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  • 21.09.2016, 14:27h           20      Teilen:   |

Berichte

Claus-Brunner litt nicht an tödlicher Krankheit

Artikelbild
Gewald Claus-Brunner soll vor seinem Selbstmord sein Opfer gestalkt und umgebracht haben (Bild: (cc) ben / flickr)

Vor zwei Tagen wurde die Leiche von Gewald Claus-Brunner und eines weiteren Mannes gefunden, den der Politiker offenbar zuvor umgebracht hatte. In den Medien wird nun über immer mehr Einzelheiten berichtet.

Die Berliner Polizei soll inzwischen davon überzeugt sein, dass der Piraten-Abgeordnete Gewald Claus-Brunner mehrere Tage vor seinem Suizid einen jungen Mann erdrosselt haben soll. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Nach Informationen der "Berliner Zeitung" und des Boulevardblatts "Bild" handelt es sich bei dem Toten um den 27-jährigen Jan L., der ebenfalls in der Piratenpartei aktiv war und aus dem Stadtteil Wedding stammt. Er soll in Claus-Brunners Wohnung nackt und mit Kabelbinden gefesselt gefunden worden sein.

Der Abgeordnete soll den Berichten zufolge mit dem Spieleentwickler befreundet gewesen sein. Seit 2011 hätten die Männer bei Twitter Kontakt gehabt. Später sei das Verhältnis aber umgeschlagen, "da Claus-Brunner romantische Gefühle hatte, L. aber nicht" ("Bild"). Als Claus-Brunner dem Mann nachgestellt habe, habe dieser ihn im Juni wegen Stalkings angezeigt. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte laut FAZ, es gebe Hinweise darauf, dass der Politiker sein Opfer gestalkt habe. Meldungen, dass der Mann vor seinem Tod missbraucht wurde, sind aber ausdrücklich nicht von den Behörden bestätigt worden.

Fortsetzung nach Anzeige


Bericht: Claus-Brunner transportierte L.'s Leiche in Sackkarre

L. und Claus-Brunner seien laut "Berliner Zeitung" zuvor nie als Paar aufgetreten. Nach den bisherigen Ermittlungen habe Claus-Brunner den jungen Mann, den er "Wuschelkopf" nannte, in dessen Wohnung umgebracht und dann die Leiche in die 15 Kilometer entfernte Wohnung in Steglitz gebracht. Laut "Bild" habe er für den Transport des Leichnahms eine Sackkarre benutzt, was von der Polizei bislang nicht bestätigt wurde. In beiden Wohnungen hätten die Beamten Blutspuren gefunden.

Außerdem soll Claus-Brunner laut übereinstimmenden Berichten doch nicht an einer unheilbaren Krankheit gelitten haben. Er hatte zuvor seinen Parteifreunden von einer solchen Erkrankung erzählt und angegeben, dass ein Arzt ihm nur noch ein Jahr zu leben gegeben hätte. Das war offenbar eine Lüge, da während der Obduktion keine Erkrankung festgestellt worden sei.

Der "Spiegel" berichtet zudem, dass es im Umfeld des Politikers bereits seit längerem die Befürchtung gab, Claus-Brunner benötige psychotherapeutische Unterstützung. Mehrere Parlamentarier hätten konkret versucht, ihm professionelle Hilfe zu vermitteln. (cw)

Mehr zum Thema:
» Polizei bestätigt: Claus-Brunner unter Mordverdacht (20.09.16)
» "Bild": Claus-Brunner soll vor Freitod Mann umgebracht haben (20.09.16)
» Parteifreund: Claus-Brunner litt unter Trennung von Freund (20.09.16)
» Gerwald Claus-Brunner ist tot (19.09.16)
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Tags: gewald klaus-brunner, piratenpartei
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Reaktionen zu "Claus-Brunner litt nicht an tödlicher Krankheit"


 20 User-Kommentare
« zurück  12  vor »

Die ersten:   
#1
21.09.2016
16:41:33
Via Handy


(+6, 6 Votes)

Von Ferdi


" Als Claus-Brunner dem Mann nachgestellt habe, habe in dieser ihn im Juni wegen Stalkings angezeigt"

Warum hat dem Opfer damals keiner geholfen? :-(


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#2
21.09.2016
17:28:28


(+5, 5 Votes)

Von UrsaMajor


Just for the record:

Auch psychische Krankheiten können unheilbar sein.


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#3
21.09.2016
17:53:41


(+6, 6 Votes)

Von Therapie
Antwort zu Kommentar #2 von UrsaMajor


Das stimmt, aber psychische Krankheiten sind behandelbar und therapeutische Behandlungen können oftmals Linderung verschaffen und Schlimmeres verhindern. Therapeutische Behandlung, Medikation und erforderliche Klinikaufenthalte können sicherlich hilfreich sein. Das wird ganz sicherlich kein seriöser Mediziner/Experte bestreiten.


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#4
21.09.2016
18:51:02
Via Handy


(+4, 6 Votes)

Von Jens
Antwort zu Kommentar #3 von Therapie


Es heißt nicht umsonst, die eine Hälfte der Psychopathen landet in der Psychiatrie, die andere in Politik und Wirtschaft.
Polemischer Spruch, aber mit einem Körnchen Wahrheit.


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#5
21.09.2016
22:01:15


(+2, 6 Votes)

Von w3qtefgd


Vor seinem eigenen Tod veröffentlichte Claus-Brunner ein Foto eines jüngeren Mannes auf dem Kurznachrichtendienst. Nach SPIEGEL-Informationen zeigt das Motiv Jan Mirko L. Der Eintrag stammt vom 16. September und ist unterschrieben mit den Worten: "Meine Liebe, mein Leben, für dich lieber Wuschelkopf, für immer und ewig!" Das war Claus-Brunners letzte Nachricht auf Twitter.

Das Opfer war Spieleentwickler und Piratenpolitiker und sehr gut aussehend. Siehe Berliner Kurier:

Link zu www.berliner-kurier.de

Offenbar war Claus-Brunner in den gut aussehenden Spieleentwickler verknallt. Weil der aber die Avancen des Claus-Brunner nicht erwidert hat, und sogar Stalkingvorwürfe gegen Claus-Brunner erhoben hat, hat Claus-Brunner ihn umgebracht. Als sein Opfer schon tot war hat Claus-Brunner ihn von der Wohnung des Opfers in seine Wohnung gebracht und dann geschrieben:

"Meine Liebe, mein Leben, für dich lieber Wuschelkopf, für immer und ewig!"

Ziemlich krank! Erst jemanden, in den man verliebt ist, umzubringen, nur weil der das nicht erwidert, und nach dem Mord dann auch noch sowas Abartiges in dem Kontext zu schreiben.

Sowas von total gestört muss der Typ gewesen sein...


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#6
21.09.2016
22:16:48
Via Handy


(+3, 5 Votes)

Von janx
Antwort zu Kommentar #2 von UrsaMajor


Ja das stimmt im Prinzip. Aber die rede war ja nicht von unheilbar, sondern von tödlich und dass er nur noch 1 Jahr zu leben hätte. Er kann natürlich die Depression gemeint haben, aber die Suggestion einer Restlebenszeit gegenüber Dritten würde ich schon als bewusste Irreführung - sprich: Lüge werten. Nur darum gings ja.


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#7
21.09.2016
22:34:47


(+3, 7 Votes)

Von janx
Antwort zu Kommentar #5 von w3qtefgd


Ja, das ist schon ziemlich heftig gestört sowas. Da braucht man wirklich gar nicht drumherumreden. Ich weiß nicht, ob es mir nur so vorkommt, aber ich habe auch über viele Jahre den Eindruck gewonnen, dass es in der Schwulenszene auch eine gar nicht mal so unerheblich kleine Anzahl doch schon relativ stark gestörter Menschen gibt, die mit einer wie auch immer gearteten Form der Zurückweisung überhaupt nicht vernünftig umgehen können. Vielleicht ist es bei Heteros auch so, nur man kriegt es nicht so mit.

Man kann auch rätseln woran das liegt. Immerhin leben wir ja in einer Gesellschaft wo es zwar positive Entwicklungen gibt aber nach wie vor auch große Ablehnung bis zur Feindseligkeit gegenüber Schwulen. Und das kriegen Kinder und Jugendliche ja von klein auf so mit. Ist man selber Schwul kann auch sowas psychisch krank machen meine ich.

Es ist mir z.B. schon einige Male im Laufe meines Lebens passiert, dass mich irgendein Typ irgendwo angesprochen hat (Kneipe, Strand). Ich habe allerdings schon seit quasi ewig einen festen Freund. Trotzdem denke ich, dass ich da eigentlich immer recht nett und positiv reagiere. Zumindest haben da manche Leute obwohl wir wirklich kaum 3 Worte gewechselt haben wirklich *völlig extrem* reagiert. Also nicht einfach nur unfreundlich sondern wirklich soweit abseits der Skala, das ich das einfach eine handfeste Störung nennen muss. Ich nehme das dann meistens mit einer Mischung aus Verwirrung, Belustigung und Erstaunen zur Kenntnis.

Eine Kostprobe: "Hast du Lust nachher mit zu mir zukommen?" (als erster Satz - kein Hallo, nix !!), Ich: "Äh sorry, ich habe einen Freund. Da drüben ist er", Reaktion: "Ja du bist sowas so ekelhaft und hässlich und dein Freund sieht mega scheiße aus. Das wollte ich dir eigentlich nur sagen".


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#8
22.09.2016
04:28:26


(+5, 5 Votes)

Von UrsaMajor
Antwort zu Kommentar #6 von janx


Ich hab' mir das nicht aus den Fingern gesogen.
Im Artikel steht:

"Außerdem soll Claus-Brunner laut übereinstimmenden Berichten doch nicht an einer unheilbaren Krankheit gelitten haben. [...] Das war offenbar eine Lüge, da während der Obduktion keine Erkrankung festgestellt worden sei."


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#9
22.09.2016
06:08:27
Via Handy


(+4, 6 Votes)

Von Mammutchen


Na ja, scheinbar litt er ja schon an einer tödlichen Krankheit. Es war halt eine psychische Erkrankung, die letztendlich zum Tod führte. Psychische Erkrankungen sind auch Erkrankungen.


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#10
22.09.2016
08:07:48


(-7, 9 Votes)

Von Harryplink


Was für eine Geschichte. Ich glaube kein Wort. Soll es reiner Zufall sein, dass er direkt nach der Wahl gestorben ist? Diese Geschichte hat vor allem einen Zweck. Die Rückkehr der Piratenpartei unmöglich zu machen.


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