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Coming-out bei den Royals

Cousin der Queen outet sich als schwul


Ein Urururenkel von Queen Victoria: Lord Ivar Alexander Michael Mountbatten wurde 1963 in London geboren (Bild: Bridwell Devon)

Mit 53 Jahren stellte Lord Ivar Mountbatten seine neue Liebe vor – offensichtlich mit dem Segen des Königshauses.

Das britische Königshaus hat sein erstes offen homosexuelles Mitglied. Im Boulevardblatt "Daily Mail" outete sich Lord Ivar Alexander Michael Mountbatten, ein Cousin von Queen Elisabeth II. und Urururenkel von Queen Victoria, am Wochenende als schwul.

Im vergangenen Jahr habe er sich beim Skifahren in der Schweiz in den ein Jahr älteren James Coyle verliebt, der als Serviceleiter bei einer Fluggesellschaft arbeitet. "Ich bin jetzt viel glücklicher, aber ich habe es noch immer nicht zu hundert Prozent akzeptiert, schwul zu sein", sagte der 53-Jährige gegenüber der "Daily Mail" – und begründete dies mit seiner Generation. "Als ich aufgewachsen bin, war das bekannt als die Liebe, deren Namen man nicht auszusprechen wagte."

Unterstützung von seiner Ex-Frau

Von seiner Ex-Frau Penny und seinen drei Töchtern habe er viel Unterstützung erfahren, erklärte Mountbatten. Seiner Frau habe er schon sehr früh erzählt, dass er bisexuell sei. "Ich war ziemlich überrascht, dass sie mich überhaupt geheiratet hat", meine er gegenüber der "Daily Mail". Nach 16 Ehejahren wurden sie 2011 geschieden.

Im britischen Königshaus sorgte das Coming-out weder für einen Skandal noch für größeres Aufsehen. Auch sein Freund Prinz Edward stehe zu ihm, erklärte der Cousin der Queen, der Taufpate zweier Töchter des Prinzen ist.

Homosexualität sei in der heutigen Gesellschaft weitgehend akzeptiert, meinte Mountbatten. "Ich weiß, in einer idealen Welt würden sich meine Mädchen wünschen, dass ihre Mutter und ihr Vater noch zusammen wären, aber sie lieben auch ihre Familie des 21. Jahrhunderts. Ihr Vater hat einen Freund – es ist so kompliziert und so einfach zugleich. Aber James gefunden zu habenm bedeutet für mich, nicht mehr lügen zu müssen und nicht allein alt werden zu müssen."

Twitter / Sisteridw | Lord Mountbatten mit seinem neuen Freund

Homosexualität lange Zeit ein Tabu im Königshaus

Der Umgang der britischen Royals mit Homosexualität und LGBTI-Rechten war in der Vergangenheit sehr reserviert – obwohl in derzeit 42 von 53 Staaten des Commonwealth gleichgeschlechtliche Kontakte weiterhin kriminalisiert werden. In zweien ist dafür gar die Todesstrafe vorgesehen. Nach dem Bombenanschlag 1999 auf den schwulen Pub "Admiral Duncan" in London, bei dem drei Personen getötet wurden, hatte der aktuelle Thronfolger Prinz Charles den Tatort besucht und mit Angehörigen und Überlebenden gesprochen.

Von Prinz Harry wurde berichtet, dass er in der Armee einen schwulen Soldaten vor Mobbing in Schutz genommen haben soll (queer.de berichtete). Erst im Juni hatte sich Prinz William als Coverboy für das Schwulenmagazin "Attitude" zur Verfügung gestellt – um damit ein Zeichen gegen Homophobie und Transphobie zu setzen (queer.de berichtete). (cw)



#1 UrsaMajorEhemaliges Profil
#2 DannyCologne89Profil
  • 19.09.2016, 16:41hKöln
  • Ein gutes Zeichen - aber leider etwas spät! Es wäre schön gewesen, gerade in solchen Kreisen, wenn er früher den Mut gehabt hätte!

    Hoffentlich trauen sich jetzt mehr "Royals" sich zu outen!
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#3 lasatProfil
#4 Sabelmann
  • 19.09.2016, 18:07h
  • Freut mich für ihn!Bei uns wurde seinerzeit der Bruder des Kaisers noch verbannt und vom Hof entfernt!Trotzdem war er glücklich!Vielleicht deshalb?
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#5 Sabelmann
#6 Berlin_Profil
#7 NicoAnonym
#8 markusbln11Anonym
#9 herve64Profil
#10 Miguel53deProfil
  • 21.09.2016, 00:07hOttawa
  • Antwort auf #9 von herve64
  • Nun ja, als die erste Elisabeth starb und James ihr Nachfolger wurde, hiess es in England - wohlgemerkt damals schon - "Elisabeth was King. Now James is Queen."

    Ein offenes und auch viel diskutiertes Geheimnis.

    Und ausgerechnet diesem James verdanken wir die neue Uebersetzung der Bibel, die bekannte King James Bibel, auf die sich die "Christen berufen, wenn sie behaupten "God hates faggs".

    Schoen aber dennoch, wenn sich diese seltsame Familie neuen Erkenntnissen oeffnet.
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