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  • 23.09.2016, 08:24h           23      Teilen:   |

Vorwurf der Nötigung

Strafanzeige: AfD-Politiker soll frontal auf Rentnerin mit Regenbogenfahne zugerast sein

Artikelbild
Die 68-jährige Renate Brunkert (rechts) demonstrierte am 10. September zusammen mit einem halben Dutzend Mitstreitern vor dem AfD-Landesparteitag gegen Homophobie (Bild: Konrad P. Rinz / Facebook)

Der Landesparteitag der AfD Schleswig-Holstein vor knapp zwei Wochen in Rendsburg hat ein juristisches Nachspiel.

Die Rendsburger SPD-Kreistagsabgeordnete Renate Brunkert hat gegen den AfD-Politiker Michael Derlin Strafanzeige wegen Nötigung gestellt. Der Vorfall liegt knapp zwei Wochen zurück: Die 68-jährige Rentnerin hatte am 10. September zusammen mit anderen Mitgliedern der Schwusos mit einer SPD-Regenbogenfahne vor dem Rendsburger Tagungszentrum Hohes Arsenal gegen den dort abgehaltenen Landesparteitag der AfD Schleswig-Holstein demonstriert, als ein BMW mit "relativ hoher Geschwindigkeit" frontal auf sie zugefahren sei.

Der Wagen, der von dem Stormarner AfD-Kreisvorsitzenden Derlin gelenkt wurde, sei nur wenige Zentimeter vor ihr zum Stehen gekommen, berichtete Brunkert. "Er hätte mich unweigerlich getroffen, wenn ich nicht einen Schritt zurück gemacht hätte", sagte die SPD-Politikerin gegenüber der "Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung". Dabei sei sie gegen die Gitterstäbe des Tores geprallt. Vor "Schreck, Angst und Panik" sei ihr schwindelig geworden. "Ich fühlte mich von dem Fahrer angegriffen. Es hat mir große Angst gemacht, weil ich glaubte, meine Beine zu verlieren."

Fortsetzung nach Anzeige


Derlin sieht sich selbst als Opfer

Michael Derlin wies die Vorwürfe zurück. Nach seinen Angaben sei er selbst von den Demonstranten umringt worden. "Dann sprang mir jemand vor das Auto. Ich empfand das als Nötigung", erklärte der AfD-Politiker. Anschließlich habe er seinen Wagen vorsichtig zurückgesetzt und sei "langsam und zentimeterweise" durch die offene Torhälfte gefahren.

Nach Angaben der Demonstranten habe man Derlin erst dann zur Rede stellen wollen, nachdem er gezielt auf Brunkert zugerast sei. Bei der hektischen Einfahrt in das Tageszentrum sei er zudem unter einem lauten Scheppern mit dem rechten Außenspiegel gegen den Metallzaun geprallt. Der AfD-Politiker begründete das Geräusch mit einer "lockeren Steinplatte".

Die Polizei hat bereits beide Seiten sowie Zeugen vernommen. Ob und wann es zu einer Anklage gegen Michael Derlin kommen wird, entscheidet nun die Staatsanwaltschaft.

Renate Brunkert und die Schwusos hatten vor dem Parteitag gegen die Homophobie der AfD demonstriert. Im Saal wetterte der AfD-Landesvorsitzende Jörg Nobis später gegen "staatlich verordnete Gleichmacherei" und eine angebliche "Frühsexualisierung von Kindern" (queer.de berichtete). (mize)

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Tags: renate brunkert, michael derlin, nötigung, rendsburg
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Reaktionen zu "Strafanzeige: AfD-Politiker soll frontal auf Rentnerin mit Regenbogenfahne zugerast sein"


 23 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
23.09.2016
09:28:04


(+6, 14 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Die AfD zeigt immer deutlicher, wie ihr Deutschlandbild und ihr Demokratie-un-verständnis aussieht: Flüchtlinge sollen an der Grenze erschossen, Demonstrantinnen am liebsten schlicht über den Haufen gefahren werden.

Schadet dies der AfD im Land der temporär geschlossenen Konzentrationslager? Nein, die Deutschen finden das offenbar klasse und geben der rechtsextremen AfD lt. Umfragen bundesweit mehr Stimmen denn je: 16 %.
Link zu www.wahlrecht.de


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#2
23.09.2016
09:42:47
Via Handy


(-4, 12 Votes)

Von Hannibal
Aus Berlin
Mitglied seit 10.05.2008
Antwort zu Kommentar #1 von userer


Vielleicht solltet Ihr euch mal fragen, woran das liegen könnte. Die Vermutung, dass plötzlich 16% der Deutschen spontan zu "Nazis" geworden sind, halte ich doch für recht abwegig.


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#3
23.09.2016
09:45:06


(+8, 8 Votes)

Von Tommy0607
Aus Etzbach (Rheinland-Pfalz)
Mitglied seit 28.10.2015


Fehler bei anderen sehen DIE so gerne.
Nur wenn Die selbst was machen , da ist immer eine eine Dumme Ausrede ....
OK , Dumm ist ja die ganze Partei incl. die Mitläufer und besorgten Bürger !


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#4
23.09.2016
09:45:13


(+9, 15 Votes)

Von rattenlinie
Antwort zu Kommentar #2 von Hannibal


nicht "geworden". schon immer waren. jetzt trauen sie sich nur wieder raus aus ihren löchern, so wie du zum beispiel.


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#5
23.09.2016
09:50:59


(+9, 11 Votes)

Von DieterBremen
Aus Bremen
Mitglied seit 09.07.2013


Solche widerwärtigen Aktionen häufen sich. Um so mehr schockiert es mich, dass bei der aktuellen Umfrage auf Queer.de trotzdem fast 10 Prozent die AfD wählen wollen. Was geht nur in deren Köpfen vor???


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#6
23.09.2016
09:53:37
Via Handy


(-5, 13 Votes)

Von Hannibal
Aus Berlin
Mitglied seit 10.05.2008
Antwort zu Kommentar #4 von rattenlinie


Steile These.


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#7
23.09.2016
10:10:31


(+8, 14 Votes)

Von Norisette
Aus Nürnberg (Bayern)
Mitglied seit 26.04.2013


Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die NSAfD bzw. deren "Saalordner", also die neue SA, Menschen auf offener Straße umbringen wird.

Es läuft so erschreckend parallel zu 1933, wie ich mir niemals hätte vorstellen können.


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#8
23.09.2016
11:44:21


(+2, 6 Votes)

Von userer
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #5 von DieterBremen


Nein, nicht "fast 10 Prozent" der Stimmen für die Afd. Bis zu

16 Prozent

AfD-Stimmen sind es mittlerweile lt. dimap am 23.09.!

D. h., 16 Prozent, die es offen zugeben. Die Dunkelziffer dürfte höher sein, s. Wahl in Berlin, wo die AfD auch höher abschnitt als prognostiziert.
Link zu www.wahlrecht.de


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#9
23.09.2016
12:02:35


(+9, 9 Votes)

Von priamos11
Aus Hürth (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 21.07.2016
Antwort zu Kommentar #8 von userer


Dimap hat die Gesamtbevölkerung befragt, die 10 % beziehen sich auf die Befragung der Leserschaft durch Queer. Bei Dimap handelt es sich um eine repräsentative Erhebung; ich gehe davon aus, dass dies bei der Befragung hier bei Queer nicht der Fall ist.


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#10
23.09.2016
13:05:54


(+6, 10 Votes)

Von TheDad
Profil nur für angemeldete User sichtbar
Antwort zu Kommentar #2 von Hannibal


""Die Vermutung, dass plötzlich 16% der Deutschen spontan zu "Nazis" geworden sind, halte ich doch für recht abwegig.""..

Stimmt..
Einige Politologen halten den Bevölkerungsanteil der potentiell rechtsradikal wählt, verfassungsrechtlich bedenkliche Ansichten äußert, und sich dabei rassistisch, antisemitisch und islamophob verhält, seit Jahren für zwischen 20% und 25% liegend..


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