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Fahnen auf dem Evangelischen Kirchentag 2011 in Dresden (Bild: Ralf Schulze / flickr)

Nicht eingeladen werden "Personen, die Äußerungen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit verbreiten", beschloss das Kirchentagspräsidium.

Rassismus und "gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit" sollen keinen Platz auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag im kommenden Jahr haben. Dies hat das Präsidium der evangelischen Laienbewegung am vergangenen Wochenende bei einer Sitzung in Berlin beschlossen.

"Der Deutsche Evangelische Kirchentag versteht sich als ein offenes Forum für faire Debatten über aktuelle Themen in Kirche und Gesellschaft. Angesichts der gegenwärtigen Diskussion über den Umgang mit Rechtspopulismus bekräftigt der Kirchentag seine Haltung: Es wird niemand wegen seines Parteibuches ein- oder ausgeladen", heißt es zunächst in dem Beschluss. Dann wird allerdings eingeschränkt: "1) Vortragende auf Kirchentagspodien werden aufgrund ihrer fachlichen Kompetenz eingeladen. 2) Nicht eingeladen wird, wer sich rassistisch äußert. 3) Gleichermaßen nicht eingeladen werden Personen, die Äußerungen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit verbreiten, unabhängig davon, ob dies in offiziellen Statements oder in sozialen Medien und Netzwerken geschieht."

Der Beschluss ging auf eine Initiative des Berliner LSVD-Landesgeschäftsführers Jörg Steinert zurück, der als Mitglied des "Zentrums Regenbogen" an der Kirchentags-Planung beteiligt ist. Die queeren Christen hatten in ihrem Vorstoß allerdings einen generellen Ausschluss der AfD vom Kirchentag gefordert, da die Partei in ihrem Programm "gruppenbezogene menschenfeindliche Inhalte" vertrete. Dazu konnte sich das Präsidium jedoch nicht durchringen. Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken hatte die AfD im Frühjahr vom Leipziger Katholikentag verbannt.

Der Deutsche Evangelische Kirchentag besteht seit 1949 und findet alle zwei Jahre in einer anderen Stadt statt. Der 36. Kirchentag ist vom 24. bis 28. Mai 2017 in Berlin und Wittenberg zu Gast. Zu den Schwerpunktthemen zählen Flucht und Migration, Demokratie und Frieden, Interreligiöser Dialog, Reformation und gesellschaftlicher Zusammenhalt. (mize)



#1 fdgo-fanAnonym
  • 22.09.2016, 14:19h
  • schön zu sehen, dass auch christen langsam, wenn auch zu langsam und bei weitem noch nicht komplett, auf dem boden des grundgesetzes und deutscher rechtsprechung ankommen.
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#2 UrsaMajorEhemaliges Profil
  • 23.09.2016, 07:55h
  • Aha: "Zu den Schwerpunktthemen zählen Flucht und Migration...", und die AfD darf dort auftreten.

    Und es wird allen Ernstes erwartet, dass dann keine gruppenbezogen menschenfeindlichen Äußerungen fallen werden?

    Wie soll DAS denn zusammenpassen, wo doch eines der Hauptthemen der AfD genau das Schüren derartigen Hasses ist?

    Ich nenne eine solche Regelung extrem realitätsfremd und heuchlerisch.
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