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  • 18.09.2016, 11:09h           54      Teilen:   |

Wahl zum Abgeordnetenhaus

Berlin: AfD-Kandidat soll Regenbogenfahne verbrannt haben

Artikelbild
Zwei Männer verbrennen eine Regenbogenfahne. Bei dem rechten soll es sich um den AfD-Politiker Jörg Sobolewski handeln, der für das Berliner Abgeordnetenhaus kandidiert (Bild: AfDLeak_Berlin)

Die Enthüllungsplattform AfDLeak_Berlin hat Fotos veröffentlicht, die offenbar den AfD-Direktkandidaten Jörg Sobolewski beim Verbrennen einer Pride-Flagge zeigen.

Skandalöse Enthüllung in der Nacht vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus. Die Enthüllungsplattform AfDLeak_Berlin hat am Samstagabend auf Twitter Fotos veröffentlicht, die offenbar den Berliner AfD-Kandidaten Jörg Sobolewski beim Verbrennen einer Regenbogenflagge zeigen. Sobolewski ist Direktkandidat im Wahlkreis Steglitz-Zehlendorf 1 und kandidiert auf Platz 24 der AfD-Landesliste. Außerdem ist der 26-jährige Jura-Student Chef des Ordnerdienstes seiner Partei.

Angeblich wurden die Bilder im Garten der rechtextremen Burschenschaft Gothia im Stadtteil Zehlendorf aufgenommen, der Sobolewski angehört. Im Juni 2015 wurde am nahen Zehlendorfer Rathaus eine Regenbogenfahne gestohlen, die dort anlässlich des Christopher Street Days hing. Die drei Täter konnten damals unerkannt fliehen und wurden nicht gefasst. AfDLeak_Berlin bringt die beiden Taten in Verbindung: "#JSobolewski verbrennt gestohlene Regenbogenfahne", schreiben die unbekannten Autoren. Die Fotos sollen aus einer nicht öffentlichen Facebook-Gruppe der Burschenschaft stammen.

Sobolewski hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert.

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Burschenschaftler mit Verbindung zu Neonazis

Der Burschenschaftler Jörg Sobolewski ist Chef des Ordnerdienstes der Berliner AfD
Der Burschenschaftler Jörg Sobolewski ist Chef des Ordnerdienstes der Berliner AfD

Jörg Sobolewski, dessen Primärziel nach eigenen Angaben die "Rettung meines Volkes und Landes" ist, ist bereits mehrfach durch seine Verbindungen zu Rechtsextremisten aufgefallen. So ist er Bundesvorsitzender des Dachverbandes Deutsche Burschenschaft, in dem diverse Neonazis und NPD-Mitglieder organisiert sind. Im Februar hielt er eine Rede auf einer fremdenfeindlichen Demonstration im Spreewald, an der auch Neonazis teilnahmen.

Erst am Donnerstag hatten über 60 Berliner LGBTI-Organisationen dazu aufgerufen, am Sonntag weder AfD noch NPD zu wählen. Wer aus Protest auf eine dieser Parteien setze, gefährde das demokratische Berlin und dessen pluralistische Gesellschaft, heißt es in dem Aufruf (PDF). Zudem sichere ein Erfolg diesen Parteien nach der Wahl finanzielle Mittel, mit denen diese ihre "demokratiefeindlichen Ziele und ihre Hetze gegen Minderheiten fortführen" könnten.

Die Aktivisten verweisen darauf, dass insbesondere die AfD zahlreiche Vertreter aus der rechten Szene in ihren Reihen habe, wie Recherchen des Antifaschistischen Pressearchivs und Bildungszentrums Berlin (apabiz) ergeben hätten. Insbesondere bei den Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen, die am selben Tag stattfinden, wimmele es von Kandidaten mit Verknüpfungen zu Neonazis oder ganz rechten Netzwerken, etwa zum verurteilten Holocaustleugner Horst Mahler.

Wer sich für keine der demokratischen Parteien entscheiden könne, solle einen ungültigen Wahlzettel abgeben, empfehlen die Aktivisten. Berlin zählt als derzeit einziges Bundesland auch ungültige Stimmen bei der Berechnung der Fünf-Prozent-Hürde mit. In den Bezirken gilt eine Drei-Prozent-Hürde.





Unter Berliner LGBTI-Wählern liegt die AfD angeblich vor der CDU

Laut einer von den Universitäten in Gießen und Wien durchgeführten nicht-repräsentativen Online-Umfrage wollen sieben Prozent von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und transgeschlechtlichen Menschen in Berlin an diesem Sonntag die AfD wählen (queer.de berichtete). Diese Wähler legen den Ergebnissen zufolge weniger Wert auf LGBTI-Rechte – so hält nur gut jeder vierte potenzielle AfD-Wähler die Ehe-Öffnung für ein wichtiges Thema, bei den Grünen sind es 89 Prozent der Anhänger.

Unter den Befragten gaben 33 Prozent an, Grüne wählen zu wollen, die Linkspartei schaffte es mit 24 Prozent auf den zweiten Platz vor die SPD mit 17 Prozent. Die FDP käme mit neun Prozent auf Rang vier. Auf CDU und Piraten entfielen jeweils vier Prozent, beide Parteien würden damit an der Sperrklausel scheitern.

Bei den Wahlprüfsteinen des LSVD-Landesverbands schneidet die AfD unter den sieben größten Parteien in der Stadt mit Abstand am schlechtesten ab: Sie spricht sich u.a. gegen die Ehe für alle, einen im Grundgesetz verankerten Schutz vor Diskriminierung und eine Schulaufklärung über Homo- und Transsexualität aus (queer.de berichtete). Dennoch warb die rechte Partei mit einem ausländerfeindlichen Plakat gezielt um die Stimmen von Lesben und Schwulen (queer.de berichtete). Ko-Landesvorsitzende der Berliner AfD ist die Europaabgeordnete Beatrix von Storch, die aus ihrem Büro früher die homophobe "Demo für alle" organisierte. (mize)

 Update  23.05h: AfD-Sprecher unbeeindruckt

Die Berliner Tageszeitung "B.Z." berichtet, AfD-Sprecher Ronald Gläser habe die Flaggenverbrennung der Zeitung gegenüber heruntergespielt: "Ich sehe das nicht so spektakulär." Der frühere Redakteur der "Jungen Freiheit", der am Sonntag über die Landesliste der Partei ins Abgeordnetenhaus gewählt wurde, habe dabei darauf verwiesen, dass Mitglieder der Grünen Jugend einst auf Deutschlandflaggen uriniert hätten. Die Polizei prüfe Ermittlungen, schreibt die Zeitung.

Sobolewski, der einen Einzug in das Abgeordnetenhaus über die Landesliste bei der Wahl am Sonntag knapp verpasste, hatte sich auch der Zeitung gegenüber nicht zu dem Vorfall geäußert – wie auch nicht in seinen Facebook-Profilen, in denen zugleich Kommentare dazu gelöscht wurden. (nb)

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Tags: jörg sobolewski, afd, regenbogenfahne, berlin, abgeordnetenhaus, wahl
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Reaktionen zu "Berlin: AfD-Kandidat soll Regenbogenfahne verbrannt haben"


 54 User-Kommentare
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Die ersten:   
#1
18.09.2016
11:29:45


(+15, 15 Votes)

Von sponti


erst Gewalt gegen Sachen, dann folgt die Gewalt gegen Menschen - war im 3. Reich genauso.

Ich hätte es vor ein paar Jahren nicht für möglich gehalten


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#2
18.09.2016
11:41:11


(+16, 16 Votes)

Von panzernashorn
Profil nur für angemeldete User sichtbar


So fing es doch vor längerer Zeit schon mal an...............*erschreckend*


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#3
18.09.2016
11:52:39


(+15, 15 Votes)

Von Tomm


Sehe ich da im Beitrag auf einem der Bilder etwa eine zum "Hitlergruß" ausgestreckte, rechte Hand !? Nee näh ?!


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#4
18.09.2016
12:10:36


(+12, 12 Votes)

Von Tommy0607
Aus Etzbach (Rheinland-Pfalz)
Mitglied seit 28.10.2015


Solche Intolerante , Rassistische und Homophoben Verein sollte man in Deutschland nirgends eine Stimme geben.
Sie ist und bleibt ein Verein wie es in Deutschland schon mal gab .
Rote Karte für solche Dumme!


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#5
18.09.2016
12:32:07


(+11, 11 Votes)

Von SpidermanSB


Hier handelt sich doch bestimmt wieder nur um ein Missverständnis, daß völlig aus dem Zusammenhang gerissen wurde, wie immer wenn jemand bei der AfD mal sein wahres Gesicht zeigt. Macht nix...da die AfD ja Stammgast in deutschen Talkshows ist und dort immer wieder eine Plattform geboten bekommt, wo sie ihren faschistischen Müll über GEZ-finanzierte Sendezeit verbreiten können, finden Frau Petry und Co sicher demnächst die Möglichkeit diesen "Ausrutscher" (den sie natürlich scharf verurteilen!) bei Anne Will und Co "richtigzustellen"....


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#6
18.09.2016
12:40:50


(+13, 13 Votes)

Von SpidermanSB


Das lief wahrscheinlich in Wirklichkeit so ab: "Wir haben gerade eine Grillparty im Garten zu Ehren er Flüchtlinge gemacht, die wir aufgenommen haben. Plötzlich drehte unerwartet der Wind und die Regenbogenflagge unseres Nachbarn wurde von orkanartigen Böhen erfasst und vom Mast gerissen! Als sie in Richting unseres Feuers flog, konnten wir gerade noch das Schlimmste verhindern, in dem wir zur Rettung unsere Arme nach oben streckten, um die herrabfallende Flagge vor dem Flammeninfero zu retten! Ausgerechnet in diesem Moment wurde das Foto gemacht, was man natürlich ohne die Vorgeschichte völlig falsch verstehen könnte....


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#7
18.09.2016
12:51:34


(-16, 16 Votes)

Von Patroklos
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Antwort zu Kommentar #6 von SpidermanSB


Könnte aber auch eine Racheaktion sein, denn vor einigen Tagen wurde Frauke Petrys Auto gezündelt und da vermuten die AfD und ihre Anhänger, daß es mit Sicherheit die "bösen Schwulen und Lesben" gewesen sind!


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#8
18.09.2016
12:55:30


(+16, 18 Votes)

Von remixbeb
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Was mir dabei am meisten Angst macht, ist, dass es genug Leute gibt, die diese Partei wählen. Ich glaube, diese Leute wissen gar nicht, was das im Falle einer Machtübernahme für sie bedeuten kann. Aber dann ist es zu spät..


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#9
18.09.2016
13:13:53


(+13, 15 Votes)

Von olfwob


Ich denke, ich habe so eine Ahnung was jemanden zu sowas treibt. Kein sich seiner Heterosexualität sicherer Mann würde sich, meiner Meinung nach, so in schwulenfeindliche Aktionen hineinsteigern. Es gibt mittlerweile ja genug Studien, dass die größten Homophoben eigentlich nur so reagieren, weil sie sich selber zu sehr Gedanken über ihre schwulen Empfindungen machen.


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#10
18.09.2016
14:08:58
Via Handy


(-15, 21 Votes)

Von Tobse


Wenn Frauke Petrys Auto in diesen Tagen ausbrannte, dann ist dies hinnehmbarer "Protest" von links, wenn ein Stück Stoff brennt, dann steht das Dritte Reich auf^^ Oh man...


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