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Anders als heterosexuelle Ehepaare haben eingetragene Lebenspartner kein gemeinsames Adoptionsrecht (Bild: Gays With Kids)

Die Ampel-Koalition in Rheinland-Pfalz will sich für eine Gleichstellung schwul-lesbischer Paare einsetzen – die rechte Opposition ist dagegen.

Die rheinland-pfälzische Familienministerin Anne Spiegel fordert das volle Adoptionsrecht für homosexuelle Paare. "Ich halte die bisherigen rechtlichen Regelungen auf Bundesebene nicht für zeitgemäß", sagte die Grünen-Politikerin am Donnerstag vor dem Gesellschaftsausschuss des Mainzer Landtags. Kinder in Regenbogenfamilien würden genauso geborgen aufwachsen wie Kinder in "klassischen" Familien.

Während die FDP-Abgeordnete Cornelia Willius-Senzer die Aussage von Spiegel im Ausschuss unterstützte, kam von der rechten Opposition aus CDU und AfD Kritik. So verwies die Unions-Abgeordnete Simone Huth-Haage auf die schon jetzt hohe Zahl von zuletzt 19 Bewerbern auf ein zur Adoption vorgemerktes Kind. Der AfD-Politiker Michael Frisch behauptete sogar, "dass das Kindeswohl in solchen eingetragenen Lebensgemeinschaften nicht in gleichem Maße gewährleistet ist wie bei einer Ehe zwischen Mann und Frau".

Im Jahr 2015 gab es in Rheinland-Pfalz insgesamt 193 Adoptionen. Dabei handelte es sich mehrheitlich um sogenannte Stiefkindadoptionen, bei denen das Kind eines Partners als das eigene angenommen wird – dies ist nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2013 auch für eingetragene Lebenspartner möglich (queer.de berichtete).

Rheinland-Pfalz wird seit der Landtagswahl im März 2016 von einer Ampel-Koalition aus SPD, FDP und Grünen regiert. (cw)



#1 YanaAnonym
  • 23.09.2016, 11:40h
  • Hinweis an den Mitarbeiter, der bei euch für die Bilder zuständig ist: es wäre sicher hilfreich, wenn das entsprechende gleichgeschlechtliche Paar mit Kind nicht immer halbnackt wäre. Fällt mir nicht zum ersten Mal auf. Und sind wir ehrlich: schwule und lesbische Menschen halten sich mit ihrer Tochter, ihrem Sohn, ihrer Nichte oder ihrem Neffen nicht immer ausschließlich im oder am Wasser auf. Die Leute haben ein ganz stinknormales Alltagsleben in Jeans, T-Shirt, Kleid, Anzug oder was auch immer. MIT Kind. Bilder wie das zu diesem Artikel befeuern nur wieder die Vorurteile all der "Besorgten". Und DIESE Debatte bin ich nun wirklich langsam leid. Ich denke, da sind wir uns einig, oder?!
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#2 RalfAnonym
  • 23.09.2016, 12:47h
  • Die volle Idiotie wird erst so recht klar, wenn man bedenkt, dass auf Druck den Bundesverfassungsgerichts ohnehin die Adoption durch Lebenspartner(innen) erlaubt ist, wenn bisher auch nur nacheinander. Erst adoptiert eine(r), dann der/die andere. Verhindern lässt sich die gemeinsame Adoption also sowieso nicht. Das geltende Recht ist deshalb nur noch reine Schikane: Schwule und Lesben müssen zwei Verwaltungsverfahren vornehmen, Heteros nur eines. - Sehr schade, dass Julia Klöckner die Gelegenheit statt zur Beseitigung dieses bürokratischen Schwachsinns lieber zum Schulterschluss mit der AfD nutzt. Die Argumentation für gegenteiliges Abstimmungsverhalten wäre einfach und eine Abgrenzung von den Rechtsradikalen notwendig gewesen. Verwunderlich nur, dass die FDP zugestimmt hat, jene Partei, die in RLP bisher immer jede Gelegenheit zur Diskriminierung von Schwulen und Lesben genutzt hatte. Na ja - für zwei Ministerposten wechselt man ja gerne mal die Gesinnung.
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#3 markusbln11Anonym
  • 23.09.2016, 13:12h

  • Leider hat die cdu nach bernhard vogel seit jahrzehnten nie mehr die richtige strategie gefunden, eine wahl in rheinland-pfalz zu gewinnen.

    Und so geht es weiter.

    Mit aktion auf afd-level hat der berliner verband seine wahl versemmelt. In rheinland-pfalz befördert sich die cdu weiter ins abseits durch anbiederung an die afd bei lgbt-themen.

    Warum hört man in der cdu nicht auf innovativ denkende mitglieder wie pflüger oder kuhrt, ex-berliner nun in der wüste. Ich denke, die beidem sind näher am puls der menschen als viele aktuelle mandatsträger.
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#5 UrsaMajorEhemaliges Profil
#6 FelixAnonym
  • 23.09.2016, 16:06h
  • Da zeigt die CDU wieder mal, dass sie ganz auf einer Linie mit der AfD liegt...

    Die werden auch irgendwann miteinander koalieren...
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#7 MariposaAnonym
  • 23.09.2016, 18:26h
  • Was ich bin ich froh, daß diese schreckliche Frau Klöckner diesem schönen Bundesland als Ministerpräsidentin erspart geblieben ist, die ganze Machtgeilheit hat ihr nix genutzt. Viele Grünen-Wähler haben dies erkannt und dieses Mal ihre Stimme der SPD gegeben. Diese Person hat auch kein Problem damit, sich von der AfD hofieren und beklatschen zu lassen. Wie will sie das nur ihrem angeblich angebeteten Vorbild Angela Merkel erklären....
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#8 MariposaAnonym
  • 23.09.2016, 18:29h
  • Antwort auf #6 von Felix
  • Geht aber nur, wenn irgendwann Merkel und von der Leyen entmachtet sind. Die vollkommen gerissene Frau Klöckner hat da in der Tat wenig Berührungsängste. Ähnliches vermute ich von der extrem konservativen CDU etwa in Schleswig-Holstein.
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#9 MariposaAnonym
#10 PeerAnonym
  • 23.09.2016, 19:55h
  • CDU und AfD wollen also Kindern schaden...

    Denn dass Kinder in Regenbogenfamilien aufwachsen ist Fakt - unabhängig vom Adoptionsrecht.

    (Und man weiß ja auch aus genug Studien, dass die genauso gut aufwachsen wie Kinder in Hetero-Familien.)

    Beim Adoptionsrecht geht es vor allem ums Kindeswohl: um die Anerkennung des Kindes und seine rechtliche Absicherung. Und um ganz alltagspraktische Erleichterungen...

    Wer das verhindert, schadet also vor allem den Kindern.
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