    In diesem Sinne bleibt Kirche für mich, egal ob katholisch oder evangelisch, eine verlogene, pseudomoralische Einrichtung, die schon lange weltfremde Theorien vertritt.
    Tja, und ob da nun Johannes oder Benedikt dummes, menschenunwürdiges Zeug labern- das ist mir mittlerweile auch schnuppe. Für mich ist die Kirche keine moralische Instanz mehr.
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#9 ClaudiusAnonym
  • 20.04.2005, 15:14h
  • Nachtrag zu meinem Beitrag Nr. 1....

    Ganz schlimm ist das diese kath. Kirche und andere Religionen, Schwangerschaftsverhütung verbieten, nicht aber das Verhungern von Millionen und Abermillionen Babies und Kinder im Kleinstalter. Wie kann man so verbohrt sein und die Verhütung verbieten aber das Verhungern und Leiden von Kinder und nicht nur Kindern gut heißen.

    Das Gleiche gilt für das Thema Aids.... Kondome und Co. , es muß in einer überbevölkerten verarmten Welt in der nur Reiche und Kirche das Sagen haben erlaubt sein Kondome zu benutzen um die Ausbreitung von Krankheiten zu vermeiden usw. das Thema ist lang.

    Man müßte als Erstes in Deutschland die Kirchensteuer abschaffen, sie ist so unnötig wie ein Kropf und macht die Kirche reich und mächtig, die Kirche nimmt alles auch den letzten Pfennig nur sie gibt nichts außer Almosen wie der Staat auch.

    Weg mit der Kirchensteuer, da ist sich die Kirche in Deutschland einig, auch wenn diese Abgabe aus der Nazizeit stammt und nur durch Hitler etabliert wurde....

    In anderen Ländern gibts das nicht, auch bei anderen Religionen nicht, also die Kirchensteuer muß raus.

    Da zahlt man(n) ist schwul durch Gottes Gnaden und Schöpfung und wird noch beschimpft von der Kirche.

    Ich glaube an Gott aber nicht an seine fehlbaren Stellvertreter und sonstiges Bodenpersonal auf Erden...
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#10 svenAnonym
  • 20.04.2005, 16:42h
  • Ich schließe mich den (vorsichtigen) Befürchtungen an.

    Ein wenig grinsen mußte ich bei der Erklärung der LSU. Da steht tatsächlich was von "Bereitschaft zum Dialog, den Mut zur Veränderung"... Also. Das nenne ich eine optimistische Einstellung! Die kann man eigentlich nur mit Galgenhumor erklären.
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