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  • 20.09.2016, 16:34h           20      Teilen:   |

Schrecklicher Verdacht offenbar wahr

Polizei bestätigt: Claus-Brunner unter Mordverdacht

Artikelbild
Gerwald Claus-Brunner auf der Wahlkampfauftaktparty der Piratenpartei in Berlin (Bild: flickr / Mike Herbst / cc by 2.0)

Der am Sonntag abgewählte Piraten-Politiker Gerwald Claus-Brunner hat offenbar einen jüngeren Mann ermordet.

Die Polizei hat am Dienstagnachmittag bestätigt, dass der frühere Berliner Piraten-Abgeordnete Gerwald Claus-Brunner verdächtigt wird, einen anderen Mann ermordet zu haben. Claus-Brunner war am Montag zusammen mit einem Unbekannten tot in seiner Wohnung aufgefunden worden (queer.de berichtete).

In einer Pressemitteilung der Polizei mit der Überschrift "Suizid nach Tötung", in der Claus-Brunner nicht mit Namen genannt wird, heißt es, dass ein Abschiedsbrief dazu geführt habe, dass die Beamten gegen 14 Uhr die Wohnung des Politikers in Steglitz aufbrauchen und dort die Leichen zweier Männer entdeckten. "Die Auffindesituation ließ ein Tötungsdelikt vermuten, so dass eine Mordkommission des Landeskriminalamts die Ermittlungen übernahm."

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Obduktion: Opfer durch stumpfe Gewalt getötet

Die am Dienstag durchgeführten Obduktionen hätten ergeben, dass Claus-Brunner sich das Leben genommen hatte. Bei dem anderen Toten handelte es sich um einem jüngeren Mann, bei dem die Identität noch nicht abschließend festgestellt werden konnte. Bei ihm stellte man bei der Autopsie fest, dass er einige Tage zuvor durch stumpfe Gewalt gegen den Oberkörper getötet wurde.

"Der Mann ist in einer anderen Wohnung zu Tode gekommen und offensichtlich von dort in die Wohnung, in der die beiden Leichen gefunden worden sind, gebracht worden", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft dem rbb. Eine Polizeisprecherin sagte der "Zeit", es gebe den "konkreten Verdacht", dass Claus-Brunner den anderen Mann umgebracht habe. Die Behörden ermitteln weiter.

Bereits am Mittag hatte die "Bild"-Zeitung als erstes Medium über den Tötungsvorwurf gegen den verstorbenen Piraten-Politiker berichtet (queer.de berichtete). Demnach soll es sich bei dem Opfer um einen 1987 geborenen Mann handeln. "Bild" und auch der "Tagesspiegel" berichteten zudem unter Verweis auf Ermittler, Claus-Brunner habe den Mann missbraucht.

Die "Welt" berichtete am Nachmittag, man habe aus Ermittlerkreisen erfahren, dass sich Opfer und Täter bereits seit fünf Jahren gekannt hätten. Demnach soll der Politiker seinen früheren Kollegen seit Monaten gestalkt und ihn schließlich entführt haben. Danach sei es zu sexuellen Übergriffen gekommen. In anderen Medien heißt es, bei dem Opfer könne es sich um eine frühere Bekanntschaft des Politikers gehandelt haben.

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, sagte gegenüber "Spiegel Online", es handele sich bei dem zweiten Toten um einen 27-Jährigen, der zuvor gegen Claus-Brunner "Stalking-Vorwürfe erhoben hatte". Weitere Details habe er unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht bekannt geben wollen.

Einen Tag, bevor die Leichen gefunden wurden, war Claus-Brunner und seine Piratenpartei bei den Abgeordnetenhauswahlen auf unter zwei Prozent abgestürzt – er hat damit wie seine Fraktionskollegen sein Mandat verloren. Seine Partei hatte nach den ersten Berichten den Tod ihres Abgeordneten bestätigt und erklärt, dass er an einer unheilbaren Krankheit gelitten habe (queer.de berichtete). Die Staatsanwaltschaft sagte am Dienstag, für eine solche Krankheit gebe es bislang keine Hinweise. (dk)

 Update  18.00 Uhr: Piratenfraktion löscht Nachruf auf Claus-Brunner
Die Berliner Piratenfraktion hat auf ihrer Website "angesichts neuer Erkenntnisse" einen Nachruf auf Claus-Brunner entfernt. "Wir bitten um Verständnis, dass wir uns nicht weiter äußern können und werden", heißt es weiter.

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Tags: piratenpartei, gerwald claus-brunner
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Reaktionen zu "Polizei bestätigt: Claus-Brunner unter Mordverdacht"


 20 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
20.09.2016
17:34:36


(+2, 2 Votes)

Von JarJar
Aus Kiel (Schleswig-Holstein)
Mitglied seit 30.10.2015


Laut Bildüberschrift war der Herr Brunner wohl auch nicht totkrank... Woher wissen die so etwas?


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#2
20.09.2016
17:37:38


(+4, 6 Votes)

Von m123


Die Polizei fand am Nachmittag in der Wohnung in der Schönhauser Straße zwei Tote, den Einsatzkräften habe sich "ein schauriges Bild" geboten, berichtete die Polizei in ihrer Mitteilung.

Quelle: rbb

Link zu www.rbb-online.de

Ferner wird seitens der Polizei von "stumpfer Gewalt" gesprochen.

So wie es sich anhört scheint der Hergang der Taten sehr brutal abgelaufen zu sein. Sein Opfer hat vermutlich sehr leiden müssen, erst über längere Zeit gestalkt worden zu sein, dann entführt worden zu sein, dann sexuell missbraucht worden zu sein und dann sehr brutal ermordet worden zu sein. So möchte wohl niemand sterben...


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#3
20.09.2016
17:45:03
Via Handy


(+9, 9 Votes)

Von Simonn


Stalking Opfer werden selten ernst genommen. Auch die Polizei ist machtlos, wenn es keine Beweise ( Telefonaufnahmen, Drohbriefe etc.) gibt. Oft gehen Stalker geschickt vor, lauern der Person auf, hinterlassen aber keine Spuren die sie für andere identifizieren. Das macht es schwer gegen diese vorzugehen.
Insbesondere Männer werden selten ernst genommen wenn sie von erlittenem Stalking berichten.
Natürlich ist dies ein Extremfall und mutmaßlichen Missbrauch und Mord begehen die wenigsten Stalker, aber dennoch wird zu wenig getan.
Es muss doch schlimm sein, wenn man von einem Menschen lange Zeit bedroht wird und man sich niemandem anvertrauen kann ( aus Scham) oder nicht ernst genommen wird.


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#4
20.09.2016
18:10:25


(-4, 16 Votes)

Von Sebo


Der war mir ja immer schon sehr suspekt - wie alle in dieser Freakshow-Partei.

Aber wenn der wirklich vor seinem Selbstmord noch jemand anderen missbraucht und ermordet hat, ist das echt pervers.


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#5
20.09.2016
18:17:52


(+5, 7 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Ich würde mir etwas mehr professionelle Ruhe in den Berichten wünschen. Momentan wird so viel spekuliert, dass Fakten verloren gehen. Lt. Artikel wurde z. B. das mutmaßliche Opfer 1987 geboren, wird dann jedoch als 27 Jahre alt bezeichnet. Das kann rechnerisch nicht sein. Vielleicht einfach mal kurz durchatmen vor der nächsten Meldung.


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#6
20.09.2016
20:26:33


(-6, 12 Votes)

Von Heideperle
Aus Lüneburg (Baden-Württemberg)
Mitglied seit 14.04.2016


Schon krass wer alles so im Berliner Abgeordentenhaus gesessen hat...


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#7
20.09.2016
21:29:06


(+5, 9 Votes)

Von Wahlbeobachter
Antwort zu Kommentar #6 von Heideperle


Und was erst mal künftig darin sitzen wird:
die Homohasser von der AfD!

Aber halt, die wählst du ja:
Link zu www.queer.de


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#8
20.09.2016
22:21:12


(+6, 10 Votes)

Von burgerberg
Aus berlin (Berlin)
Mitglied seit 12.11.2014
Antwort zu Kommentar #7 von Wahlbeobachter


Hier ist eine grausame Straftat passiert und man sollte abwarten, was die Ermittlungen ergeben!


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#9
20.09.2016
22:59:45


(+5, 7 Votes)

Von Miguel53de
Aus Wuppertal (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 23.07.2012


Fuer mich zeigt sich zum jetzigen Zeitpunkt einmal mehr der Wert eines guten, alten, deutschen Sprichworts.

"Reden ist Silber. Schweigen ist Gold."

Lasst uns wieder reden, wenn wir alle Details kennen. Der eklige Bild-Boulevard reicht doch.


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#10
20.09.2016
23:30:01


(-5, 17 Votes)

Von Heideperle
Aus Lüneburg (Baden-Württemberg)
Mitglied seit 14.04.2016
Antwort zu Kommentar #7 von Wahlbeobachter


Homohasser sitzen übrigens in jeder Partei sogar bei den Grünen und Linken!
Im übrigen gibt es auch andere Theman in der Politik als nur die Homoehe usw...
Ja und ich will keinen weiteren Zuzug von Muslimen,ich hole mir doch nicht die eigenen Henker ins Land!
Die Zeiten das man als Homo grün oder rot wählen muss sind schon lange vorbei...
Lest mal den Koran zur Abwechslung....


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