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Baptistenpfarrer Steven Anderson ist sogar in homophoben Staaten unerwünscht

Zwar droht Botswana Schwulen und Lesben mit langjährigen Haftstrafen, der amerikanische Pfarrer Steven Anderson ist aber selbst der Regierung des Verfolgerstaates zu homophob.

Botswana hat den homophoben Pfarrer Steven Anderson wegen Hass-Rede gegen Schwule und Lesben festnehmen und ausweisen lassen. Präsident Ian Khama erklärte am Dienstag gegenüber Reuters, dass er persönlich angeordnet habe, Anderson zur unerwünschten Person im Land zu erklären.

Anderson ist der Pfarrer der evangelikalen "Faithful Word Baptist Church" aus Arizona und wirbt weltweit dafür, Schwule und Lesben verfolgen und töten zu lassen. Er wollte in Afrika neue Anhänger finden, musste seine Mission allerdings umplanen, weil ihm zunächst Südafrika die Einreise verweigerte (queer.de berichtete). Außerdem untersagte ihm Großbritannien, via London ins südliche Afrika zu fliegen (queer.de berichtete). Schließlich schaffte er es Anfang der Woche auf anderem Weg, nach Botswana zu gelangen – eigenen Angaben zufolge reiste er über Äthiopien.

Der Pfarrer hielt in Botswana unter anderem eine Rede in einer Kirche, die er mitaufgebaut hatte. Er wurde später nach einem Auftritt in der Radiostation GabzFM verhaftet. Zuvor hatte er in einer Sendung nach Angaben der "Washington Post" zur Tötung von Pädophilen und Homosexuellen aufgerufen. Außerdem lobte er den Terroranschlag von Orlando, weil dort nur "ekelerregende Homosexuelle" getötet worden seien, "von denen die Bibel sagt, dass sie den Tod verdienen".

Botswana bedroht Homosexuelle mit sieben Jahren Haft

Das Land Botswana lässt allerdings selbst Schwule und Lesben verfolgen, zumindest auf dem Papier: Auf gleichgeschlechtliche Handlungen stehen im ehemaligen britischen Protektorat sieben Jahre Haft. Der entsprechende Paragraf soll aber praktisch kaum noch angewandt werden. Es gibt eine kleine queere Community in der Hauptstadt Gaborone. Die LGBT-Organisation LeGaBiBo setzt sich für die Legalisierung von Homosexualität ein. Im März konnten die Aktivisten einen kleinen Erfolg erzielen, als das oberste Berufungsgericht das von der Regierung ausgesprochene Verbot der Organisation für verfassungswidrig erklärte.

Homosexualität gilt im zwei Millionen Einwohner zählenden Land, in dem fast jeder fünfte Erwachsene HIV-positiv ist, weitgehend als Tabuthema und – wie in vielen Nachbarländern – als unafrikanischer westlicher Import. Hin und wieder fallen Politiker mit homophoben Tiraden auf. So beschimpfte der Parlaments-Vizepräsident 2011 bei einer Aids-Konferenz schwule Männer als "westliche Hunde". "Ich mag diese schwulen Leute nicht und werde sie niemals tolerieren. Sie sind dämonisch und böse", so Pono Moatlhodi damals (queer.de berichtete). (dk)



#1 markusbln11Anonym
  • 21.09.2016, 12:41h

  • Das hätte ich weiss gott so nicht erwartet. Eine positive überraschung. Vielleicht strahlt südafrika doch positiv aus und es tut sich dann in nächster zeit noch mehr postives bei den lgbt-rechten.

    Für den zynischen hassprediger bleibt dann nur noch uganda.

    Eigentlich müsste er in den usa vor gericht gestellt werden. Dann kann ihm doch uganda asyl gewähren.
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#2 TheDadProfil
  • 21.09.2016, 12:53hHannover
  • ""Am 6. August 2016 wurde Khama von der Unesco als bester Präsident der Welt für 2016 ausgezeichnet.""..

    Äh ?
    Ein Scherz-Preis, oder ?
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#3 matsAnonym
  • 21.09.2016, 15:13h
  • Gut so! Es gibt offenbar doch noch Vernunft auf dieser Welt.

    Ein gutes Argument gegen Demagogen und Hetzer ist, dass sie die soziale Ordnung bzw. den sozialen Frieden stören. Damit kriegt man sie - trotz ihres immerzu aufgefahrenen Immunisierungs-Teflon-Schilds, dass man ja nur ihre "Meinungsfreiheit" oder "Religionsfreiheit" beschneiden wolle. Die offene Gesellschaft muss sich gegen diesen Missbrauch von Freiheitsrechten schützen.

    Da können wir in Deutschland noch was lernen.
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#4 Komischer VogelAnonym
  • 21.09.2016, 15:50h

  • Es ist wohl doch noch ein Schritt von veralteten Scheiss Gesetzten zu Total mörderischen organisrten Wahnsinn.
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#5 Danny387Profil
  • 21.09.2016, 16:36hMannheim
  • Der wird jetzt nach Hause gehen und über die "Christenverfolgung" jammern, die ja aber bereits in der Bibel angekündigt sei, was wiederum beweise, dass er mit seiner Homophobie recht habe!!

    Würg ... diese hirnverschissenen Religioten drehen sich immer alles so zurecht, dass sie am Ende "Recht" haben.
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#6 AfrikaAfrikaAnonym
  • 21.09.2016, 17:03h
  • Zimbabwes Dauertyrann Mugabe hätte sicherlich seine helle Freude daran, Anderson so schnell wie möglich in seinen Gemächern zu empfangen, aber auch in Gambia dürfte er mit seiner Einstellung mit offenen Armen empfangen werden!
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#7 markusbln11Anonym
  • 21.09.2016, 21:42h
  • Antwort auf #6 von AfrikaAfrika

  • Und leider in uganda. Vielleicht sollte die ehemalige kolonialmacht GB zur aufgabe des europäisch-viktorianischen anti-lgbt rechts motivieren (aus der zeit von queen victoria, det europäerin). Das ist doch eine völlig un-afrikanische rechtslage gesponsort von unafrikanischen predigern aus den usa.
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#8 markusbln11Anonym
#9 markusbln11Anonym